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Chapter 48
by
Redboom
Wie geht es weiter?
Leon in der Schule.
Leon betrat das Schulgelände mit einem mulmigen Gefühl im Magen. Das Gebäude war groß, aus grauem Beton mit großen Fenstern, die das Sonnenlicht einließen. Überall waren Schüler in kleinen Gruppen versammelt, lachend, plaudernd oder noch schnell ihre Hausaufgaben überfliegend. Niemand kannte ihn hier. Das war gut. Aber es bedeutete auch, dass er nicht wusste, was ihn erwartete.
Er sog die kühle Morgenluft ein und versuchte, seine Nervosität zu unterdrücken. Dann betrat er das Schulgebäude und suchte seinen Klassenraum. Der Stundenplan in seiner Hand war leicht zerknittert, weil er ihn unterwegs mehrmals zusammengefaltet hatte.
Raum 203. Mathe.
Mit gesenktem Kopf bahnte er sich einen Weg durch die Flure, bis er die richtige Tür fand. Tief durchatmend drückte er die Klinke hinunter und trat ein.
Die Gespräche im Klassenzimmer verstummten fast augenblicklich.
Leon spürte die neugierigen Blicke der anderen Schüler auf sich. Manche schauten nur kurz zu ihm, andere musterten ihn intensiver. Er wusste genau, worauf sie schauten. Sein Gesicht.
Sein Herz klopfte schneller. Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Fast alle Plätze waren schon besetzt, bis auf einen freien Stuhl neben einem Mädchen mit kurzen, kupferroten Haaren.
Er schluckte seine Unsicherheit herunter, ging zu ihr und räusperte sich leicht.
„Ist der Platz noch frei?“ fragte er leise.
Das Mädchen sah auf und musterte ihn mit großen, neugierigen Augen. Dann lächelte sie leicht.
„Ja, klar“, sagte sie und schob ihre Tasche ein Stück zur Seite.
Leon setzte sich und stellte sich zögerlich vor. „Ich… ähm, ich bin Leon.“
Das Mädchen zog überrascht die Augenbrauen hoch. „Oh! Also… du bist ein Junge?“
Er spürte, wie ihm plötzlich heiß wurde. Es war ihm unangenehm, jedes Mal darauf angesprochen zu werden, aber er konnte es ihr nicht verübeln. Also nickte er nur knapp.
Zu seiner Überraschung grinste sie. „Cool! Ich finde es super, dass du dich traust, Make-up zu tragen. Die meisten Jungs hätten nicht den Mut dazu.“
Leon sagte nichts dazu. Er wollte nicht erklären, dass es gar nicht seine Wahl war. Stattdessen senkte er den Blick, öffnete seinen Rucksack und begann, seine Schulsachen herauszuholen.
Doch bevor er weitermachen konnte, spürte er plötzlich eine Präsenz direkt neben sich.
Wer ist es?
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Die Mädchenschule für Jungen
In dieser Schule werden Jungen zu Mädchen ausgebildet.
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