What's next?

Verlautbarung und Abreise

Chapter 40 by Geilspecht99 Geilspecht99

James erwachte beim ersten Hahnenschrei. Er wollte sich an seine Freundin kuscheln, doch der Platz an seiner Seite war verwaist. Von dieser traurigen Tatsache verstimmt, öffnete er widerwillig die Augen und fand Vicky am Schreibtisch sitzend. Er konnte zwar nur ihre Rückansicht sehen, aber seine Stimmung besserte sich augenblicklich. Als er sich aufmachte und leise an seine Freundin heranschlich, konnte er feststellen, dass Dagobert und Thea noch schliefen. Um sie nicht zu erschrecken, berührte er sie vorsichtig am Hals, ehe er sie umarmte und sie sich liebevoll begrüßten. Vicky war wacher als er und hatte eine Menge des teuren Papiers verbraucht. Sie war schon dabei die Hochzeit zu organisieren, hatte Gästelisten erstellt, sich das Menü überlegt und Gedanken zum Ablauf gemacht. Und all dies wollte sie auf der Stelle James erklären. Er war zwar noch nicht ganz munter, aber schnell wurde ihm klar, dass er einerseits nur in wenigen Punkten ein echtes Mitspracherecht hatte und andererseits mit den Plänen mehr als nur einverstanden war. Die Begeisterung, mit der Vicky sprach, machte nicht nur Widerstand unmöglich, sie riss ihn sogar zunehmend mit. Er selbst hätte es zwar nicht so eilig gehabt, aber so würden sie schon in ein paar Wochen heiraten und die Gästeliste war derart gewählt, dass sie ein Fest feiern könnten, ohne allzu viel Wert auf die Etikette legen zu müssen. Die gemeinsame Euphorie ließ sie immer lauter werden - Dagobert erwachte als letzter.

Thea war schon länger wach und beobachtete das Pärchen, wobei sie sich an Dagoberts Brust gekuschelt hatte. Sie begrüßte ihn mit einem Kuss auf die Wange, mehr wollte oder konnte sie ihm nicht schenken, was sie aber nicht davon abhielt, sich noch enger an ihn zu schmiegen. Sie deutete ihm leise zu bleiben und so verfolgten sie amüsiert die Hochzeitspläne des Herrscherpärchens von Glimmerwein. So ging das eine Weile dahin, dann kamen Vicky und James auf das Thema Trauzeugen und Paten zu sprechen. Dagobert hatte ja bereits zugesagt, aber Vicky war noch nicht gefragt worden.
“Ich hätte gerne Thea als Trauzeugin.”
“Ich finde sie ist noch zu jung und als Trauzeugen empfehlen sich Personen von Stand.”
“Aber ich kenne niemanden, der in Frage kommt. Oder soll ich Gerolf fragen?”
”Ich würde für Miranda plädieren. Ich weiß, ihr hattet eure Probleme, aber man kann sich auf sie verlassen und ich möchte sie unbedingt als Patin für unsere Kinder, weil ich mir niemanden besseren dafür vorstellen kann.“

Vicky dachte nach, fand aber keine echten Gegenargumente.
“Du hast ja recht, aber dann müsste ich sie beknien, damit sie einwilligt.“
“Wenn du willst, kann ich vorher mit ihr reden.”
“Das wäre toll mein Schatz.”
“Und damit Vicky nicht leer ausgeht, machen wir sie zur Brautjungfer. Das passt ohnehin besser zu ihr.”
“Das ist eine großartige Idee. Ich werde sie gleich fragen, sobald sie aufwacht.”
“Ich bin dabei”, rief Thea von hinten und die Sache war beschlossen.

Sie gingen hinab zum Frühstück, wo sich sogleich Miranda und Theodan, Rondriane und Reinbrecht zu ihnen gesellten, um die Details des missglückten Attentats zu erfahren. Nach dem Ende der Schilderungen bestand für die Anwesenden die Hoffnung, dass sie damit das letzte unbekannte Mitglied dieser namenlosen Verschwörung ausgeschaltet hatten. Wie auf ein stummes Signal stand James auf und sprach mit einem der Kellner, welcher dann rasch verschwand. Eine Minute später kam er mit gefüllten Sektgläsern zurück, die er den überraschten Anwesenden in die Hände drückte. Vicky hatte sich gleich das erste Glas genommen und als alle versorgt waren, brachte sie ihre Sektflöte mit einem Löffel zum Klingen und James begann an ihrer Seite seine launige Rede.

“Meine Lieben Freunde, ich wollte eigentlich demnächst meine liebste Vicky zur Frau nehmen, aber dadurch, dass wir jetzt ja beide so weit aufgestiegen sind, muss dem noch der Kaiser zustimmen." Bevor das Gemurmel überhand nahm, setzte er fort:
“Wir haben die Erlaubnis seiner Hoheit gestern erhalten, wir wollen demnächst heiraten und wir würden es euch ewig nachtragen, wenn ihr nicht mit uns feiert. Ein Hoch auf meine wunderbare Braut!”

“Auf die Braut!”, schallte es aus allen Kehlen, ehe diese mit dem hervorragenden Sekt wieder abgekühlt wurden.

“Und auf das Brautpaar!”, warf Rondriane ein.

Aus dem Frühstück wurde eine kleine Feier, denn auch die anderen Frühstückenden gratulierten dem Paar. Auch wenn Vicky und James schon ein konkretes Datum im Auge hatten und auch Glimmerwein als Ort quasi feststand, gaben sie noch keine Details bekannt. Einerseits, um zu verhindern, dass daraus ein Event werden könnte, denn schließlich wollten sie unter Freunden feiern und andererseits wollten sich die beiden nur von einer bestimmten Person trauen lassen, mit der noch kein Termin gefunden wurde. Aber sie kündigten ihren Freunden eine offizielle Verlobungsfeier in Glimmerwein für Mitte Praios an.

Es gab noch viel zu erledigen, Vicky schrieb Briefe und ging noch schnell einkaufen, um ihre Garderobe an ihren neuen Stand anzupassen. James erledigte Bankgeschäfte und sorgte dafür, dass Orgiastis die Mittel bekam, um selbständig nach Glimmerwein zu reisen. James wollte sich unbedingt dessen Fähigkeit zur Identifizierung von Namenlosen zu eigen machen und daher hatte er zugestimmt, den alten Spanner in Glimmerwein wohnen zu lassen, wenn dieser ihn unterweisen würde.

So war es schon kurz vor Mittag, als sie gemeinsam aufbrachen. Reinbrecht hatte einen Wagen organisiert, Rondrianes Leute hatten die Truppe mit Pferden versorgt, nur Vicky, Miranda und Thea benutzten den bequemen Wagen. Rondirane selbst setzte sich auf den Kutschbock, schließlich wollten sie heute noch nach Glimmerwein beziehungsweise Sibur kommen. Rondriane und die Reiter schwelgten in Erinnerungen an das glücklich gewonnene Donnersturmrennen, als sie wieder einmal in dieser Aufstellung unterwegs waren.

Start your own immersive adult AI roleplay story
Ad

What's next?

Previous Chapter Start Over View Story Map

0 comments