Chapter 6
by
Meister U
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Das eine Wort
Das eine Wort – Gut – durchfuhr sie wie ein elektrischer Schlag. In ihrer erregten Seele sehnte sie sich nach nichts mehr als nach weiterer Bewertung, nach weiterer klarer Anweisung.
Dann trat er näher, so nah, dass sie die Wärme seines Körpers auf ihrer nackten Haut spürte, den Geruch von Liv und Sex und etwas ganz Eigenem, Männlichem. Seine Hand, die schmalen Finger, bewegte sich zur Hosentasche. Er zog das Kondom heraus und reichte ihr das kleine, quadratische Päckchen.
Astrid starrte darauf. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie fürchtete, es fallen zu lassen. Ihre Aufgabe war klar. Sie nahm es. Das Rascheln des Materials war ungeheuer laut in dem stillen Zimmer.
„Leg es an“, sagte er, seine Stimme ein tiefes Raunen direkt über ihr.
Sie nickte, ein winziges, mechanisches Zucken ihres Kinns. Ihre Finger, kalt und ungeschickt, rissen die Ecke des Päckchens auf. Sie zog das Kondom heraus, den klebrigen, durchsichtigen Ring. Sie hatte das vorher noch nie gehalten. Noch nie…
Ihr Blick huschte ängstlich zu seiner Jeans, zum Reißverschluss. Sie verstand. Sie wartete, dass er es selbst tun würde. Aber seine Hände blieben an den Seiten. Er wartete.
Er muss… ich muss…
Mit einer Tapferkeit, die aus purem Gehorsam geboren war, legte sie zitternd ihre freie Hand auf seinen Hosenbund. Ihre Finger berührten den Metallverschluss, fühlten die Hitze darunter. Sie zog. Das Geräusch schien ihr ins Mark zu fahren. Sie schob die Jeans und die Boxershorts über seine Hüften, ließ sie zu Boden fallen.
Da war er. Schlank, blass, aufrecht. Beeindruckend in seiner schlaffen Härte. Eine fremde, fordernde Anatomie. Der Anblick ließ ihren Mund trocken werden und gleichzeitig spürte sie einen neuen Schwall feuchter Hitze zwischen ihren eigenen Beinen.
Sie musste es anlegen. Ihre Hände waren so ungeschickt. Sie rollte das Kondom falsch herum auf, korrigierte sich mit einem erstickten Luftholen, kämpfte gegen den Latex und ihre zitternden Finger. Schließlich, unter seinem reglosen, beobachtenden Blick, rollte sie es bis zum Ansatz hinab. Die Intimität dieser Handlung, die servile Natur ihrer Aufgabe, trieben ihre Erregung auf eine neue, schwindelerregende Höhe.
Er sagte nichts. Er wartete einfach, während sie dort kniete, ihre Aufgabe erfüllt hatte, sein ausgestellter Schwanz vor ihrem Gesicht.
Dann hob sie den Blick. Ihre Augen, weit und hellblau vor Angst und Lust, suchten die seinen. Ihre Stimme war kaum mehr als ein gehauchtes, zerrissenes Geräusch, als die Frage aus ihr herausbrach, die letzte Grenze vor dem endgültigen Fall:
„Darf… darf ich?“, flüsterte sie, ihr Blick glitt von seinen Augen hinab zu seinem Glied. Sie meinte ihren Mund. Es war die demütigste Bitte, die sie jemals geäußert hatte.
Ein langsames, fast unmerkliches Nicken war seine Antwort. Die Erlaubnis. Der letzte Riegel war geöffnet.
Sie schloss die Augen, nicht mutig genug, es bei geöffneten zu tun. Sie beugte sich vor. Ihr Atem strich warm über die Spitze, ehe ihre Lippen, unsicher und weich, ihn umschlossen.
