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Chapter 84 by Jan1974 Jan1974

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Tina´s Entscheidung

Tina stand allein im Wohnzimmer und starrte auf ihr Handy. Das Gespräch mit Mia hallte noch in ihrem Kopf nach. Die Wohnung war ruhig, nur das leise Summen des Kühlschranks war zu hören. Sie trug noch das blaue bauchfreie Top und die hellblaue Jeans mit den modischen Rissen, die sie für den Abend ausgesucht hatte – falls sie sich trauen würde.
Gedanken schossen wild durch ihren Kopf.
Was würde Mia jetzt machen?
Mia würde nicht lange zögern. Sie würde sich ein heißes Outfit aussuchen, sich im Spiegel betrachten, ein paar provokante Fotos machen und dann runtergehen. Ohne große Zweifel. Mia würde die Männer aufmischen, sie reizen, sie benutzen und sich benutzen lassen – hemmungslos, geil und mit vollem Genuss. Und nebenbei würde sie schon überlegen, wie man das Ganze filmt und zu Geld macht.
Tina lächelte schwach. Mia war jünger als sie, aber in solchen Dingen so viel weiter. Sie hatte keine Hemmungen. Für Mia war das alles ein Spiel, das ihr Spaß machte – für die Kamera, für die Fans und vor allem für sich selbst.
Und sie selbst?
Tina ging langsam zum großen Fenster und schaute hinaus in den Garten. Sie konnte von hier aus die Lichter bei Jürgen sehen. Die Männer saßen schon zusammen, das Spiel lief wahrscheinlich schon.
Sie gestand es sich ein: Sie wollte es auch. Nicht nur zuschauen. Nicht nur die brave Tina sein, die hinter der Kamera steht. Sie wollte spüren, wie es ist, wenn diese Blicke auf ihrem nackten Körper liegen. Sie wollte die Aufregung, das Kribbeln, die verbotene Lust. Sie wollte herausfinden, wie weit sie wirklich gehen konnte.
Wenn Mia das kann, warum nicht auch ich?
Es ging ihr nicht primär ums Geld. Es ging darum, endlich den Mut zu haben, ihren eigenen Phantasien nachzugeben. Sich einzugestehen, dass sie es geil fand, beobachtet zu werden. Dass sie es geil fand, die Kontrolle abzugeben. Dass sie es geil fand, eine „Schlampe“ zu sein – zumindest für einen Abend.
Tina atmete tief ein. Ihr Herz schlug schneller. Sie schaute noch einmal an sich herunter. Das bauchfreie Top spannte sich über ihren großen Brüsten, die Jeans saß eng auf ihren Hüften. Sie sah gut aus. Sexy. Einladend.
Sie ging noch einmal ins Bad, überprüfte ihr Make-up, löste ihre langen blonden Haare und schüttelte sie auf. Dann stand sie einen Moment vor dem großen Spiegel und betrachtete sich.
Worauf wartest du eigentlich noch?
Der Entschluss war gefasst.
Tina atmete noch einmal tief durch, langsam und bewusst. Sie spürte, wie die Nervosität mit einer heißen Welle der Erregung kämpfte. Ihre Nippel drückten sich deutlich gegen den dünnen Stoff ihres Tops. Zwischen ihren Beinen wurde es warm.
Sie lächelte ihrem Spiegelbild leicht zu – ein bisschen unsicher, aber entschlossen.
Dann drehte sie sich um, nahm ihren Schlüssel und ging zur Wohnungstür.

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