Wie reagiert Sonja auf Lenas Strip?
Oh - jetzt stehe ich nicht mehr alleine im Zentrum
Ich war wirklich überrascht.
Dass ausgerechnet Lena plötzlich aufstand und einen Striptease hinlegte, hatte ich nicht erwartet. Ich wusste, dass sie offener und abenteuerlustiger ist als ich, aber heute hatte ich stark das Gefühl, dass sie die Männer eher gegen mich anstachelte. Dass sie mich ins Rampenlicht schieben wollte – und selbst eher im Hintergrund blieb.
Und jetzt stand sie da, nur noch in einem winzigen schwarzen String, und setzte sich wieder hin. Sie sah gut aus. Wirklich gut. Schlank, sportlich, hübsche Brüste. Die Männer klatschten und pfiffen anerkennend.
Ich lächelte sie an, versuchte mir nichts anmerken zu lassen, aber innerlich rumorte es.
Erst jetzt realisierte ich es richtig.
Ich genoss es. Trotz aller Hemmungen, trotz der kurzen schlechten Gefühle zwischendurch – ich genoss es, im Mittelpunkt zu stehen. Zuerst ging es um die Anerkennung für den großen Auftrag. Das war mein Erfolg, mein Moment. Aber mittlerweile ging es auch um mich als Person. Um meinen Körper. Um die Blicke. Um die Macht, die ich plötzlich hatte, obwohl ich splitternackt war.
Ich hatte immer gedacht, im Zentrum zu stehen würde mir nichts bedeuten. Dass das eher etwas für eitle, aufdringliche Menschen ist. Dass es zu mir als eher biederer und zurückhaltender Frau nicht passt. Und doch saß ich hier – nackt vor zehn Kollegen – und fühlte eine eigenartige, warme Erregung dabei.
Jetzt war auch Lena fast nackt.
Die hübsche, selbstbewusste Lena. Ich befürchtete sofort, dass sich ein Teil der Männer nun ihr zuwenden würde. Dass die Aufmerksamkeit sich verteilen könnte. Dass ich nicht mehr die Einzige wäre, die angestarrt wird.
Aber zu meiner Überraschung blieben die meisten Blicke trotzdem bei mir hängen. Einige schauten zwar zu Lena, doch die Mehrheit schien immer noch von mir fasziniert zu sein. Besonders Markus starrte mich ununterbrochen an. Auch Lukas warf mir immer wieder verstohlene, intensive Blicke zu.
Lena lehnte sich zu mir herüber und flüsterte mit einem kleinen Lächeln:
„Na? Überrascht?“
Ich nickte nur leicht und antwortete leise:
„Ein bisschen schon. Ich dachte, du willst mich lieber vorne sehen.“
Sie lachte leise. „Vielleicht ein bisschen von beidem.“
Die Stimmung im Raum war jetzt richtig aufgeladen. Die Luft schien dicker zu sein. Ich spürte die Erregung der Männer fast körperlich. Und ich spürte meine eigene.
Ich schlug die Beine erneut übereinander, lehnte mich etwas zurück und ließ meinen Blick langsam durch die Runde wandern.
Was passiert hier gerade mit mir?
Und warum fühlte es sich so verdammt gut an?
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