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Chapter 18
What's next?
Anna fährt mich ins Gewerbegebiet
Kaum haben wir den Parkplatz verlassen, verlangt Anna: "Bevor ich dich nach Hause bringe, möchte ich noch meine 200 Euro von dir!"
Sofort fühle ich mich unwohl und ich versuche, ihr meine Situation zu erklären: "Nun, das ist so, dass ich die 200 Euro mitgebracht hatte. Allerdings hatte ich gerade einmal genügend Geld dabei, dass es ausreicht, um dich zu bezahlen und mit dem Bus hin und zurück zu fahren. Nachdem ich jetzt allerdings das Kino und das Essen bezahlen musste, fehlen davon schon etwa 60 Euro."
Ungehalten stellt Anna daraufhin fest: "Deine Probleme interessieren mich nicht! Ich will einfach nur mein Geld! Da ich aber kein Unmensch bin, halte ich einfach am nächsten Geldautomaten und du holst mir meine Kohle."
Jetzt wird mir schon richtig schlecht, denn ich muss mich erneut Anna offenbaren: "Das bringt leider auch nichts. Mein Konto ist schon bis zum Limit überzogen, ich werde dort kein Geld mehr bekommen. Und auch Zuhause habe ich nichts mehr, was ich dir anbieten könnte."
Sofort verfinstert sich Annas Gesichtsausdruck und sie faucht mich sauer an: "Und jetzt? Soll ich etwa einfach aus Großherzigkeit auf meine 60 Euro verzichten!?"
Verschämt schaue ich auf meine Füße und versuche, einen Ausweg für mich zu finden. Kleinlaut biete ich Anna an: "Ich besorge dir das restliche Geld so schnell wie möglich. Bitte gib mir nur noch ein paar Tage Zeit."
Doch das Miststück ist kein bisschen kompromissbereit und meint nur: "Nein, so lange will ich nicht mehr warten. Ich will jetzt sofort, was mir rechtmäßig zusteht! Woher willst du das Geld heute Nacht bekommen?"
**** überlege ich, was ich Anna anbieten könnte und zähle ein paar Ideen auf, von denen ich selbst weiß, dass sie völlig unrealistisch sind. Keine stellt sie zufrieden.
Auf einmal wirkt Anna sehr nachdenklich und erklärt: "Gut, ich verstehe dein Problem. Aber ich kann dich auch nicht einfach so davon kommenlassen, sonst wirst du in Zukunft jede meiner Regeln in Frage stellen. Daher wirst du mir jetzt dabei helfen, das restliche Geld zu beschaffen."
Erleichtert darüber, doch noch einen Ausweg von Anna angeboten zu bekommen, stimme ich natürlich sofort zu. Genauer nachzufragen, wie sie mitten in der Nacht an Geld kommen will, wage ich nicht, um sie nicht noch mehr zu verärgern. Ich hoffe nur, dass es nichts Illegales sein wird, das sie von mir verlangt.
Sie setzt den Blinker, biegt ab und ich registriere, dass wir nicht mehr auf dem Weg zu meiner Wohnung sind. Stattdessen nähern wir uns geschwind dem Stadtrand. Bald fahren wir eine breite Straße am Rande eines nächtlich verlassen daliegenden Industriegebiets entlang.
Hier geht Anna vom Gas und wir rollen einigermaßen gemächlich über den Asphalt. Unter den in regelmäßigen Abständen stehenden Straßenlaternen haben sich Frauen postiert, manche allein, andere zu zweit oder zu dritt. Alle der am Straßenrand wartenden tragen ziemlich provokante Kleidung. Jedoch stelle ich mit einigem Missvergnügen fest, dass sie immer noch mehr am Leib haben, als ich.
Die meisten der Frauen schauen uns interessiert entgegen, wenn sich das teure Auto nähert. Sobald sie jedoch identifizieren, dass die zwei Insassen weiblich sind, wenden sie sich gleichgültig ab. Einige schimpfen sogar, wenn sie beim Vorbeifahren meine Aufmachung erfassen, oder zeigen uns rüde Gesten. Ich kann mir keinen Reim darauf machen, weshalb sie so unfreundlich sind, und beginne, mich zunehmend unbehaglich zu fühlen.
„Können wir schnell weiterfahren? Ich glaube, wir sind hier nicht willkommen“, schlage ich Anna bedrückt vor. Die aber scheint sich prächtig zu amüsieren.
