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Chapter 10
by
Emmchen2010
What's next?
Die Neue Lina
Lina stand völlig reglos da, ihren Kopf leicht gesenkt, während die Worte der Puppe in ihrem Kopf widerhallten. Ihr Verstand, der einst von Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen erfüllt war, war nun leer. Sie konnte kaum mehr als das Flüstern der Puppe hören, die in ihrer unheimlichen, monotonen Stimme das letzte Stück ihrer Identität zerschmetterte.
„Du bist nicht mehr Lina“, sagte die Puppe. „Lina ist tot. Sie hat niemals existiert.“
Die Worte hallten wie Glockenschläge in ihrem Kopf wider. Lina ist tot. Der Satz war endgültig, unwiderruflich. Ein kaltes, unaufhaltsames Gefühl breitete sich in ihrem Inneren aus. Sie wusste nicht mehr, wer Lina war, was Lina wollte, oder was Lina jemals gewesen sein könnte. Es war, als ob ein riesiges, dunkles Loch all ihre Erinnerungen und Gedanken verschluckt hatte. Nichts davon schien mehr von Bedeutung.
„Dein neuer Name“, fuhr die Puppe fort, ihre Stimme schneidend und klar, „ist Candy.“
Lina – oder vielmehr Candy – hob mechanisch den Kopf. Der Name fühlte sich fremd an, und doch war er jetzt das Einzige, was sie hatte. Candy. So war sie ab jetzt bekannt. Ihr alter Name war wie ein Echo aus einer vergangenen Zeit, etwas, das in den Tiefen ihres Geistes vergraben lag und keinen Platz mehr in der neuen Realität hatte.
„Wiederhole es“, befahl die Puppe.
„Ich heiße Candy“, sagte Candy mit leiser, monotoner Stimme. Die Worte kamen leicht über ihre Lippen, fast mühelos, als ob sie immer schon so geheißen hätte. Es gab keinen Widerstand mehr. Ihr Verstand hatte sich vollständig untergeordnet.
Der Mann, der die ganze Zeit ruhig beobachtet hatte, trat einen Schritt näher an sie heran. Sein Lächeln war kalt und siegessicher. „Gut, Candy. Von nun an wirst du das tun, wofür du bestimmt bist.“ Er ließ seine Hand über ihren Arm gleiten, als ob er sein neues „Eigentum“ überprüfte. „Deine einzige Aufgabe ist es, für mich zu arbeiten. Du wirst gehen, wann ich es sage, und du wirst tun, was ich befehle.“
Candys Augen waren leer, ihr Blick fixierte den Boden, während sie stumm nickte. Sie fühlte keinen Widerstand, keinen Wunsch, zu entkommen. Es war, als ob sie nicht einmal mehr die Fähigkeit besaß, etwas anderes zu wollen. Die Worte der Puppe und des Mannes waren ihre einzige Realität.
Die Puppe sprach erneut, diesmal mit einer sanfteren, aber umso eindringlicheren Stimme: „Du wirst jetzt gehen und tun, was notwendig ist. Du bist nichts anderes als eine Hure, und du wirst dich auf der Straße verkaufen. Jede Nacht, immer wieder, bis dein Körper und Verstand völlig in dieser neuen Rolle aufgehen.“
Candy nickte wieder, mechanisch, ohne einen Gedanken an das, was sie jetzt tun sollte. Es gab keine Zweifel mehr, keine Ängste. Alles war so klar, so einfach. Sie musste einfach nur gehorchen.
„Geh jetzt“, befahl der Mann schließlich, während er ihr die Tür des Zugabteils öffnete. „Es gibt da draußen Männer, die auf dich warten.“
Candy trat langsam vor, ihre Bewegungen wirkten geschmeidig und gleichgültig, als hätte sie schon immer gewusst, wohin sie gehörte. Der Zug war inzwischen in einem kleinen Bahnhof zum Stillstand gekommen. Es war eine einsame, verlassene Gegend, das letzte Stück der Stadt, in dem kaum jemand auf den ersten Blick hingeschaut hätte. Ein perfekter Ort für jemanden wie sie.
„Lass sie dich sehen“, sagte die Puppe leise, fast beruhigend. „Lass sie wissen, dass du nur für sie da bist.“
Candy trat aus dem Zug auf das kühle Kopfsteinpflaster des Bahnsteigs. Die Nachtluft war frisch, aber sie spürte keine Kälte. Ihr Blick wanderte durch die dunklen Straßen, bis sie schließlich einige Männer auf der anderen Straßenseite bemerkte. Sie waren wie Raubtiere, die nur darauf warteten, dass jemand wie sie auftauchte. Und Candy, mit ihrem neuen Namen und ihrer neuen Realität, war bereit, ihnen das zu geben, was sie suchten.
Sie setzte sich in Bewegung, und mit jedem Schritt spürte sie, wie das alte Leben, das sie einst geführt hatte, endgültig hinter ihr verblasste. Candy war jetzt auf der Straße, bereit, ihren neuen Zweck zu erfüllen.
What's next?
Eine Nacht voller Gefahren
Gefährlicher Heimweg, man weiß nie wer dort so auf einen lauert.
Melinda eine Studentin befindet sich nachts auf dem Heimweg, als ihr Leben eine neue Wendung nimmt.
Updated on Dec 3, 2025
by Emmchen2010
Created on Nov 30, 2025
by Emmchen2010
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