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Chapter 8

Was sagt die Uhr?

Noch ein wenig Zeit für den Strand

Tatsächlich ist noch Zeit bis zum Frühstück im Megapark. Ich überlege kurz was ich jetzt noch machen kann und entscheide mich für den Playa. Ich schlendere die Straße entlang in Richtung des Sandstrandes. Einige hauptsächlich junge Partytouristen haben sich bereits am Morgen an den Strand verirrt. Ich suche mir einen Platz, der möglichst weit von allen anderen Strandgästen entfernt ist. Ich habe nicht vor uns Meer zu gehen, aber ich habe auch kein Handtuch mit, auf das ich mich legen kann. „Egal.“, denke ich mir, ziehe meine weiße Leinenhose aus und lege mich einfach in den von der Sonne gewärmten Sand in die Nähe eines Beachvolleyballfeldes.

Als ich mir die Hose ausziehe konnte ich bereits die Blicke der Männer auf der nahen Promenade auf meinem Po spüren. Es ist mir irgendwie schon unangenehm, da ich ihn eigentlich nicht so der Öffentlichkeit präsentiere, aber gleichzeitig fühlt es sich auch gut an und ich habe das Gefühl begehrt zu werden. Ich liege auf dem Bauch und mein runder durchtrainierter Po hebt sich deutlich ab. Ich genieße die Sonnenstrahlen auf meinem Körper und scrolle ein wenig durch Instagram. Eine halbe Stunde passiert nichts und ich merke gar nicht, wie eine Gruppe Männer an mir vorbei zum Volleyballfeld geht. Natürlich mustern sie mich auf dem Weg ganz genau.

Ich höre wie die Männer Volleyball spielen. Sie sind nur zu Fünft. 2 gegen 3. Sie sind nicht schlecht, durchtrainiert und mit viel Kraft und Aggressivität im Spiel, aber technisch ausbaufähig. Ich schaue eine Weile zu und drehe mich dann wieder um und schaue auf mein Handy. Plötzlich landet der Volleyball direkt auf meinem Po und bleibt ein paar Centimeter neben mir liegen. Ich zucke erschrocken zusammen. Ich schaue hoch und hinüber zu den 5 Männern. Ein großer, muskulöser, dunkelhäutiger und tätowierter Mann kommt auf mich zugelaufen. Er spricht auf Englisch mit mir, während seine Freunde spanisch sprechen: „Sorry, das war keine Absicht. Ich wollte dich nicht erschrecken.“. Sein massiver Körper wirft einen Schatten auf mich. Ich antworte ihm in fließendem Englisch: „Kein Problem. Das passiert den Besten!“. Er greift nach dem Ball und berührt dabei versehentlich meine Hüfte. Seine Freunde lachen laut auf und flachsen auf spanisch: „Den Arsch würde ich auch anfassen. Was eine Puta (Schlampe). Die will es doch!“. Nun fangen meine Augen an zu funkeln und ich antworte in feinstem Spanisch: „Diese Puta hier versteht euch, ihr Idioten! Das mit dem Arsch nehme ich noch als Kompliment, aber selbst wenn ich es wollen würde, dann nicht von euch, Cabrones!“. Die Männer erröten sofort und der dunkelhäutige Mann an meiner Seite lacht laut: „Du sprichst spanisch? Entschuldige das Benehmen meiner Kumpels. Sie benehmen sich am Strand und bei ein paar Bier immer wie Idioten. Darf ich dir ein Bier als Entschuldigung anbieten?“. Eigentlich würde ich den Typen am liebsten eine klatschen, aber durstig bin ich und **** kann für mein heutiges Vorhaben auch nicht schaden.

