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Chapter 5 by Lysarion Lysarion

What's next?

POV SIE

Das Parkhaus war fast leer. Der Duft der blühenden Pflanzen durchzog den kühlen Beton.

Die Luft schwer und trocken. Jeder Schritt hallte zu deutlich. Sie hörte ihre eigenen Absätze, spürte den Rhythmus – zu gleichmäßig, zu kontrolliert. Neben ihr ging er. Ruhig. Ohne Eile, so als würde sie ihn jeden Freitag von der Bahn abholen, so als gehörten sie zusammen und als wäre es das normalste der Welt.

Sie sagte nichts. Er auch nicht.

Ihr Wagen stand weit hinten. Ein toter Winkel, dort wo sich das Parkhaus am wenigsten aufheizte und es kaum Licht gab.

Als sie die Tür öffnete, war da dieser kurze Reflex von Normalität. Einsteigen. Tür schließen. Motor starten. Wegfahren. Ein Ablauf, der Sicherheit bedeutete. Sicherheit, wo sie sich schon den ganzen Tag gefragt hatte warum sie ihm die Verbindung geschickt hatte. Gefragt hatte, ob sie überhaupt zum Bahnhof fahren sollte.

Sie setzte sich, griff nach dem Schlüssel, steckte ihn ins Zündschloss. Drehte ihn.

„Stopp.“

Das Wort traf sie sofort. Er war nicht laut, aber bestimmt.

Ihre Hand erstarrte in der Bewegung. Für einen Moment blieb der Schlüssel genau dort, zwischen Stillstand und Handlung. Dann ließ sie los langsam. Etwas in ihrem Brustkorb zog sich zusammen. Kein klarer Gedanke. Eher ein Druck. >>Was kam jetzt? <<

Ihr Blick blieb kurz auf dem Lenkrad, dann wanderte er zu ihm. Vorsichtig, ****, messend sah sie ihn an. Er wirkte unverändert, zu ruhig, zu klar.

„Zeig mir deine Titten.“

Der Ton war so wie: „Gib mir bitte die Tüte Chips“ Seine Direktheit schnitt durch alles, was sie sich bis dahin zurechtgelegt hatte. Ein kurzer Impuls, sich zu entziehen.

Zu früh, zu hart verlangte er.

„Hier?“ hörte sie sich sagen. Leiser, als beabsichtigt.

Schon während sie sprach, spürte sie, dass sie Zeit gewinnen wollte. Nichts anderes.

Seine Hand griff in ihr Haar. Der Zug kam ohne Vorwarnung. Fest genug, um jede Unsicherheit zu beenden. Ihr Kopf wurde zu ihm gedreht. Ein scharfer Atemzug entwich ihr. Ihr Körper reagierte schneller als ihr Verstand – ein kurzes Anspannen, ein inneres Aufbäumen. Nicht stark genug, als das er irgendwie darauf reagierte.

Sein Blick hielt sie fest. Sie sah ihn an. Er war kein klassisch schöner Mann, aber sein Gesicht war ebenmäßig, gepflegt. >> Benutzte er Rasierwasser?<< Ihre Gedanken gingen auf Abwege.

Sie suchte etwas in diesem Gesicht, suchte etwas darin – ein Zeichen, ein Zögern, irgendetwas, das sie einordnen konnte. Doch da war nichts. Nur diese ruhige Selbstverständlichkeit. Ihr Blick brach zuerst.

„Ich sagte, du sollst mir deine Titten zeigen.“

Ihr Herz schlug jetzt spürbar schneller. Nicht panisch. Aber deutlich. Sie merkte es und versuchte, ihren Atem zu kontrollieren, ihn langsamer und ruhiger werden zu lassen.

Als er sie losließ, blieb für einen kurzen Moment ein Nachhall in ihrer Kopfhaut zurück. Ein Ziehen, das nicht sofort verschwand.

