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Chapter 89 by gha93 gha93

Wer ist an der Tür?

Die Nachbarn

"Ach Scheiße!", fluchte ich genervt.
"Hey, ist doch nicht schlimm", versuchte Jennifer mich zu beruhigen. "Wir müssen ja nicht aufmachen."

Während sie das sagte, berührten ihre Lippen ganz sanft meine Eichel.

Vor Erregung zitternd stöhnte ich leise.

"Wir könnten einfach hier bleiben und es uns gut gehen lassen. Willst du mir vielleicht was befehlen?"

Beim letzten Satz leuchteten ihre Augen auf.

Dann fügte sie fast flehend hinzu: "Sag mir, was ich tun soll, Tom", und küsste meine Eichel.

Wieder klingelte es. Zweimal sogar.

"Fuck!", fluchte ich diesmal etwas lauter.

Ich richtete mich auf und fuhr mir mit den Händen durchs Gesicht.

"Okay, okay. Ich gehe schnell runter und regle das, und dann machen wir hier weiter, okay?"

Jennifer schmollte kurz. Dann nickte sie zustimmend.

Schnell zog ich mir frische Shorts an und eilte zur Haustür.

Kurz bevor ich sie erreicht hatte, klingelte es wieder.

Drei ... Mal.

Ich holte tief Luft und öffnete die Tür.


Vor mir stand eine Frau, Mitte bis Ende dreißig, die mich mit ihren grünen Augen finster ansah. Ihr hellbraunes, schulterlanges Haar trug sie offen.

Sie wirkte streng und nicht sehr freundlich.

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Ein paar Meter hinter ihr, auf dem kleinen Weg, der zum Gartentor führte, wartete ein Junge, mit einem jämmerlichen Gesichtsausdruck.

Er war etwa so alt wie Ben, aber mindestens einen Kopf kleiner, hatte kurze schwarze Haare und trug eine Brille.

Man sah ihm an, dass er nicht hier sein wollte.

Sowohl die Frau als auch der Junge kamen mir bekannt vor. Irgendwo hatte ich sie schon einmal gesehen, aber ich wusste nicht, wo.

"Wie kann ich Ihnen helfen?"
"Ist Pia da?", fragte die Frau in pampigem Ton und blickte dabei abschätzig an mir herab. "Ich muss mit ihr sprechen ... sofort!"
"Pia? Nein, die ist gerade unterwegs", antwortete ich ruhig. "Kann ich Ihnen vielleicht helfen?"

Die Frau verzog unzufrieden die Lippen und überlegte. Dann, gerade, als sie etwas sagen wollte, kam Jennifer die Treppe herunter. Sie hatte sich eines meiner T-Shirts angezogen und ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden.

"Ah, Jennifer", sagte die Frau abfällig. "Du hast also doch etwas zum Anziehen ..."

Jennifers Augen wurden groß.

"F... Frau Müller!", rief sie erschrocken. "W... was wollen Sie denn hier?"
"Was ich hier will?", fragte Frau Müller kopfschüttelnd. "Ich habe gerade meinen Sohn hier ..."

Sie deutete auf den Jungen im Vorgarten.

"... dabei erwischt, wie er euch beobachtet hat."
"Beobachtet?", fragte Jennifer unsicher.
"Ja", antwortete die Frau kühl. "Und dabei hat er ... hat er ..."

Sie schnaubte genervt.

"... an sich herumgespielt und euch gefilmt."

Jennifer schlug sich die Hand vor den Mund, während sich der Kopf des Jungen puterrot färbte.

Jetzt erinnerte ich mich wieder. Das war Frau Müller von gegenüber. Sie wohnte mit ihrem Mann und ihrem Sohn in dem Haus auf der anderen Straßenseite. Der Junge ging, soweit ich wusste, auch auf Bens Schule.

Dann hatte uns also nicht ihr Mann, sondern ihr Sohn beobachtet ...

"Oh mein Gott. Ich ..."
"Ich bin noch nicht fertig!", zischte Frau Müller Jennifer an. "Natürlich habe ich sofort sein Handy konfisziert. Aber als ich die Aufnahme löschen wollte, habe ich gesehen, dass da noch unzählige andere Videos drauf waren."

Jennifer schluckte nervös, aber Frau Müller hatte gerade erst angefangen.

Wütend fauchte sie Jennifer an:

"Haben euch eure Mütter keinen Anstand beigebracht? Euch so zu benehmen? Bei offenem Fenster? Das ist widerlich! Das hier ist eine gute Gegend. Wenn ihr schon eure Finger nicht voneinander lassen könnt, macht wenigstens die Rollos runter oder zieht die Vorhänge zu. Und wenn ihr mal nicht übereinander herfallt, wäre es schön, wenn ihr euch was anziehen würdet. Dann würdet ihr meinen Jungen auch nicht auf falsche Gedanken bringen."
"I... ich ..."
"Ich verlange, dass du deiner Mutter sagst, dass sie sich bei mir melden soll, wenn sie wieder da ist. Dann werde ich ihr mal erzählen, was du so tust, wenn ..."
"Stopp!"

Die Tirade der Nachbarin endete sofort.

"Sie halten jetzt mal für einen Moment die Klappe. Wir gehen jetzt rein. Ihr Sohn kommt auch mit. Und dann unterhalten wir uns nochmal ganz ruhig."

Damit drehte ich mich um, nahm Jennifer an der Hand und führte sie ins Wohnzimmer.

"Alles okay bei dir?", fragte ich sie, während wir den Flur entlang liefen.
"Ja ", sagte sie und gab mir einen Kuss. "Ich war nur kurz überrumpelt. Frau Müller war schon immer etwas furchteinflößend. Auch ohne, dass sie von all dem hier wusste. Aber jetzt ist wieder alles gut."

Sie biss sich auf die Unterlippe.

"Hast du was Bestimmtes vor?"

Ich lächelte sie an.

"Lass dich überraschen."

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