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Chapter 13 by Boss Boss

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Erkenntnisse

Im Erdgeschoss angekommen, konnte ich Bärbel erst nicht finden. Auf der Liege im Garten, wo ich sie vermutete, war sie nicht. Kurz war ich irritiert, aber zum Glück brauchte ich nicht lange suchen, da Bärbel gleich nach mir auf die Terrasse kam. Wo sie war, erklärte sich auch, denn nun trug sie einen sexy Tankini und war offensichtlich für ein Sonnenbad bereit. Nicht weiter verwunderlich bei 26 Grad im Schatten und wolkenlosem Himmel.

Ich vermutete, dass ihr Outfit neu war, denn an so viel Dekolleté hätte ich mich sicher erinnert. 'Geiles Teil' dachte ich und bewunderte den blauen, enganliegenden Tankini. Das tanktop-ähnlichen Oberteil und die hochgeschnittene Bikinihose waren in einer Jeansoptik gehalten und mit einem Neckholder versehen ... dazu kam, dass die Front mit einem Ring zusammengehalten wurde, was nochmal den Blick in das Dekolleté vergrößerte. Ich konnte mich nicht satt sehen. 'Wow!' ... aber ich wollte mich nicht blamieren und schluckte meine Anmerkungen wieder runter.

Bärbel lächelte mich an, drückte sich an mir vorbei und machte sich mit einem Handtuch, Handy und eReader auf, es sich auf der Liege bequem zu machen. Ich schaute ihr verträumt hinterher.

Unser Garten ist von hohen Hecken gesäumt, sodass er nicht bis schlecht einsehbar ist. Ein kleines, sehr privates Stück Paradies auf Erden ... aber trotzdem konnte ich Bärbel nie überzeugen, mal "oben ohne" zu sonnen. Ein "Du spinnst wohl!" war eher noch die harmloseste Reaktion bei diesem Thema. Auch mein Hinweis auf ihre regelmäßigen Saunabesuche wurde mit dem Hinweis auf "Sauna klar, aber nur mit meinen Mädels" abgeschmettert. Das nochmals anzusprechen gab nur Streit und irgendwann hatte ich aufgegeben. Insbesondere da mir bei der letzten Diskussion endlich klar wurde, dass ich weder Bärbel zu "oben ohne" am Strand, Garten oder sonstwo überreden noch zusammen mit ihr in die Sauna gehen würde. Meine Hoffnungen auf FKK mochte ich da gar nicht erst ansprechen ... das Donnerwetter konnte ich mir auch so sehr gut vorstellen. Ich weiß noch, wie ich damals gedacht habe: "Wenn Bärbel doch nur nicht so verklemmt wäre und auch mal Neues ausprobieren würde!". Damals wusste ich es noch nicht, aber man sollte wirklich sehr vorsichtig mit seinen Wünschen sein!

So stand ich auf der Terrasse und zermarterte mir gerade den Kopf, wie ich unauffällig Bärbel nach News ausfragen konnte, sicherlich nicht meine große Stärke, ich wusste nicht einmal, was ich genau wissen wollte, als ihr Handy einen kurzen Ton von sich gab. Eine neue Nachricht ging ein. Bärbel las sich den Text schnell durch, lächelte, stand auf und wickelte sich einen Rock um.

"Schatz, ich muss einmal schnell zu Hans rüber. Irgendwas muss gestopft werden und da braucht er meine Hilfe ... ich soll ihm zur Hand gehen ... in der Küche kennt er sich einfach nicht aus. Dauert sicher nicht lang, mein Schatz. Bin gleich wieder da!"

Bärbel wartete nicht einmal eine Antwort von mir ab, sondern zog mit schnellen Schritten gleich an mir vorbei, sodass ich nur ein "Bis gleich" hinterherrufen konnte.

