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Chapter 59 by Redboom Redboom

Wie geht es weiter?

Auf zur Schule.

Leon schlurfte mit gesenktem Kopf zum Schulhof. Der zartrosa BH unter seinem T-Shirt fühlte sich fremd an, doch er gab ihm eine seltsame Sicherheit, auch wenn er das niemals zugeben würde. Seine Hände umklammerten die Riemen seines Rucksacks, während er versuchte, unsichtbar zu bleiben. Doch kaum betrat er den Schulhof, hörte er eine vertraute Stimme. „Leonie!“

Bevor er reagieren konnte, stürmte Kai auf ihn zu, groß, breit und mit einem breiten Grinsen. Ohne Vorwarnung schloss er Leon in seine starken Arme, hob ihn leicht vom Boden und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen – direkt vor den Augen der gaffenden Schülermenge. Leon erstarrte, sein Magen drehte sich um. Der Geschmack von Kais Aftershave und die raue Wärme seiner Lippen widerten ihn an, doch er wusste, dass er mitspielen musste, um seine Tarnung als „Leonie“ nicht auffliegen zu lassen. Er **** sich zu einem schiefen Lächeln, während sein Herz raste, und murmelte ein leises „Hey“.

Kai ließ ihn los, zwinkerte ihm zu und stolzierte davon, als hätte er gerade einen Preis gewonnen. Leon spürt die Blicke der anderen wie Nadelstiche. Tuscheln und Kichern schwebten durch die Luft, und er wusste genau, warum. Die Geschichte von gestern im Kino hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Jetzt klebte ihm der Ruf einer „Schlampe“ an, und er konnte nichts dagegen tun.

Im Klassenzimmer wurde es nicht besser. Als er sich auf seinen Platz neben Mira setzte, sah er, wie ein Mädchen mit langen blonden Haaren – eine von Kais Groupies – ihn anstarrte. Sie formte ihre Hand zu einer Faust, führte sie an ihren Mund und machte übertriebene, anzügliche Blowjob-Bewegungen mit Zunge und Lippen, begleitet von einem höhnischen Grinsen. Die anderen um sie herum lachten laut. Ein anderes Mädchen, mit piercings in der Lippe, zischte laut genug, dass es jeder hörte: „Wie zum Teufel konnte Kai sich nur in eine Hure wie sie verlieben?“

Leon senkte den Blick, seine Wangen brannten. Er wollte sich in seinem Stuhl verkriechen, unsichtbar werden. Der Schultag wurde zu einem Spießrutenlauf. In den Gängen wurde getuschelt, in der Pause zeigten Finger auf ihn, und in der Cafeteria hört er geflüsterte Beleidigungen. „Leonie, die Schlampe“, „Kai’s kleines Flittchen“ – die Worte schnitten wie Messer. Er hielt den Kopf gesenkt, sprach mit niemandem außer Mira, die ihn besorgt musterte, aber nichts sagte. Erst in der letzten Stunde, als sie nebeneinander im Chemiesaal saßen, beugte sich Mira zu ihm rüber. Ihre kupferroten Haare fielen ihr ins Gesicht, als sie flüsterte: „Stimmen die Gerüchte? Was ist gestern im Kino passiert?“

Leon schluckte hart, seine Kehle war wie zugeschnürt. Er konnte ihr nicht in die Augen sehen. „Ich... ich will nicht darüber reden“, murmelte er, peinlich berührt. Mira nickte langsam, ihre Miene weich, aber besorgt. Sie drängte ihn nicht weiter, und dafür war er dankbar.

Nach der Schule wollte Leon nur noch nach Hause, weg von diesem Albtraum. Doch als er den Schulhof überquerte, hört er schnelle Schritte hinter sich. „Hey, du Schlampe!“ Eine schrille Stimme durchschnitt die Luft. Er drehte sich um und sah sie – das Mädchen mit den langen dunklen Haaren, das scheinbar in Kai verliebt war. Ihre Augen funkeln vor Wut, ihre Fäuste waren geballt. „Finger weg von Kai, du Hure!“

Bevor Leon reagieren konnte, stürzt sie sich auf ihn. Sie packte ihn an den Schultern, ihre Nägel gruben sich in seine Haut. Leon versuchte, sie wegzudrücken, aber sie war größer, stärker, und ihre Wut machte sie unberechenbar. Sie schlug nach ihm, traf ihn an der Wange, und Leon taumelt zurück. Die Schülermenge, die sich um sie herum bildete, johlte und feuerte sie an. Leon spürte Panik in sich aufsteigen, doch er wollte sich nicht kampflos ergeben. Mit einem verzweifelten Manöver duckte er sich unter ihrem nächsten Schlag, packte sie am Kleid und zog.

„Was fällt dir …“ fauchte sie „...ein?“ Ihre Stimme erstickte, als sie erkannte, dass bei dem letzten Manöver ihre rechte Brust aus dem Kleid geflutscht war und jetzt für alle sichtbar in der Luft hing. Pfiffe gelten den Hof. „Titten!“ rief jemand aus der Menge.

Doch bevor es weiterging, schob sich ein Lehrer durch die Menge. „Genug!“ brüllte Herr Kessler, der Sportlehrer, und zog die beiden auseinander. Das Mädchen zog ihr Kleid zurecht, ihre dunklen Haare zerzaust, und warf Leon einen hasserfüllten Blick zu. „Das ist noch nicht vorbei“, zischte sie, bevor sie sich wegdrehen ließ. Leon stand da, atemlos, mit brennender Wange, wissend, dass dieser Tag alles nur noch viel schlimmer gemacht hatte.

Wie geht es weiter?

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