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Chapter 37
by
Uwe37073
Was antwortest du? Fährst du mit Hanna in das Dorf?
Ja! Vorher noch ein überraschendes Gespräch
Ich sehe Hannas Blick und weiß, dass dieser für mich bestimmt ist. Ich weiß die Antwort schon, bevor ich richtig drüber nachgedacht habe.
„Gerne begleite ich diiii...äh sie Frau Schuster“ antworte ich schnell und habe sie fast vor den Anderen geduzt.
„Ach super, dass freut mich. Dann kann mir wenigstens jemand beim Tragen helfen“ sagt sie und funkelt mich durch ihre großen braunen Augen an.
„Na dann haben wir das ja auch geklärt. Mike und ich werden uns nochmal um das Holz kümmern. Laut Wetterbericht soll heute Abend wieder mehr Schnee aufziehen und ich weiß nicht ob wir dann Morgen raus können. Laura und Pauline ihr macht hier drin bitte etwas klarschiff und legt immer ordentlich Holz im Kamin nach“ endet Herr Schuster mit seinem Vortrag.
Als ich so Herrn Schuster gelauscht habe und gerade die Küche verlassen will, merke ich unterbewusst wie ich beobachtet werde. Sofort denke ich, dass es Hanna ist aber die unterhält sich gerade mit ihrem Ehemann. Als ich mich weiter drehe, erblicke ich plötzlich wie mich zwei wunderschöne dunkelblaue Augen anstarren. Diese Augen gehören zu niemand anderen als Pauline, die wenige Meter von mir entfernt steht.
„Alles gut Pauline?“ frage ich und erwidere ihren Blick.
Augenblicklich sehe ich wie ihre Wangen ganz rot werden und sie ihren fokussierten Blick von mir löst. Dabei sehe ich wie sie leicht unruhig von einem Bein auf das Andere umherwippt.
„Ach bei mir ist alles gut....ähm Ben können wir gleich mal kurz miteinander reden“ sagt sie schüchtern in einem leisen kaum hörbaren Tonfall.
Aber nicht nur ich scheint die Worte von Pauline gehört zu haben, denn aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Hanna in unsere Richtung schaut.
„Klar kein Problem, wo und wann?“ frage ich an sie gerichtet.
„Mhmmm wenn es dir nichts ausmacht jetzt...folge mir“ sagt sie sachte und verlässt die Küche mit mir im Schlepptau.
Ohne ein weiteres Wort folge ich ihr mehrere Meter bis wir die kurze Treppe zum Keller erreichen.
„Wo willst du mit mir hin?“ frage ich etwas verwirrt nachdem sie langsam die Treppe hinunter geht.
„Nur wohin, wo wir uns kurz ungestört unterhalten können“ sagt sie und geht weiter.
Ich folge ihr nun in den Keller bis zum Eingang des Raumes in dem Pauline mich und Laura fasst ertappt hat. Pauline öffnet die Tür, macht das Licht an und betritt den Raum. Nachdem auch ich den Raum betreten habe, schließt sie hinter mir die Tür. Schweigend schauen wir uns eine Weile an, unweigerlich sehe ich wie Pauline unbehaglich zu sein scheint.
„Also Pauli, was gibt es denn?“ frage ich sie liebevoll.
Nachdem ich gesprochen habe, merke ich wie ich gerade das erste Mal seit der Hinfahrt Pauline so wirklich wahrnehme. Vor mir steht eine junge Frau, die ihre langen blonden Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat. Ohne viel Make-Up sieht man in ihrem Gesicht ihre natürliche Schönheit an und ihre dunklen blauen Augen mustern mich eindringlich. Ihren schlanken Körper verhüllt heute ein grauer Wollpulli der gerade bis zum Beginn ihrer Jeans reicht. Wenn sie sich strecken würde könnte man bestimmt einen Hauch ihres flachen, trainierten Bauches erhaschen. Die Jeans verpackt dabei ihre schlanken, enorm langen Beine, die in weißen Sneakers enden. Was mein Auge in diesem Moment nicht live sieht ist ihre Kehrseite, diese kann ich mir aber vor meinem inneren Auge vorstellen. In meinen Gedanken wird ihr kleiner knackiger Hintern perfekt durch ihre enge Jeans in Szene gesetzt. Unmerklich spüre ich bei meiner Beobachtung und meinen Gedanken wie ein Hauch von Erregung durch mich fährt. Als mein Blick seine Wanderschaft beendet hat schaue ich sie wieder fragend an. Dabei verrät mir ihr noch röteres Gesicht, dass sie meine Blicke anscheinend wahrgenommen hat.
