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Chapter 19 by Reyhani Reyhani

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Im Waschraum

Annabelle wurde wach, weil Maria an ihrer Schulter rüttelte. Das Zimmer war in fahles Morgenlicht getaucht. So waren auch Annabelles Erinnerungen an den gestrigen Tag. War das alles wahr oder nur ein schon halb verblasster Traum?

Maria zog sie auf die Beine. "Komm wir müssten schnell zum Waschen und dann zum Morgensegen. Danach zeige ich dir dein neues Zuhause."

Annabelle wollte ihr Kleid überstreifen aber Maria hielt sie zurück. So wie sie sollte sie es nur greifen und über dem Arm tragen. Das hieß, sie mussten nackt auf den Gang treten. Annabelle versuchte das Kleid so zu halten, dass wenigstens ihre Vorderseite verdeckt war. Aber es war fast unmöglich, sowohl Brüste als auch Scham vor fremden Blicken zu beschützen. Das war aber auch gar nicht nötig, denn in dem langen Korridor, den sie hinuntergingen, war es still und fast menschenleer.

Sie waren spät dran. Maria beschleunigte das Tempo, wobei ihre großen Brüste stark zu wackeln anfingen. Ihr machte das offenbar nichts aus. Um Schritt halten zu können, musste auch Annabelle das Kleid herunternehmen. Sie kamen an offenen Türen vorbei, doch es war keine Zeit, mehr als einen flüchtigen Blick hineinzuwerfen. Neben kleineren Zimmer, wie dem von Maria und Jonas, gab es auch größere Schlafsäle mit mehreren Betten.

Ihr Ziel war der Waschraum am Ende des Ganges. Im Vorraum hängten sie ihre Kleider auf. Aus einem offenen Durchgang drang ihnen schon das Rauschen von Wasser und das Gemurmel unzähliger Stimmen entgegen. Es war morgendlicher Hochbetrieb. Fast die gesamte Gemeinde machte sich für den Tag fertig. Vorne an den Waschbecken wurde rasiert, gekämmt, die Zähne geputzt usw. Dahinter waren die offenen Duschen: Links standen die Frauen, rechts die Männer unter den Brausen die aus der Wand kamen.

Maria ging durch zur Rückseite des großen Raumes. Dort waren drei Hocktoiletten in den Boden eingelassen. Sie ging über einem der Becken nieder und ließ es laufen. Annabelle wand sich. Sie musste auch ganz dringend, aber unter diesen Umständen konnte sie nicht.

"Na mach schon", ermahnte sie Maria ärgerlich, "wegen dir sind wir die Letzten. Wir müssen uns beeilen."

Annabelle überwand sich und hockte sich neben Maria. Sie wollte ihre neue Herrin auf keinen Fall verärgern. Aber sie blickte beschämt auf den Boden, während sie ihre volle Blase entleerte. Sie war schockiert. Hier gab es keinerlei Privatsphäre, nicht mal beim Pissen.

Unter der Dusche fanden Maria und Annabelle schnell einen freien Platz, viele Gemeindemitglieder wurden grade fertig. Annabelle genoss das warme Wasser. Endlich konnte sie die getrockneten Spermareste abwaschen, an die sie bei der Katzenwäsche gestern Abend nicht herangekommen war.

Sie besah sich ihre neuen Brüder und Schwestern. Einige meinte sie vom gestrigen Lagerfeuer wiederzuerkennen, obwohl es es schwierig war, denn nackt sahen sie ganz anders aus. Die meisten der Männer auf der gegenüberliegenden Seite hatten eine Bart. Viele waren trainiert und gut in Form. Verstohlen musterte Annabelle ihre Penisse. Sie kamen in allen Größen und Formen. Aber alle taten unbeteiligt, hingen schlaff während die Frauen sich gegenüber die Mösen wuschen.

Interessant war, dass einige Männer einen kleinen Drahtkorb oder Käfig um ihren Penis trugen. So etwas hatte Annabelle noch nicht gesehen. Was war wohl der Zweck? Hatten sie auch gesündigt?

Auf der Frauenseite war Annabelle zwar eine der jüngsten aber richtig alte Frauen schien es auch nicht zu geben. Da waren Frauen von unterschiedlichster Größe und Statur. Sie sah viele schwere Brüste, einige gepierced wie bei Maria. Ihre Nachbarin in der Dusche war sichtbar schwanger.

Alle hatten wie Annabelle Striemen auf dem Hintern oder den Brüsten. Manch eine Spalte sah rot und wund aus. Annabelle lief es kalt den Rücken hinunter. Die Strafen schienen hier niemals aufzuhören. Für alle. Wobei manche der Frauen mehr, andere wie Maria weniger gezeichnet waren.

Dann mussten sie schon wieder weiter. Maria und Annabelle trockneten sich nur rasch ab und nahmen ihre Kleider, um den anderen zu folgen. Dieses Mal versuchte Annabelle gar nicht erst, sich anzuziehen. Wie alle trug sie ihr Kleiderbündel mit sich herum. Nackt durch das Gemeindehaus zu gehen, war hier offenbar das normalste von der Welt.

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