Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 31

What's next?

Heinrich wird misstrauisch

Leise Schritte und das kaum hörbare Rascheln eines seidenen Kleides zeigten Heinrich an, dass sich eine Dame näherte. Doch auf das Bild, das sich ihm bot, war er nicht vorbereitet.

In der Tür erschien Prinzessin Laureana in ihrer ganzen strahlenden Schönheit. Es verschlug ihm die Sprache. Da stand die lange Gesuchte. Er wollte ihr entgegenfliegen, sie in seine Arme nehmen und aus dieser finsteren Festung führen.

Dann setzte sein Verstand ein. Misstrauisch kniff er die Augen zusammen. Dies konnte nicht wahr sein, so leicht würde Valyna es ihnen nicht machen. Er witterte geradezu die Falle.

So offensichtlich war der Fehler, den die Betrügerin gemacht hatte, dass er beinahe laut auflachte. Schließlich hatte er gesehen, in welchen schrecklichen Zustand Laureana durch die Haft versetzt worden war. Dagegen stand vor ihm das Bild einer Prinzessin wie aus seinen schönsten Träumen. Das goldgelbe Kleid umschmeichelte ihren zarten Leib. Ihr Haar war perfekt gerichtet. Ihre Haut rein und weiß, auf den Wangen schimmerte ein Hauch von Rouge. Lieblicher Rosenduft umwehte sie. Diese adrette Erscheinung konnte nicht real sein.

Er wusste schließlich aus leidvoller Erfahrung, dass die Zauberin die Gestalt anderer täuschend echt nachahmen konnte. Reue und Wut überkam ihn, als er an den ersten Fluchtversuch dachte. Da hatte er geglaubt, Laureana aus dem Turm zu bringen, doch die Hexe hatte ihn genarrt und verführt. Zweimal würde er ihr nicht auf den Leim gehen. Für wie einfältig hielt sie ihn eigentlich?

Ihre zur Schau getragene Überraschung und Freude machte ihn nur noch wütender. Aber er nahm sich zusammen und würde die Scharade mitspielen. Augenscheinlich hielt sie dies für eine Art Rollenspiel. Also würde er so tun, als ob er auf die Verkleidung hereinfiele, ganz im Sinne seines Schwurs, alles zu tun, was ihr Freude bereitete. Er setzte eine Miene auf, die nichts als Glück und Erleichterung erkennen ließ.

„Laureana, mein Augenstern! Endlich sehe ich dich wieder!"

Er breite die Arme aus und die junge Dame warf sich ihm entgegen. Sie umarmten und küssten sich, doch Laureana gewann den Eindruck, dass etwas nicht stimmte, weil ihr Prinz sich unerwartet zurückhielt. Sie trat auf Armeslänge von ihm weg und musterte ihn.

„Ach, mein Armer! Verzeih mir. Ich überfalle dich, ohne darauf zu achten, in welchem Zustand du bist. Du musst Schmerzen haben."

„Nein, mein Liebes, es sind nur ein paar Kratzer, kaum der Rede wert."

What's next?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)