„Ähm Ben...also ich weiß nicht wie es sagen soll...hmm also, sorry das ich das frage aber läuft zwischen dir und Laura irgendwas?“ fragt sie leise und blickt leicht beschämt auf ihre Schuhe.
„Ähhhhhh....wie kommst du denn darauf?“ frage ich etwas fassungslos auf Grund dieser Frage.
„Also, weil ihr neuerdings so innig wirkt und ich das Gefühl hatte, irgendwas ist da. Und als ich euch auf der Hinfahrt im Wald entdeckt habe, da ähm....hatte sich in deiner Hose was getan“ sagt sie leise.
„Ja Laura und ich verstehen uns aktuell nur ganz gut, also nichts ernstes. Und das im Wald das war einfach ein Unfall und ich war durch die ganze Reibung und wenn eine attraktive Frau plötzlich unter mir liegt, etwas erregt“ sage ich nun und merke wie auch ich langsam rot werde.
„Ahhh okay, also bist du nicht mit Laura zusammen?“ fragt sie nun wieder mit festerer Stimme und blickt mich mit einem Mix aus Neugier und Hoffnung an.
„Ja gute Frage. Was war das zwischen mir und Laura? Klar habe ich schon lange für sie geschwärmt aber ist das wirklich realistisch? Aktuell scheinen Laura und ich eher auf der Ebene Freundschaft Plus zu sein“ geht es mir unschlüssig durch den Kopf.
„Zusammen? Nein wir doch nicht und du wüsstest das doch bestimmt als Erstes oder nicht?“ sage ich lachend.
„Wieso interessiert dich das überhaupt?“ erwidere ich wenige Sekunden später.
„Eine reine interessens Frage, leider war sie bei dem Thema nicht so auskunftsfreudig...hmm Ben weißt du, dass ich dich gerne mag?“ fragt sie aus dem nichts heraus.
„Äh nein...aber ich mag dich auch gerne, du bist immer super nett und hilfsbereit“ antworte ich schnell mit einem leicht nervösen Unterton.
„Ja das mag ich auch an dir...aber Ben ich mag dich noch auf eine ganz andere Ebene. So lange habe ich es versteckt aber als ich dich und Laura gesehen habe, wurde mir klar das ich endlich was unternehmen muss. Ben ich stehe voll auf dich“ sagt sie und verkürzt dabei die unmittelbare Distanz zwischen uns.
„Pauli, was mein....mhhhhhm“ fange ich an zu reden, aber bevor ich meinen Satz beenden kann, haben sich ihre seidenweichen warmen Lippen auf meine gelegt.
„Was passiert hier gerade?“ fragt sich mein überfordertes Gehirn, während ich den Kuss sachte erwidere.
So halten wir diesen liebevollen Kuss mindestens eine volle Minute. Pauline hat dabei mit beiden Händen meine Wangen ergriffen und hält meinen Kopf sachte in Position. Ich fühle mich so unglaublich geborgen und genieße einfach mit geschlossenen Augen diesen zärtlichen Kuss. Als ich nun initiativ anfange mit meinen Händen über ihren Rücken zu streichen, löst sich Pauline von mir und schaut mich verträumt an.
„Wow das war unglaublich. Du weist gar nicht wie lange ich das schon wollte. Sag erstmal nichts, bitttte! Wir können heute Abend nochmal reden“ sagt sie leise und verlässt ohne ein weiteres Wort den Raum.
Wie eine Salzsäule stehe ich da und versuche das gerade Geschehene zu verarbeiten. Erregt und verwirrt stehe ich weitere Minuten nur so da und starre in die Leere des Raumes. Erst ein Vibrieren in meiner Hosentasche bringt mich zurück in die Wirklichkeit und ich verlasse den Keller Richtung Erdgeschoss. Als ich die letzten Treppenstufe erreicht habe, sehe ich schon Hanna die im Flur steht und sich mit Mike unterhält. Als die beiden meine Schritte hören, gucken Beide in meine Richtung.
„Super Ben, da bist du ja. Ich möchte in 10 Minuten losfahren, passt das?“ fragt sie.
„Ja klar“ sage ich kurz, während meine Gedanken noch 10 Kilometer weg sind.
„Ich mache mich noch kurz fertig“ erwidere ich nun wieder etwas klarer im Kopf und gehe ein Etage höher in mein Schlafzimmer.
Wie verläuft die Ausfahrt mit Hanna?
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Das Winterabenteuer
Die Abenteuer eines 18 Jährigen Schülers.
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