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Chapter 3 by SecretLab SecretLab

Traut sie sich jetzt in den Laden hinein oder wird sie wieder das Weite suchen?

Das Mädchen nimmt all ihren Mut zusammen

Mit Herzklopfen betrat Johanna den Salon, hatte all ihren Mut zusammengenommen. Die Frau hatte sie angesprochen, erwartete eine Reaktion. Testete sie womöglich auf diese Weise, ob sie nicht doch etwas feige war, um den aufregenden Laden zu betreten?

Diesmal nicht, dachte das Mädchen sich, diesmal mache ich keinen Rückzieher!

Neugierig sah sie sich die vielen sexy Kleider, Kostüme und sonstigen Spielsachen an, die auf elegante, unaufdringliche Weise überall die Auslage bildeten. Wirklich ein hübscher Salon, kein billiger Sexshop oder so, wie sie anfangs befürchtet hatte.

Sie wurde freundlich durch die rothaarige Dame empfangen, die sich als Madeleine vorstellte. Cooler Name. „Aber eigentlich heisse ich Irene“, flüsterte die Frau ihr augenzwinkernd zu. „Wie heisst du?“

„Johanna“ – wollte sie sagen. Aber warum sollte sie das? Wenn das ganze schon wie in einem Märchen ablief, dann musste sie auch ihren Namen anpassen. Zu jemand komplett anderen werden.

„Coco ist mein Name!“, sagte Johanna schließlich mit fester Stimme. Ja, ab jetzt war sie hier im Laden nur Coco. Und Coco war nicht Johanna.

„Süßer Name… Na, dann bist du Coco…!“ sagte die andere Frau geheimnisvoll. Madeleine aka Irene trug wieder ein elegantes, spitzenbesetztes und körperbetontes Kleid. Sehr transparent, so dass man verführerische Unterwäsche hindurch erspähen konnte. Die ältere Frau mag Ende Vierzig sein, angenehme Bräune, makellose Zähne, wunderschöne rote Lippen. Johanna aka Coco bewunderte diese Dame, wie gut sie sich gehalten hatte und wie hübsch sie war.

Madeleine führte sie nun herum und zeigte ihre verführerischen Strümpfe, Strapse, hauchdünne Spitzen-Negligés, Stringtangas, Bodystockings in den unterschiedlichsten Looks, Farben und Ausführungen. „Hier, das und dies würde dir sehr gut stehen, Coco. Und damit würdest du auch bezaubernd aussehen, den Männern gefällt so etwas auch sehr an Frauen.“ Und so weiter.

In der Tat alles sehr aufregend für das Mädchen, aber ihr Blick wanderte doch immer wieder zu der verheißungsvollen Auslage im Schaufenster. Auch Madeleine entging das nicht, bis sie schmunzelnd sagte. „Ich weiß natürlich genau, weshalb du da bist. Deine Augen leuchten ja geradezu. Willst du es mal anprobieren?“

Johanna erschrak. Anprobieren? Tatsächlich in die verruchte rote Gummisexwäsche schlüpfen? Auf keinen Fall. „Ähm, nur mal aus der Nähe anschauen und mal anfassen, wäre ausreichend.“, sagte sie mit heiserer Stimme. „Außerdem ist es für mich eh viel zu teuer“

„Papperlapp! Wegen der Bezahlung finden wir schon eine zufriedenstellende Lösung, glaub mir!“ Ohne Widerworte zuzulassen, verschwand sie in ihr Lager. „Geh mal in die Umkleidekabine und zieh dich schon mal aus. Bin gleich da!“

Völlig überrumpelt stand das brave Schulmädchen nun da. Sie könnte ja jetzt einfach den Laden verlassen, oder? Einfach gehen und das Thema ist erledigt. Nie wieder auftauchen. Das wäre das Einfachste. Zurück zu Ihren Schmökern und Wälzern in ihrem Schulmädchenzimmer.

Eine Minute später: sie stand furchtbar aufgeregt in der Umkleidekabine und streifte mit etwas Mühe ihre enge Jeans herunter. Zog ihr neues Top aus. Und betrachtete sich zweifelnd im Spiegel. Sie war keine zierliche Frau, aber auch kein Riese. Kleines Bäuchlein. Arsch und Busen waren üppig, leicht moppelig. Sie fand sich selbst furchtbar hässlich und eine fette Sau! Ihre Cousine meinte mit ehrlichgemeinter Überzeugung, sie sei eine wunderschöne junge Frau mit einer leichten Rubensfigur, nach der sich die Männer alle Finger schlecken würden. Johanna wurde rot bei dem Gedanken, dass sich ein Mann an ihr tatsächlich mal aufgeilen würde.

Vermutlich würde jetzt gleich die Ladenbesitzerin reinkommen und sie auslachen. Wie sie so dämlich dastand in ihrem schwarzen Schalen-BH und dem braven weißen Baumwollslip. Nervös wartete sie und wartete sie. Plötzlich ging mit einem Ruck der schützende Vorhang auf, so dass sie kurz erschrak. Madeleine hatte einen Karton und die roten langen Stiefel in der Hand, musterte sie sofort neugierig. Jedes Fettpölsterchen, jede Pore, die Ritzen und Falten in ihrem Höschen. Ihre Augen wanderten über die komplette Körperoberfläche wie ein Scanner am Flughafen.

Schwitzend ließ Johanna die ausführliche Musterung über sich ergehen, würde vermutlich gleich lachend nach Hause geschickt werden.

Stattdessen warme Worte der Frau. „Du bist eine wirklich wunderschöne, begehrenswerte junge Frau, Coco. Du hast ehrlicherweise absolut die richtige Figur für das rote Set aus dem Schaufenster. Diese ganz besondere Wäsche wird deine kleinen süßen Rundungen einfach perfekt zur Geltung bringen.“

Hoppla, das ging ja runter wie Öl bei dem Mädchen! Sehr geschmeichelt, spielte sie erstmals wirklich nur mit dem Gedanken, das verheißungsvolle Set doch tatsächlich mal anzulegen. Die ältere Frau war eine geschickte Verkäuferin und überredete sie kurzerhand.

„Na komm, nur mal kurz reinschlüpfen. Musst ja nicht gleich was kaufen oder so, Coco!“

Traut sich Johanna, die verruchte Wäsche endlich anzuziehen?

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