Die Welt schrumpfte auf diesen einen Sinneseindruck zusammen. Der fremde Geschmack von Latex und Haut. Die feste, doch nachgebende Textur. Das leichte Pulsieren gegen ihre Zunge. Ein Laut, zwischen Würgen und Stöhnen, entwich ihr, als sie ihn tiefer nahm, angetrieben von einem plötzlichen, verzweifelten Drang, es richtig zu machen.
Ihre Hände umklammerten seine Oberschenkel um Halt zu finden in einer Welt, die sich nur noch um diese eine, demütigende, erregende Handlung drehte. Ihr Geist war leer, geblendet von Scham und einer so intensiven physiologischen Reaktion, dass jedes Denken unmöglich wurde. Sie war nur noch Mund. Nur noch Gehorsam. Nur noch dieses nasse, warme, unterwürfige Gefühl, das sie zutiefst demütigte und gleichzeitig mit einer solchen Macht erfüllte, wie sie es nie für möglich gehalten hätte.
Und über ihr, im Dunst ihres eigenen verglühenden Bewusstseins, stand Bernd und beobachtete. Er beobachtete, wie die schüchterne Astrid verschwand und durch dies hier ersetzt wurde: ein willenloses, begieriges Instrument. Liv hatte recht gehabt. Es war genau das, was sie gebraucht hatte.
Seine Hand berührte nun leicht ihre Wange, dann ihr Kinn. Ein Signal, aufzuhören.
Sie löste sich von ihm, ein dünner Speichelfaden riss zwischen ihren Lippen und dem Kondom. Sie schaute zu ihm auf, ihr Gesicht war verheult, verschmiert, ihr Blick glasig und völlig fokussiert auf ihn.
„Steh auf.“
Sie gehorchte, ihre Knie knickten fast ein, als sie sich aufrichtete. Sie stand wieder nackt und zitternd vor ihm.
„Leg dich aufs Bett. Beine auseinander. Hände hinter den Kopf.“
Jedes Wort war ein klarer, unhörbarer Schlag, der sie weiter in die gewünschte Form hämmerte. Sie wandte sich zum Bett, schob mit einem unbeholfenen Ruck die Stofftiere zur Seite. Die rosafarbene Decke knisterte, als sie sich darauflegte. Sie spürte den kühlen Stoff unter ihrem heißen Rücken. Langsam, mit einem tiefen Atemzug, der wie ein letzter Seufzer klang, spreizte sie ihre Beine. Sie legte die Hände unter ihren Kopf, verschränkte die Finger. Die Pose war schamlos, ausgeliefert, eine klinische Darbietung.
Bernd trat näher. Er umkreiste das Bett einmal, langsam, wie ein Sammler ein seltenes Stück begutachtet. Sein Blick war schwer und kühl auf ihr.
Er sah die Gänsehaut, die über ihren gesamten Körper lief. Die Art, wie ihre Brüste, klein und fest, zur Seite fielen, die Brustwarzen steinhart und dunkel vor Erregung. Sein Blick wanderte die sanfte Kurve ihres Bauches hinab, zu der schamlosen Öffnung zwischen ihren gespreizten Beinen. Das sorgfältig rasierte Dreieck war jetzt feucht, die Lippen leicht geöffnet, ein rosa, glänzender Blickfang in der blassen Landschaft ihres Körpers. Sie zitterte unter seiner Inspektion, ein feines, konstantes Beben, das von ihren Knöcheln bis zu ihren verschränkten Fingern lief.
Astrids Geist war ein weißes Rauschen. Alle Gedanken, alle Ängste, alle Scham waren zu einem einzigen, brennenden Punkt geschmolzen: die Stelle zwischen ihren Beinen, die jetzt leer und unerträglich exponiert war. Sie konnte an nichts anderes mehr denken, als an das Gewicht, die Fülle, den **** oder die Lust – sie wusste es nicht mehr – von ihm in ihr. Sie wollte, dass er endlich diese schreckliche, aufschlussreiche Betrachtung beendete. Sie wollte gefüllt werden. Sie wollte gefickt werden, hart und endgültig, bis diese quälende Leere in ihr und diese überwältigende Scham in ihrem Kopf zerstört wurden.