„Warum denn? Hier sind wir genau richtig. Und aus den Reaktionen spricht nur der blanke Neid. Die durchschauen nämlich, was für eine außergewöhnliche Schlampe du bist. Und weil sie Profis sind, erkennen sie sofort die Konkurrenz in dir.“
Nun dämmert mir, welcher Profession die Bordsteinschwalben hier nachgehen. Aber das hat doch nichts mit mir zu tun. Oder? Die Erkenntnis trifft mich wie ein Schlag. Mir wird tatsächlich übel und ich habe das Gefühl, ich müsse mir gleich ins nicht vorhandene Höschen machen.
„Bitte, alles, nur nicht das. Ich bin doch keine Nutte“, bettele ich.
Annas Laune bessert sich dagegen immer weiter. Sie strahlt richtiggehend übers ganze Gesicht.
„Warum ziehst du dich dann wie eine Nutte an, wenn du keine sein willst?“
Diese Frage ist natürlich eine Frechheit, weil sie ganz genau weiß, dass ich mir diese aufreizenden Klamotten nicht selbst ausgesucht habe. Geschweige denn, dass mein Rock nur deshalb kaum meinen Hintern bedeckt und immer wieder hochrutscht, um unangemessene Einblicke zu gewähren, weil sie ihn viel zu kurz abgeschnitten hat. Doch bin ich zu sehr eingeschüchtert, um ihr Widerworte zu geben. Mit dem Instinkt der Jägerin erkennt sie, dass sie mich schwer getroffen hat, und setzt sofort einen drauf.
„Woher willst du denn wissen, was ich vorhabe? Vielleicht suche ich hier einen Käufer für die Fotos und Videos, die ich von Mia und dir habe. Bilder von versauten jungen Dingern bringen ziemlich viel Geld. Damit sind deine Schulden bei mir allemal abbezahlt. Mir der modernen Technik von heute kann man das ganz toll zusammenschneiden. Dann sieht es aus, als ob Mia sich von Tom ficken lässt. Insbesondere ein Filmchen, in dem sie es sich in ihrem rosa Prinzesschen-Zimmer mit dem Einhorn selbst besorgt, wäre bestimmt der Renner. Damit würde deine hübsche Tochter ein richtiger Pornostar im Internet. Und auch ihr Ruhm in der Schule würde rasant steigen. Ich weiß nämlich aus sicherer Quelle, dass nicht wenige der Jungs in unserer Klasse sich regelmäßig solchen Schweinkram herunterladen und sich beim Anschauen einen runterholen. Und ich würde sogar vermuten, dass auch Lehrer unter den Zuschauern sind. Die süße Mia als der feuchte Traum und Wichsobjekt der ganzen männlichen Belegschaft unserer erhabenen Bildungsanstalt. Das wäre doch was!“
Längst halte ich mir die Ohren zu und kneife die Augen zusammen. „Hör auf, hör auf, hör auf“, schreie ich so laut, dass es auch die Umstehenden hören und erstaunt oder neugierig in unsere Richtung schauen. Die Vorstellung dessen, was meine Peinigerin beschreibt, ist der wahre Horror. So etwas darf nie Realität werden.
„Ich tu’s“, murmele ich kaum hörbar.
Anna genießt ihren Sieg aber viel zu sehr, um sich mit dieser simplen Kapitulation zu begnügen. Sie hakt nach. „Was genau tust du?“
Ich schlucke schwer und räuspere mich mehrmals, ehe ich in der Lage bin, ihr zu antworten.
„Ich gehe für dich auf den Strich, um das fehlende Geld zu beschaffen. Lass mich einfach aussteigen.“
„Aber nein, das bringt so doch nichts. Unter all den Professionellen hier würdest du untergehen und garantiert keine Kunden abkriegen. Wenn dich die liebe Konkurrenz nicht ohnehin sofort verprügelt und davonjagt. Die Reviere sind nämlich längst verteilt und in fester Hand. Was du brauchst, ist ein Vertriebsprofi, der dich richtig vermarktet. Und glücklicherweise hast du ja mich. Lass mich nur machen.“
Sie beschleunigt ein wenig, bis wir die Damen am Straßenrand hinter uns gelassen haben, dann wird sie wieder langsamer. Als uns ein Wagen entgegenkommt, gibt sie ihm mit der Lichthupe Zeichen und die beiden Autos halten einfach mitten auf der Straße nebeneinander. In dem anderen Fahrzeug sitzen zwei Personen, die ich im schwachen Licht nicht näher erkennen kann.
