Chapter 15
by
Truthahn
weiter?
die Schwestern schauen sich um
Am Tag darauf liefen Amathea und Tinara zusammen mit Dariaca durch die Stadt. Sie wollten Ihre Leute aus der Kriegsgefangenengruppe finden. Aber die Eindrücke der Stadt prasselten stattdessen auf sie ein.
Die vielen Menschen, der Lärm, Bettler, Händler, es war so viel! Ein Tuchhändler sog sie sogar beide am Ärmel und wollte ihnen ein neues Kleid verkaufen.
Und dann betraten sie den Marktplatz. Einen riesigen Platz voll mit bunten, duftenden Ständen.
"Kommt!" sagte Dariaca "wir gehen ans andere Ende. Vielleicht hat der Sklavenhändler welche von euren Leuten abgegriffen."
Amathea und Tinara folgeten der flinken Dariaca durch das Gewimmel der Marktstände. Und tatsächlich: Am anderen Ende des Platzes stand eine kleine Menschenmenge beisammen und folgte einer Auktion. Der Auktion des Sklavenhändlers.
Auf einer kleinen Bühne bot ein muskulöser Mann mit rauher Marktschreierstimme Leibeigene feil. Staunend betrachteten die drei das Geschehen. Erst waren es zwei ältere, erfahrene Bedienstete, die selbstbewusst und frei auf der Bühne standen. Hohe Preise wurden aufgerufen und einer der beiden fand einen neuen Herren.
Dann wurde die "Ware" jünger, unerfahrener und günstiger. Und dann kam der Händler auf den Punkt, den Dariaca erhofft hatte.
"Und jetzt meine Damen und Herren, ganz frische Ware. Barbaren! Gestern erst eingetroffen! Völlig unerfahren, aber kräftig und gesund!"
Erst wurden ein paar verstörte **** auf die Bühne geführt, als "Zukunftsinvestition" oder für Arbeiten mit kleinen Händen.
Dann holte er eine junge Frau auf die Bühne.
Amathea blieb kurz der Mund offen stehen.
"Kennst du sie?" fragte Dariaca. Amathea nickte. "Die Tochter des Stadtwächters von Gilmesh." stellte sie fest.
"So, hier eine junge Barbarin aus dem Süden! Spricht unsere Sprache mit ganz wenig Akzent..." rief der Händler. Er wartete auf Handzeichen, die für Gebote standen. Aber offensichtlich kamen ihm davon nicht genug.
"Kräftig und **** und kerngesund!" rief er "seht selbst!" zog die Spange aus ihrer Toga und zog das gesamte Kleidungsstück von ihrem Körper.

Der so entblößten blieb der Mund vor Scharm offen stehen.
Amathea und Tinara auch.
Das Publikum, mehr Männer als Frauen, begafften den nackten Körper.
Das schien der Moment, für den einige extra hergekommen waren.
"Wir können hier vor allen Menschen nichts für sie tun." stellte Dariaca fest. "Aber ich werde herausfinden, wohin sie mitgenommen wird."
"Sehr gut!" stimmte Amathea zu, als sie wieder zu sich gefunden hatte. "Sie sind also hier. Wir teilen uns auf uns schauen, ob wir noch wen finden." sagte sie jetzt Tinara in die Augen schauend. Tinara nickte. Dariaca nickte auch.
Dann drehten sich alle drei um und gingen zügig auseinander. Dariaca in Richtung Bühne, Amathea in Richtung Palast, Tinara in die Gassen der Stadt.
weiter?
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In barbarischen Zeiten
Die Geschichte dreier Schwestern lange vor unserer Zeit
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