„Bitte“, entfuhr es ihr, ein erstickter, heiserer Laut.
Er blieb am Fußende des Bettes stehen, betrachtete sie aus dieser Perspektive. Ihre zitternden Füße, die gespreizten Knie, das offene, nasse Zentrum ihrer Not.
„Du bist bereit“, stellte er fest.
Tränen der Erleichterung und der unermesslichen Demütigung schossen ihr in die Augen. Ja. Ja, sie war bereit. Sie war nie auf etwas anderes vorbereitet gewesen. Sie wartete, jeder Muskel in ihrem Körper fühlte sich an wie ein gespannter Bogen. Ihr ganzer Wille, ihre ganze Existenz war auf diesen Mann, diesen Fremden, diesen Abgesandten von Liv gerichtet, mit einem einzigen, flehenden Gebet: Nimm mich. Mach, dass ich nicht mehr denken muss. Mach mich zu deinem Fickstück.
Bernd trat zwischen ihre gespreizten Beine, ein Schatten, der das Licht vom Fenster blockierte. Seine Hände glitten an ihren Innenschenkeln entlang, ein Besitzanspruch, der sie bis ins Mark erschauern ließ. Dann, ohne Vorbereitung, führte er sich selbst an ihre nasse Öffnung.
Ein ersticktes Keuchen entfuhr Astrid, als die stumpfe, mit Latex überzogene Spitze gegen sie drückte, nachgab und dann langsam, unaufhaltsam in sie eindrang. Sie fühlte jeden Zentimeter, wie er sie dehnte, füllte, bis an die Grenze brachte. Ihre Hände krallten sich fester in ihr eigenes Haar, ihre Beine zitterten heftig.
Er blieb einen Moment tief in ihr, ließ sie die vollständige Penetration spüren. Seine blassgrauen Augen fixierten ihr Gesicht, das vor überwältigter Sensation und Scham verzogen war.
Dann begann er sich zu bewegen.
Sein Rhythmus war gnadenlos effizient. Kein romantisches Schaukeln, kein verspieltes Experimentieren. Lange, tiefe, gezielte Stöße, die sie jedes Mal auf die Matratze drückten und ein schmatzendes, feuchtes Geräusch erzeugten. Er hielt ihre Hüften mit festem Griff, bestimmte Winkel und Tiefe, nutzte sie als perfekte, nachgebende Hülle.
Astrids Welt zerbrach in pure Sinneswahrnehmung. Der dröhnende, füllende Aufprall in ihrem Kern. Der Geruch von Schweiß und Sex, der sich in ihrem stickigen Zimmer ausbreitete. Ihr eigenes Stöhnen, ein hohes, rhythmisches Wimmern, das mit jedem Stoß aus ihr herausgepresst wurde. Sie war kein denkendes Wesen mehr. Sie war ein Empfangsgerät für diese eine, alles überlagernde Erfahrung: genommen zu werden. Völlig. Rücksichtslos. Ihr ganzes kleines, ordentliches Leben wurden mit jedem Stoß aus ihr herausgepumpt.
Die Tür bewegte sich.
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Der Komplize
[Bernd vögelt sich durch Stockholm | Johanna spinn-off]
Berlin liegt hinter ihm. Vor ihm: Liv. Kühl, berechnend, schwanger von ihm. Ihre Einladung nach Stockholm ist kein Neuanfang, sondern die nächste Stufe eines perfiden Spiels. Liv, die Meisterin der Inszenierung, hat das Spielfeld vorbereitet. Bernd, der stille Stratege, soll es besetzen.
Updated on Mar 19, 2026
by Meister U
Created on Jan 11, 2026
by Meister U
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