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Chapter 3 by Selenar Selenar

Hmmm.

Sitzenbleiben.

Ich bleibe auf der Couch sitzen und höre, wie Bella in der Küche hantiert. Gläser klirren, Wasser läuft, irgendwo schließt sich eine Schublade. Der Duft von Zitrone mischt sich mit dem warmen Geruch des Sommers, der durchs Fenster zieht.

Ich lehne mich zurück und lasse den Kopf sinken. Mein Herz schlägt etwas schneller, ohne dass ich genau weiß, warum. Vielleicht, weil ich sie eben so anders erlebt habe – ruhig, konzentriert, lebendig. Es ist seltsam, wie vertraut sie mir ist, und gleichzeitig sehe ich sie mit anderen Augen als früher.

Ich schüttle leicht den Kopf, versuche den Gedanken loszuwerden. Es ist nur Bella. Meine Tante. Sie war immer jemand, den man mochte, weil sie so offen und freundlich war. Nichts weiter.

Ich atme tief durch und richte mich etwas auf, starre auf einen Punkt an der Wand, einfach, um die Gedanken zu ordnen. Das Summen des Ventilators füllt die Stille, und irgendwo draußen ruft ein Vogel.

Wo bleibt sie?

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