Die Fenster auf den Fahrerseiten werden heruntergelassen und Anna unterhält sich mit den Unbekannten über den kurzen Abstand hinweg. Ich bekomme nur Wortfetzen mit, kann mir aber lebhaft ausmalen, worüber sie sprechen. Die eine Stimme, die die Verhandlungen führt, ist ein tiefer Bariton. Die andere mischt sich nur selten ein und klingt deutlich höher, irgendwie aufgeregt, als ob sie sich beinahe überschlägt.
Offenbar wird Anna mit den beiden einig, denn als deren Wagen wieder anrollt, wendet sie und fährt ihnen nach. In einer unbelebten Seitenstraße halten sie an. Wir parken mit einigem Abstand dahinter.
„Du wartest hier, bis ich dir Zeichen gebe, dass du nachkommen sollst. Klar?“, weist mich Anna an. Ich nicke nur stumm. Ein dicker Kloß steckt in meinem Hals.
Meine Fahrerin steigt aus und geht mit wiegenden Schritten auf die Insassen des anderen Fahrzeugs zu. Ich sehe ihr nach und gestehe mir schuldbewusst ein, dass ich ihr selbstbewusstes Auftreten bewundere und gerne auch ein bisschen wie sie wäre. Ihr Gang ist unheimlich lasziv und nahezu hypnotisierend. Mit solch einer Ausstrahlung kann man nur erfolgreich sein. Wobei das Miststück natürlich auch im Gegensatz zu mir die passende weibliche Ausstattung hat. Mutter Natur ist schlechterdings unfair.
Ihre Gesprächspartner warten auf dem Gehweg auf sie. Der eine ist groß und stämmig, hat einen dunklen Teint und dichten schwarzen Vollbart. Seine Haare sind dagegen so kurz rasiert, dass es fast wirkt, als habe er eine Glatze, wodurch ich sein Alter nur schwer schätzen könnte. Er hat ein schwarzes T-Shirt an, das in einer schwarzen Jogginghose mit weißen Streifen an den Seiten steckt.
Der andere reicht an Größe dem ersten nur bis zur Schulter und trägt sein mittellanges dunkles Haar nach hinten gegelt. Sein schlabbriges, gemustertes Hemd hängt lose über den Hosenbund und verbirgt seine Statur, die ziemlich schmächtig zu sein scheint. Ich vermute, dass er Anfang zwanzig sein dürfte.
Anna unterhält sich mit dem ungleichen Paar. Dann wechseln einige Geldscheine den Besitzer und sie winkt mir zu. Ich nehme das als mein Zeichen, verlasse den Wagen und folge ihr.
Während ich mich der kleinen Gruppe nähere, schauen mir die beiden Männer interessiert entgegen. Überrascht runzelt der kleinere die Stirn und wendet sich Anna zu. „Ist das etwa eine Transe? Ich habe mich schon gewundert, dass sie so billig ist.“
Obwohl mir die ganze Situation höchst unwillkommen und zudem maßlos peinlich ist, versetzt mir seine Bemerkung doch einen schmerzhaften Stich. Ja, ich weiß, dass ich flach wie ein Brett bin, aber deswegen mit einem Mann verwechselt zu werden, verletzt mich doch. Und als billig bezeichnet zu werden, ist ein erneuter Tiefschlag für mein ohnehin schon am Boden liegendes Selbstwertgefühl.
„Nein, nein, keine Sorge“, beruhigt ihn meine Managerin. Dann dreht sie sich zu mir und ruft: „Schatz, sei doch so gut und zeige unseren Kunden, dass du eine richtige Frau bist.“
Ich bin verunsichert, wie ich das hinkriegen soll. Mein Hemd auszuziehen, dürfte in dieser Hinsicht kaum hilfreich sein. Mit aller Überwindung, zu der ich mich zwingen kann, raffe ich den Rock, beziehungsweise dessen traurigen Rest nach oben, so dass er beinahe wie ein Gürtel um meine Hüften liegt, und biete mich von dort abwärts völlig nackt dar. Als sie meine glattrasierte Muschi sehen können, breitet sich ein erwartungsvolles Grinsen auf beiden Gesichtern aus.
So widersinnig es auch scheint, ermutigt mich diese positive Reaktion und ich gehe weiter. Unwillkürlich versuche ich, Annas wiegenden Gang nachzuahmen, bin mir aber schmerzlich bewusst, dass es mir nur sehr unzureichend gelingt.
What's next?
Die Mobberin meiner Tochter
Was tut eine Mutter, damit ihr Tochter nicht mehr gemobbt wird?
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