Ich blieb circa fünf Sekunden verdattert auf der Terrasse, unschlüssig, was ich tun sollte, als mir meine Kamera einfiel. Lange nicht genutzt, aber mit mehreren Teleobjektiven ausgerüstet, irgendwo im Büro, im Schrank neben den Familien-DVDs. 'Mal sehen, ob ich herausfinde, was da vor sich geht' dachte ich mir und sprintete die Treppen hoch. Oben angekommen, musste ich erst mal durchatmen ... absolut keine Kondition und das Übergewicht half auch nicht.

Das sollte mich aber nicht hindern, den Schrank aufzureißen, die Kamera zu greifen und am Dachfenster Stellung zu beziehen.

Ich konnte bei Hans einen Teil der Terrasse einsehen und ein bisschen seinen Garten ... musste also das Beste, oder doch das Schlimmste, hoffen. Die Zeit zog sich ewig, aber es waren wohl nur wenige Minuten, bis ich Bärbel und Hans auf die Terrasse kommen sah.

Bärbel sah selbst auf die Ferne in dem Outfit umwerfend sexy aus – während Hand in seinem speckigen Feinripphemd und ausgeleierter Jogginghose, mit seinem fetten Wanst und Glatze das Bild sofort wieder völlig zerstörte.

Bärbel wurde eindeutig von Hans mit den Augen abgescannt, doch sie lachte nur. Ihr Lachen und ihre Stimmen konnte ich gut hören, was sie sagten, war aber leider nicht zu verstehen. Bärbels Rock fiel und sie posierte für Hans, drehte sich im sexy Tankini und ich schoss ein paar Fotos. 'Gleich' war das einzige, was ich dachte. Doch dazu kam es nicht, denn Hans blaffte Bärbel an, griff nach ihr und zog sie wieder ins Haus. Scheiße! Was sollte ich tun?

Ich war unruhig, aufgeregt und schwitzte stark, mein Herz pochte und ich wusste nicht, ob ich mehr sehen wollte oder nicht ... trotzdem blieb ich erst einmal auf meinem Posten und lauschte. Ab und zu meinte ich, etwas zu hören. Es klang nach Stöhnen und nackten Körpern, die aneinanderklatschten.

Mein Gedankenkarussell lief auf Hochtouren und ich sah Bärbel vor meinem geistigen Auge, wie sie von Hans in der Küche gefickt wurde. Mein Schwanz regte sich und ich wurde unheimlich geil dabei. Was war nur los mit mir? Konnte ich an nichts anderes mehr denken? Bärbel wollte doch nur als gute Nachbarin helfen. 'Jaja, helfen', ging mir durch den Kopf. 'Denk an die Fotos. Wobei nur helfen, war die Frage der Fragen. Die Geräusche wurden noch intensiver, das Klatschen schneller, aber bei meinen überdrehten Gedanken, hätte ich jedes Geräusch Bärbel und Hans zugeordnet. War das Fleischklopfen aus einer Küche und anstrengender Sport bei einem der anderen Nachbarn ... oder doch was anderes? Was hörte ich? Nicht wirklich eindeutig zuzuordnen. In meinem Kopf allerdings lag Bärbel gerade nackt auf dem Küchentresen von Hans. Scheiße!

Ich wusste es einfach nicht und war frustriert.

Wieder einmal wurde mir klar, dass ich mehr herausfinden musste. Naja, ich hatte die kopierten Sticks und das Buch ... vielleicht sollte ich da erst mal weitermachen. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und legte die Kamera neben mich.

'Die Kamera hat auch nicht geholfen. Mistteil. Aber wie wäre es denn mit mehreren kleineren Geräten? Spykameras? Die kann ich sicher auch bei Hans bei einem unserer Skatabende unterbringen - oder wenn ich mal wieder was für ihn reparieren darf. Endlich bin ich mal am Zug', so dachte ich damals zumindest.

Ich startete den PC, als ich ein sehr lautes, langgezogenes und gestöhntes "Jaaaaaaa!" von draußen vernahm. Das war eindeutig Bärbel ... Scheiße!

Damit war die Entscheidung final gefallen. Ich wollte mehr wissen ... und so machte ich mich auf die Suche nach passenden Spy-Kameras.

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