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Chapter 5
What's next?
Viel gutes Fleisch
Die Kriegerin und der Drache standen sich gegenüber, bereit, jederzeit zuzuschlagen. Sie taxierten sich, lasen die Haltung und Bewegungen des Gegners. Beide waren kampferprobt. Es würde keinen einfachen Sieg geben.
„Komm her und mach keine leeren Versprechungen", versuchte Katharina das Untier zu reizen.
Sie hatte gehofft, er würde überhastet anzugreifen und sich eine Blöße in seiner Verteidigung geben. Aber der Drache tat ihr nicht den Gefallen, in ihre Falle zu tappen. Wie eine gewaltige Katze schlich er sich bedächtig an sie heran, nahm Maß, schnappte mehrmals wie zur Probe nach ihr, brachte sich aber immer wieder rasch aus der Reichweite ihrer Klinge, wenn diese schnell wie eine Viper nach ihm zuckte. Minutenlang umkreisten sich die Widersacher, tauschten ****, Parade und Gegenangriff aus.
Er war trotz seiner Größe höllisch flink und beweglich. Plötzlich warf er sich nach vorne. Katharina sah die einmalige Chance. Sie stach nach seinem empfindlichen Auge, um einen schmerzhaften Treffer zu landen oder ihn mit etwas Glück sogar zu blenden. Doch es war eine Finte. Ein harter Schlag seiner Tatze gegen ihr ausgestrecktes Handgelenk prellte ihr die Waffe aus den Händen. Noch während sie rückwärts stolperte, raubte ihr ein Schwanzhieb gegen ihre Beine das Gleichgewicht.
Sie ging zu Boden. Sofort war der Drache über ihr und blies ihr seinen heißen Atem ins Gesicht. Ein schwerer Hinterfuß auf ihrem Bauch nagelte sie am Boden fest. Sie riss mit aller Macht an der Pranke, strampelte mit den Beinen, um sich zu befreien. Vergeblich. Sie knirschte vor Frustration mit den Zähnen. Aufgeben war aber keine Option. Schweiß rann ihr in die Augen und vermischte sich mit den Tränen aus Wut und Verzweiflung, die ihre Sicht verschwimmen ließen.
Zwei kräftige Pranken zogen an ihrem Helm, bis sie dachte, dass er ihr den Kopf abreißen wolle. Dann endlich gaben die Lederschnallen nach und mit einem lauten Plopp flog der Helm davon. Die Fülle ihrer rotblonden Haare breitete sich aus.
„Ein Menschenweibchen?", Erstaunen klang aus der Stimme des Drachen.
Beinahe hastig machte er sich daran, die restlichen Teile ihrer Rüstung zu lösen, indem er die Lederbänder mit seinen diamantscharfen Krallen durchtrennte, und schälte sie aus dem Panzer wie einen Hummer. Als auch die gepolsterte Unterkleidung in Fetzen gegangen war, lag sie völlig nackt unter ihm.
„Ah!", hauchte er bewundernd, „du bist viel reifer als die jungen Küken, die man mir in den letzten Jahren vorsetzte. Und", ergänzte er nach einem tastenden Zwicken in ihren Bizeps, „du hast viel mehr gutes Fleisch an dir."
Katharina hatte den Eindruck, dass ihm das Wasser im Maul zusammenliefe. Dann zuckte die gespaltene Zunge vor. Ekel wallte in ihr auf, als das dicke Organ heiß und feucht ihren Hals berührte. Der Drache leckte ihre Haut, umspielte mit der Zunge spielerisch ihre Brüste und fuhr dann an ihrer Flanke entlang zu den Oberschenkeln. Ein Schrei der Empörung entfuhr Katharina, als die bewegliche Zungenspitze dort eindrang, wo noch nie zuvor ein anderes Lebewesen sie berührt hatte.
Der Drache summte zufrieden, als er sich wieder aufrichtete: „Ah! Eine echte Jungfrau!"
„Natürlich, du unwissendes Biest", dachte sie still, „jeder Ritter der leuchtenden Flamme muss absolute Enthaltsamkeit geloben, wenn er dem Orden beitritt."
Laut aber sagte sie: „Selbstverständlich, mächtiger Drache. Trotzdem denke ich, dass ich dir etwas bieten kann, was du von den unerfahrenen jungen Dingern, die man dir zuführt, nie bekommen könntest."
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Drachenhöhle
Rettet die Jungfrau!
Katharina hatte noch nicht oft gegen echte Drachen gekämpft. Sie konnte das bedauernswerte Mädchen erkennen, das an einen schwarzen Pfahl gekettet war. Dahinter gähnte im Felshang eine dunkle Kluft, offenbar der Eingang in die Höhle des Drachen. Sie war also noch rechtzeitig eingetroffen, Gott sei Dank.
Updated on Dec 20, 2023
Created on Dec 10, 2023
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