Chapter 32
by
daimon
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Simone lauscht und wartet (22. März)
Simone blieb alleine zurück. Sie fühlte sich, als würde sie in einer Pfütze liegen. Diverse Körpersäfte hatten das Bett völlig eingenässt. Etwas angewidert rappelte sie sich auf und blickte sich um. Sie brauchte dringend ein Badezimmer. Schließlich war ihr Auftrag noch lange nicht beendet. Kleidung und Handtasche waren noch im Salon der Suite. Sie fand weder eine Gelegenheit, um ihre Blase zu entleeren noch irgendetwas, um ihre Blöße zu bedecken. Ihr heutiger Kunde hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass ihre Anwesenheit bei dem Geschäftstermin, der soeben stattfand, nicht erwünscht war. Ihr blieb also nichts übrig, als hier zu bleiben und zu warten.
Irgendwann fand sie sich mit dem Ohr an der Tür wieder. Sie hörte die dumpfe Stimme ihres Auftraggebers:
„Das war so nicht abgemacht Herr Masud!“
„Die Umstände haben sich geändert, das müssen sie …“
Der Mann sprach leise, war kaum zu verstehen. Sein starker Akzent war ebenfalls nicht hilfreich.
„Gar nichts muss ich! Wissen sie eigentlich, mit wem sie sich hier anlegen?“
„Sie wollen mir wirklich drohen? Was ist mit unserer gemeinsamen Sache? Der Freiheit unseres Volkes?“
„Das ist ein Geschäftstermin, kein patriotisches Plauderstündchen!“
„Der Feind …“
„Wenn du nicht bald die Kohle herausrückst, wirst du merken, wer dein größter Feind ist.“
„Lassen sie uns doch …“
Eine weibliche Stimme. Sandra. Sie versuchte zu vermitteln.
„Bringen sie ihre Schlampe zur Räson! Ich verhandle nicht mit Weibern! Allah!“
Simone konnte die Flüche, die auf die Anrufung des Allmächtigen folgten, nicht verstehen.
Ihr Auftraggeber schien auf die Wünsche seines Geschäftspartners einzugehen und setzte die Unterhaltung auf Arabisch fort. Simone musste schmunzeln. Wenn der wüsste, dass Sandra neben fünf weiteren Sprachen auch des Arabischen mächtig war.
Simone setzte sich nachdenklich auf eine trockene Stelle des Bettlakens. Sie war eindeutig zu neugierig für dieses Gewerbe. Wer war ihr Auftraggeber? Wer der Gast? Worum ging es? Waffen? ****? Welche gemeinsame Sache?
Simone hatte ein ungutes Gefühl. Sie konnte sich dazu überwinden, für Geld mit irgendwelchen Männern zu schlafen, ihnen zu Willen zu sein. Keinesfalls wollte sie in illegale Machenschaften verwickelt werden. War der Geschäftspartner ein Terrorist auf Shoppingtour? Was …
Die Tür wurde geöffnet und einer der Ahmets blickte ins Schlafzimmer. Er nickte ihr zu. Sandra folgte der unausgesprochenen Aufforderung und erhob sich.
Mo saß nach wie vor auf seinem Sofa. Neben ihm ein ungesund dünner bärtiger Mann mit Ziegenbart und kleinen funkelnden Augen.
Diese Augen hatte er schockiert aufgerissen, als er sich einer nackten Frau gegenübersah.
Unter Ausstoßung eines arabischen Wortschwalles sprang er auf.
Ihr Auftraggeber fand das sichtlich komisch, denn er kicherte gackernd.
„Hätt sie wohl vorher einwickeln sollen, oder wie?“
„Was soll das? Was willst du mit dieser Schlampe?“
Der Mann tat entsetzt, doch selbst Simones noch nicht allzu große Erfahrung als Hure reichte aus, um zu erkennen, dass der dünne Wüstensohn verloren war. Seine Augen verrieten sein Interesse ebenso wie das Zelt in seiner Hose.
„Wenn ich sie ganz lieb bitte, bist du sicher nett zu unserem Gast . Nicht wahr, Simone Schätzchen?“
Die Angesprochene zögerte kurz. Der Typ war nun wirklich nicht ihr Typ.
Sandra warf ihr einen auffordernden Blick zu und nickte kaum merklich.
‚Na, wenigstens ist er nicht fett,‘ dachte Simone und setzte sich in Bewegung.
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Das Milieu hat viele Gesichter
Erlebnisse junger Dirnen
Mehrere Mädchen begeben sich mehr oder weniger freiwillig ins horizontale Gewerbe. Diese Geschichte ist ein genehmigter Spinoff von "Eine Karriere im Rotlichtbezirk" von Jarl66 https://chyoa.com/story/Eine-Karriere-im-Rotlichtbezirk.34775
Updated on Dec 14, 2025
by daimon
Created on Mar 16, 2021
by daimon
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