Ich gehe mit dem dunkelhäutigen Mann, names Bakari hinüber zum Feld. Er ist ca. Mitte 30 und sein gesamter Körper ist mit unterschiedlichsten Tattoos übersäht. Er hat mit den dunklen Muskeln und markanten Gesichtszügen einfach etwas sehr männliches an sich. Er öffnet eine Kühlbox und drückt mir eine Dose San Miguel in die Hand. Langsam kommen auch seine Kumpels, offensichtlich spanischer Herkunft hinüber gestapft. Sie entschuldigen sich und stellen sich als Nico, David, Gorka und Javier vor. Wir plaudern kurz und natürlich ist hier die erste Frage warum ich so gut spanisch spreche. Ich erzähle ihnen von einer Wohnung meiner Eltern hier auf Mallorca. Die Größe der Finca verschweige ich natürlich. Dann lenke ich das Thema in eine andere Richtung: „Ich habe euch vorhin kurz beim Spielen beobachtet.“, deute ich rüber Volleyballnetz. „Das war aber nicht viel. Hat sich kaum gelohnt zuzugucken.“. Die jungen Männer reagieren empört: „Uns schlägt hier am Strand keiner! Was redest du für einen Unsinn!“. Ich antworte cool: „Euch fehlt doch noch jemand, dann lasst mich euch mal zeigen wie man spielt.“. Die Jungs sind sichtlich sauer. Und nicken dann. Ich spiele mit Bakari und Javier, die vorher zu zweit gespielt haben. „Wir schlagen auch nicht so hart, damit du auch mal einen Ball bekommst.“, lacht Nico von der gegenüberliegenden Seite des Netzes. Nico startet mit einer Angabe und donnert den Ball über das Netz. Ich habe mich im Zentrum unserer Feldhälfte positioniert, springe nach vorne und spiele den Ball gekonnt auf Javier, der den Ball rüberlegt auf die rechte Seite zu Bakari, der das Ding ins Feld unserer Gegner prügelt und punktet. Ich grinse und meine zwei Mitspieler nicken anerkennend. Die nächste Angabe ist unsere, doch Javiers Ball wird angenommen und ausgespielt. Den guten Ball in unsere Feldseite nimmt Javier an und spielt ihn auf mich. Ich stehe im Zentrum am Netz. Javier läuft an und ich schaue ihm in die Augen. Alle erwarten, dass ich als Zustellerin den Ball auf Javier spielen werde, doch geschickt lasse ich den Ball in meinen Rücken abtropfen, wo Bakari leichtes Spiel hat und den Ball mit einem weiteren Schmetterball im Feld versenkt. „Wuhuuuuu, vamos!“, rufe ich und die anderen zwei klatschen mit mir ab. Das Spiel geht munter hin und her und wir lassen unseren Gegnern nur wenige Chancen. Doch es gibt zwei Momente, in den Nico und den anderen wirklich die Kinnlade hinunterklappt. Der erste ist eine Annahme mit dem Fuß. Aber nicht ganz normal. Ein Schmetterball droht neben mir auf dem Sand einzuschlagen, doch ich mache im Sand einen Spagat und kann den Ball mit dem Fuß abwehren. Dass der Ball dann tatsächlich bei Bakari ankommt und er ihn auf Javier ablegen kann ist dann aber zugegebenermaßen pures Glück. Die zweite Aktion ist ein Schmetterball von David, der mit seinen langen und muskulösen Armen eine große Reichweite hat. Und den Ball ins Zentrum donnert. Dort mache ich rechtzeitig zwei Schritte zurück und kann den Ball annehmen und auf Javier spielen. Der Druck hinter dem Ball ist groß und so rolle ich mich im nach hinten Fallen mit einer Rückwärtsrolle ab. Die Beweglichkeit eine Sportakrobatin macht sich eben auch beim Volleyball gut. Vielleicht lag es bei der Rückwärtsrolle aber auch an dem Umstand, dass sich mein String-Bikini leicht verrutscht ist und mein Po kurz in die Luft gesteckt war. Zumindest Bakari bemerkte dies und machte mich beim Jubel über die gelungene Aktion und den Punkt darauf aufmerksam. Das ist mir natürlich super unangenehm und ich werde rot wie eine Tomate. Das Spiel geht munter weiter und am Schluss kann ich auch noch dm letzten Punkt mit einem eigenen Schmetterball erzielen. Ja, ich bin zwar nicht die Größte, aber mein Trainer in der Heimat nennt mich nicht umsonst immer Flummi. Um Nico zu ärgern und mich ein wenig zu rächen, habe ich dann direkt vor ihm einen FlikFlak im Sand ausgepackt und ihm die Zunge rausgestreckt. Nico lacht laut, aber ich kann an deinem Gesichtsausdruck sehen, dass das sein Ego schon ein wenig angekratzt hat, aber er hat mich herausgefordert. Selbst Schuld.

Im Anschluss an das Match setzen wir zusammen und **** Bier. Natürlich werde ich jetzt ausgequetscht. „Woher kommst du? In welchem Verein spielst du Volleyball? Du spielst doch? Das sieht man. Warum bist du allein hier?“, sind nur einige der Fragen, die ich geduldig beantworte. Und natürlich lerne auch ich die jungen Männer etwas kennen. Alles Einheimische, außer Bakari, der vom spanischen Festland hergezogen ist.

Ab in den Megapark?

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