Sie begann, ihre Bluse zu öffnen. Ihre Finger waren nicht mehr ganz präzise. Der erste Knopf misslang. Ein leises, kaum hörbares Fluchen in ihrem Kopf. "Konzentriere Dich. Du wolltest das!" Der Gedanke klang weniger überzeugend, als er sollte.

Schritte, hallend entfernt. Sie stoppte und sah auf.

Ein Mann, irgendwo zwischen den Säulen. Bewegung, die kurz existierte und dann wieder verschwand.

Ein klarer Impuls: Jetzt stoppen. Einfach aussteigen. Tür auf. Situation beenden.

Doch sie blieb. Sie spürte die Spannung. Ihr Körper gehorchte nicht und blieb. Schweiß sammelte sich auf ihrer Haut und zwischen ihren Brüsten.

Noch immer hielt sie inne. Zu lange für seine Ungeduld.

Er bewegte sich.

Seine Hände an ihrer Bluse, fester als nötig. Der Stoff spannte sich, glitt über ihre Schultern. Die kühle Luft traf ihre Haut. Sie spürte das ihr Körper auf das, was geschah reagierte. Die Spitzen ihrer Brüste waren leicht erregt.

Ihr Atem stockte für einen Moment. Nicht vor Scham. Eher wegen der Plötzlichkeit. Sie ließ es geschehen. Nicht, weil sie musste, sondern weil sie nicht schnell genug entschied, es nicht zuzulassen. Weil ein Teil von ihr genau das wollte, trotzt der Angst vor dem Ungewissen.

Dieser Unterschied war ihr bewusst. Und genau das machte es kompliziert.

Das Geräusch kam unvermittelt. Ein trockenes, scharfes Klicken. Sie spürte die Spitze des Metalls zwischen ihren Brüsten.

Ihr Körper reagierte sofort, sie spürte die gegenläufigen Reaktionen.

Ihre Schultern spannten sich an, ihr Rücken drückte sich minimal gegen den Sitz. Ihre Augen weiteten sich, ohne dass sie es verhindern konnte. Und da war noch die Erregung, die sie verspürte. Ihre Brustwarzen waren hart geworden und zwischen ihren Beinen spürte sie Feuchte.

Das Messer, „Abgeschlachtet im Parkhaus“ die mögliche Schlagzeile durchzuckte sie. Kein klarer Gedanke sondern Angst. Dies war kein Spiel mehr mit dem Feuer, es war der Brand selbst.

Die Spitze berührte ihre Haut, kalt gefährlich - erotisch. Ein punktueller Reiz, der sich sofort ausbreitete.

Ihr Atem beschleunigte sich hörbar. Sie hörte ihn selbst, zu schnell, zu unregelmäßig. Langsamer dachte sie. >>Du musst ruhiger werden<<. Sie versuchte es, doch es funktionierte nicht.

Das Messer bewegte sich. Langsam, kontrolliert. Sie sah die Hand, die es führte, schlank, gepflegt, er kam definitiv nicht von der Baustelle.

Der Stoff gab der Klinge nach, zerschnitt mit einem kurzen, scharfen Geräusch Ihren BH. Sie zuckte leicht zusammen. Ihre Gedanken wurden enger. Alles Unwichtige fiel weg. Nur noch Wahrnehmung. Seine Nähe, die Klinge, sein After Shave- ihr eigener Atem. Was will er wirklich? fragte sie sich. Ihre Augen blieben jetzt auf ihm. Kein Ausweichen mehr. Zu spät dafür.

Seine Hand an ihrem Kopf. Der Druck nach hinten. Ihr Nacken spannte sich, ihr Kiefer zog sich kurz zusammen. Ein letzter, kleiner Widerstand. Dann ließ sie es zu. Nicht als Kapitulation eher als Entscheidung. Sein Kuss war erstaunlich zärtlich, gut küssen konnte er definitiv. Er war ihr zu nah, zu direkt. Berührt, verführt, seine Finger überall,

Kleine Schauer durchzogen sie, als sie spürte, wie er, ohne seine Lippen zu lösen die Knospen ihrer Brüste zwischen die Finger nahm.

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