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Chapter 10 by daimon daimon

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Eine Unterbrechung mit Folgen

Lara, die auf die Reaktion ihres Stiefvaters wartete, wusste nicht, was sie tun sollte, also blieb sie in ihrer Haltung. Wenigstens war ihr Gesicht so nicht zu sehen. Wie es seine Art war, zeigte Walter keinerlei Fluchtreflex. Wie zur Beruhigung strich er ihr durchs Haar.

„Auu!“, schrie Lara auf, als sie plötzlich an den Haaren hochgerissen und herumgewirbelt wurde.

Der Mann, der da im Gebüsch stand, trug die Uniform der Parkwächter, die die Stadt erst kürzlich eingestellt hatte, um Drogendelikte und Diebstähle in den öffentlichen Grünanlagen in den Griff zu bekommen.

Er hatte etwa Walters Alter, war also um die sechzig. Im Gegensatz zu ihrem Stiefvater hatte er keine Haare auf dem Kopf, aber auch keinen Bauch. Mit geübtem Blick fiel ihr gleich die Beule auf, die den Stoff der dünnen Hose spannte.

Lara wischte sich verstohlen die Spermareste von ihren vollen Lippen.

Walter hatte sie inzwischen an den Ellbogen gepackt und präsentierte sie so dem Störenfried.

„Was treiben sie denn da! Unzucht ist im Parkgelände strengstens verboten. Ich werde sie wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses anzeigen. Wenn ich um ihre Personalien bitten dürfte!“

Wäre da nicht seine deutliche Erektion gewesen, hätte man ihm seine Empörung vielleicht abgenommen.

„Kann man da denn gar nichts machen, Officer?“, meinte ihr Vater voll bissiger Ironie. Offenbar war auch ihm die Erregung des Ordnungsorgans nicht entgangen.

„Wie meinen sie das? Wollen sie mich bestechen? Ich hoffe, die Dame ist bereits volljährig!“

„Hast du das gehört? Dame hat er dich genannt!“

Während Lara am liebsten im Boden versunken wäre, lachte Walter grölend.

„Ich finde das gar nicht lustig, was sie und ihr Flittchen da treiben! Da sind **** …“

„Wem würde es denn etwas nützen, wenn sie uns anzeigen? Ich glaube, mein Töchterchen möchte ihnen ein Angebot machen.“

Lara lief es eiskalt den Rücken hinunter. Er präsentierte sie. Bot sie dem Fremden an. Dabei besaß er auch noch die Frechheit, die Verhandlung ihr zu überlassen.

Lara brachte kein Wort heraus. Sein fester Griff an ihren Oberarmen begann zu schmerzen.

„Sie müssen wissen, die Kleine ist vorhin leider etwas zu kurz gekommen. Sie wissen ja, wie das in unserem Alter ist …“

„Ihre Tochter? Was sind sie denn nur für ein …“

Im gleichen Maß wie seine Empörung wuchs das Zelt in seiner Hose.

„So junge Mädchen, die haben ihre Bedürfnisse. Nicht wahr, meine Süsse?“

Lara brachte immer noch keinen Laut über ihre Lippen.

„Sie ist etwas schüchtern. Nun mach schon, sag dem netten Herrn, was du gerne hättest!“

Die Art, wie er sie inzwischen anfasste, machte ihr klar, dass es sich um keine nette Frage handelte. Sie musste einfach, konnte nicht anders. Außerdem, irgendwie hatte er ja recht. Sie war noch immer pitschnass da unten.

„Als ich … Bitte zeigen sie uns nicht an. Ich hätte gerne, dass sie …“

Walter riss jetzt die Geduld. Er ließ sie los und rammte ihr zugleich sein Knie in den Hintern.

Lara stolperte nach vorne und konnte sich wenige Meter vor dem verdatterten Parkwächter gerade noch fangen.

Sie stand da und plötzlich vergaß sie alles um sich herum und warf alle Skrupel über Bord.

„Ich habe meinem Stiefvater vorhin einen geblasen. Leider konnte er sich nicht beherrschen und hat mir in den Mund gespritzt. Jetzt kann er nicht mehr der alte Sack. Ich bin **** geil und bräuchte dringend …“

Mit diesen Worten war sie nähergetreten, blickte ihm tief in die Augen und hauchte:

„Bitte …“

Dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss auf die Lippen. Ganz keusch mit geschlossenem Mund.

Wie von einem Stromschlag getroffen sprang der Mann zurück und blickte sich hektisch um.

„Sind sie verrückt? Was, wenn uns jemand …“

„Weshalb begleiten sie uns nicht zu einem ruhigeren Ort? Dort wärt ihr beide ungestört.“

Der Mann stand unschlüssig da. Er rang sichtlich mit sich. Walter nahm Laras Hand und führte sie aus dem Gebüsch. Lara erwartete jeden Moment, dass sie zurückgerufen, verhaftet, was auch immer, würden, doch ihr Vater schlug unbeirrt den Weg nach Hause ein.

Irgendwann siegte ihre Neugier und Lara wandte sich um. Tatsächlich, der Uniformierte trottete wie ferngesteuert hinter ihnen her.

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