Chapter 51
by
Redboom
Wie geht es weiter?
Hofpause.
Als die Pause kam, war Leon noch immer vollkommen durcheinander. Er hatte gehofft, dass er einfach irgendwo alleine stehen und sich erholen konnte. Doch stattdessen wurde er von einer Gruppe Mädchen mitgezogen, die ihn offenbar sofort als „eine der ihren“ betrachteten.
Seine Banknachbarin, das rothaarige Mädchen, hatte sich als Mira vorgestellt. Sie schien nett zu sein und sein Geheimnis zu wahren, doch Leon hatte das Gefühl, dass sie ihn die ganze Zeit mit einem merkwürdigen Blick musterte.
„Also, Leonie“, begann eines der Mädchen, eine blonde Schönheit mit makelloser Haut. „Du bist neu hier, oder? Woher kommst du?“
Leon wusste, dass er lügen musste. „Äh… aus einer anderen Stadt. Meine **** ist umgezogen.“
Die Mädchen nickten. „Du hast echt Glück, Kai scheint sich für dich zu interessieren“, sagte eine brünette Schülerin mit einem schelmischen Grinsen.
„Ich… ähm…“
„Er ist total heiß“, fügte eine andere hinzu.
Leon spürte, wie ihm heiß wurde. „Ich… kenne ihn doch gar nicht.“
„Oh, das wirst du noch. Glaub mir“, kicherte eines der Mädchen.
Doch sein größtes Problem war ein anderes Mädchen aus der Gruppe. Ein Mädchen mit langen, dunklen Haaren, das ihn mit schmalen Augen anfunkelte.
Sie hatte kaum gesprochen – doch ihre Blicke sagten alles. Eifersucht.
Leon konnte es spüren. Sie war nicht glücklich darüber, dass Kai sich für ihn interessierte. Er seufzte innerlich. Dieser Tag konnte nicht schlimmer werden.
Die Unterhaltung drehte sich dann nur noch um Jungs, Make-up und Mode. Leon fühlte sich vollkommen fehl am Platz. Doch er musste mitspielen. Wenn er zu still war oder sich unbeteiligt zeigte, würde das Fragen aufwerfen. Also nickte er ab und zu, lächelte, gab ein paar unbedeutende Antworten.
Nur Mira blieb still und beobachtete ihn. Als die anderen Mädchen kurz abgelenkt waren, lehnte sie sich näher zu Leon.
„Keine Sorge. Ich sag nichts.“ sagte sie und grinste leicht.
Als der Schultag endlich vorbei war, war Leon erschöpft. Er hatte den ganzen Tag damit verbracht, seine Rolle als „Leonie“ zu spielen, sich peinlichen Momenten zu stellen und sich mit Lügen über Wasser zu halten.
Er war erleichtert, als er endlich nach Hause kam und die Haustür hinter sich schloss.
Er wollte nur noch in sein Zimmer, sich hinlegen und nachdenken. Doch als er den Flur entlangging, hörte er plötzlich eindeutige Geräusche aus Ellies Zimmer.
Stöhnen und auch das rhythmische Knarzen des Bettes.
Ein tiefer Männerlaut, ein leises Kichern von Ellie.
Leon blieb wie angewurzelt stehen, sein Gesicht wurde heiß. Er wusste, dass Ellie oft Männer mit nach Hause brachte, aber es so deutlich zu hören war… unangenehm.
Er drehte sich schnell um und ging in sein Zimmer, schloss die Tür hinter sich und ließ sich erschöpft aufs Bett fallen. Was für ein Tag.
Und morgen musste er weitermachen mit der Lüge.
Wie geht es weiter?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Die Mädchenschule für Jungen
In dieser Schule werden Jungen zu Mädchen ausgebildet.
Comments moved below the chapter.
Jump to comments
Comments