Mit wem geht's weiter? Ari oder Jazz?

Jazz

Chapter 14 by tease94

Jazz sah Ari hinterher, bis die Tür sich hinter ihm geschlossen hatte. Sie sah ihm auch noch hinterher, als er schon lange den Fahrstuhl hinab gefahren sein musste. Erst nach einigen Minuten löste sich Jazz' Anspannung und sie atmete tief durch. So vieles, dass sie Ari hätte mitteilen sollen. So vieles, das unausgesprochen geblieben war.

Als sie ihm beim Betreten des Schlazimmers einen Kuss auf die Wange gegeben und gesagt hatte 'Ich liebe dich', hatte sie gelogen. Als ihr die drei Worte nach ihrer gewaltigen Sexeruption über die Lippen gekommen war, hatte sie unbewusst reagiert. Was war es also gewesen? Eine weitere, instinktive Lüge um Ari in Sicherheit zu wiegen? Oder steckte am Ende doch mehr dahinter?

Verwirrt ließ sie sich auf Aris bequeme Couch fallen. Schon die Berührung mit dem weichen Velourleder ließen Erinnerungen in ihr aufkommen. Wie oft hatte sie sich auf dieser Couch schon nackt niedergelassen, in Erwartung all der herrlichen Dinge, die Ari mit ihr anstellen würde? Jazz sah sich um, und bemerkte viele solcher Orte in Aris raffiniert eingerichtetem Wohnzimmer. Der Fußboden vor der Couch, wo sie sich geliebt hatten. Die Theke an der Bar, wo er sie von hinten erobert hatte. Das große Panoramafenster, an das er sie rücklings gepresst und auf seinem enormen Elfenriemen aufgespießt hatte, bis sie vor Wonne geschrien hatte. Mit den Erinnerungen kamen die Bilder. Mit den Bildern kam erneut das Verlangen. Ohne sich dessen bewusst zu sein, öffnete Jazz ihre weichen Schenkel und suchte mit einer Hand ihr nimmermüdes, kahl rasiertes Fötzlein. Sie liebte es ihre Finger über ihre Schamlippen gleiten zu lassen. Sie waren seidig und ständig leicht geschwollen, permanent auf der Suche nach heißer Frucht. Sie liebte es, ihre Finger in ihr hungriges Pfläumchen zu schieben, ihre eigene Hitze zu spüren und anschließend ihren Saft von ihren Fingern zu lecken. Sie liebte es, ihre Venusknospe zu reiben und zu massieren, dieses kleine, übermütige Hügelchen, das ständig um Aufmerksamkeit bettelte. Ehe Jazz sich versah, drangen ihre Finger in ihre frisch gefickte Muschi ein, und Jazz überließ sich ihren liebgewonnenen Gelüsten.

Zehn Minuten später bedeckte ein dünner Schweißfilm ihren Körper. Jazz' Brüste hoben und senkten sich in der langsam abschwellende Heftigkeit ihrer Leidenschaft. Ihr Haar hatte sich aus ihrem Behelfsturban gelöst und bedeckte in feuchten Strähnen ihre Schultern. Gedankenverloren rollte sie eine Locke um einen pussysaftfeuchten Finger. Ari liebte ihr seidiges Haar und Jazz war stolz darauf. Es gab nicht vieles, das dieser harte Einzelgänger liebte, umso wertvoller erschienen ihr die Dinge, die er an ihr mochte. Zu behaupten, Jazz war jeglicher Narzissmus fremd, war eine Lüge. Jazz liebte ihren Körper und die Reaktionen, die ihr Auftreten bei Männlein und Weiblein gleichermaßen erzeugte. Bewunderung und Begehren folgten ihr wie ein teures Parfum, und sie genoss es in vollen Zügen und machte es sich zu nutze. Doch wenn ein Mann wie Arminiasil Icehand ihr Bewunderung zollte, dann war es auch für sie etwas Besonderes. Ari mochte sehr viele Dinge an ihr. Andere gefielen ihm eher weniger.

