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Chapter 28 by MACC MACC

Wie geht es weiter ?

Marcus besorgt Mariana ein Zimmer in einem Hotel

Eines Morgens liegt Mariana nackt neben Marcus im Bett und denkt darüber nach, mit wie vielen fremden Männern sie in der letzten Zeit geschlafen hat. Es ist schon sehr seltsam, aber immer wenn sie Kokain geschnupft hat, scheint sie das Verlangen zu packen. Wenn sie nicht high ist, fühlt sie sich hingegen ziemlich matt. Marcus scheint das absolut nichts auszumachen, wenn sie mit anderen Männern schläft. Verliebt kuschelt Mariana sich ganz eng an ihn und denkt, solange es ihn nicht stört, ist sie auch damit zufrieden.

„Ich frage mich, mein Schatz“, sagt er und reißt sie aus ihren Gedanken, „warum wir unser Geld weiter mit Flash teilen sollen? Ich denke, wir sollten uns selbständig machen. Deshalb habe ich mich mit dem Nachtportier vom Star Hotel in Verbindung gesetzt und alles für dich arrangiert.“ „Hmm?“ sagt sie schläfrig. „Das Star Hotel. Du kannst dort arbeiten.“ Die leise Stimme in ihr macht sich wieder bemerkbar und fragt: „Was ist mit deiner Karriere als Schauspielerin?“ Aber sie bringt die Stimme zum Schweigen, indem sie sich enger an ihn schmiegt. „Wie du meinst, mein Schatz“, flüstert sie.

Nach diesem Gespräch gehen sie nicht mehr zu Flash. Marcus stellte sie Ty, dem Nachtportier vom Star Hotel vor. Ty ist ein hochgewachsener, schwarzer Mann mit Pockennarben im Gesicht, der sie lüstern von der Seite ansieht und sagt: „Ihr Zimmer ist im ersten Stock, Nummer siebzehn. Ein Zimmermädchen wechselt täglich die Bettwäsche. Der Rest ist ihr Problem. Wenn einer ihrer Freier sich daneben benimmt, möchte ich davon nichts hören. Verstanden?“ „Mariana macht sicher keine Schwierigkeiten. Sie ist ein braves Kind, nicht wahr, Mariana?“ sagt Marcus.

Mariana nickt. Sie ist nüchtern hierhergekommen, und beim Anblick des Hotels dreht sich ihr der Magen um. Ty führt sie in den ersten Stock und zeigt ihnen ihr Zimmer. Das Zimmer ist klein. Die Möbel bestehen lediglich aus einem breiten Bett, einem kleinen Nachtschränkchen und einer schäbigen Kommode. Das Muster der Tapete ist mit den Jahren so verblichen, dass man es kaum noch erkennen kann. Und der Fußboden ist mit einem schmutzigen, grünen Teppich ausgelegt, der an verschiedenen Stellen schon durchgewetzt ist.

„Nun, es ist zwar nicht gerade das Ritz“, sagt Marcus und zuckt mit den Achseln, „aber das wichtigste ist doch, dass wir uns lieben und eine gemeinsame Zukunft vor uns haben. Nur du und ich. Ich werde immer für dich da sein, mein Schatz, okay?“ „Okay“, sagt sie leise, beinahe teilnahmslos. Sie stellt nie etwas in Frage, begehrt nie auf. Der Drogenkonsum und ihr gesunkenes Selbstwertgefühl bringen sie auf den Gedanken, dass sie das vom Leben bekommt, was sie verdient. Was würde sie bloß ohne Marcus anfangen?

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