Jazz seufzte. Es gab tatsächlich so viele Sachen, die sie Ari hätte beichten können. Ihre Sexsucht war ihm bekannt, dazu war sie zu offensichtlich und keine Grund darüber Worte zu verlieren. Ihre Vorliebe für bewusstseinserweiternde Drogen war ihm hingegen nicht bekannt. Obschon Ari seine Magie als nichtalltäglichen Vorteil ohne zu zögern einsetzte, waren ihm artifizielle Hilfsmittel zuwider. Dabei bestand für Jazz überhaupt keine Gefahr, denn gegen die Nebenwirkungen solcher Drogen war Jazz mehr als gefeit. Doch ihm dies zu erklären, hätte eine weitere Offenbarung mit sich gebracht. Ein Geheimnis, das Jazz so heilig war, dass sie dafür töten würde.

Ihr Xie-En war nur für ihr Wissen bestimmt. Ihr Xie-En war ihre Quelle der Kraft, ihr heimliches Refugium und der heilige Tempel ihres Geists und ihres Körpers. Ohne ihr Xie-En war Jazz gewöhnlich. Mit ihrem Xie-En war Jazz eine Person mit besonderen, außergewöhnlichen Fähigkeiten. Und nach alldem, was sie wusste, war sie womöglich die einzige lebender Person in der bekannten Welt, die noch Zugang zu ihrem Xie-En besaß. Denn ihr Lehrmeister war vor wenigen Jahren ermordert worden, und seitdem war Jazz gleichermaßen auf der Flucht und auf der Suche. Deshalb hatte sie sich für eine Laufbahn im Expedition Corps entschieden, denn die einzige Spur zu den Hintermännern dieser Tat, wies auf das Corps oder eine andere, militärisch strukturierte Organisation der murazischen Regierungsämter hin. Auch das war etwas, das Jazz Ari nie gebeichtet hatte. Genauso wenig wie das kleine Detail, das ihre Karriere im Corps ganz besonders würzte: Jazz war nicht nur eine angehende Flottenoffizieren, sondern auch geheimes Mitglied des ECIA, dem Büro für innere Angelegenheiten.

Jazz seufzte. Was würde Ari dazu sagen, wenn er wüsste, dass seine kleine Sexkatze eine Geheimagentin war? Wie würde er reagieren, dass ihr besonderes Einfühlungsvermögen beim Sex einer inneren Kraftquelle geschuldet war, die Aris Elfenmagie ähnlich war? Komplikationen über Komplikationen. Es war besser, wenn Ari all diese Dinge nicht wusste. Und dennoch, Jazz war es satt, ihrem besten Freund und Geliebten länger ihre wahre Identität zu verheimlichen.

Hatte sie deshalb die Tür zu ihrer Beziehung wieder geöffnet, als sie zum zweiten Mal am heutigen Abend gesagt hatte 'Ich liebe dich?'

Verdammt, das Leben war kompliziert genug!

Jazz schloss die Augen und gönnte sich für einen kurzen Moment die Sicherheit von Aris Penthouse-Wohnung. Schließlich raffte sie sich auf. Auch sie hatte noch einiges vor in dieser Nacht. Auch hier waren sie und Ari sich so ähnlich: Sie waren ruhelose Geister, die ständig in Bewegung sein mussten, getrieben vom Adrenalin der Gefahr und dunklen Geheimnissen. Zuviele Gemeinsamkeiten boten keinen Spielraum sich auch mal gegenseitig zu ergänzen.

Rasch benutzte Jazz noch einmal Aris Badezimmer, schlüpfte in ihren G-String und den hautengen Overall, zog ihre Stiefel an und begab sich in Richtung Ausgang. Als sie an der Eingangstür zu Aris Arbeitszimmer vorbei kam, zögerte sie kurz. Dann winkte sie ab: Es gab ohnehin schon genug Heimlichkeiten zwischen ihnen.

Zehn Minuten später saß Jazz in einem Gleiter, der sie nach Eden-Island brachte, einem der populärsten Vergnügungssektoren der Magnapole.

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