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Chapter 2 by Selenar Selenar

Mein Puls beschleunigt sich. Was tue ich jetzt?

Ich setze mich auf die Couch und plaudere mit ihr.

Ich lasse mich auf die Couch fallen. Das Polster quietscht leicht, wie früher. Tante Bella rollt ihre Matte zusammen, wischt sich mit dem Handrücken eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sieht mich an. Sie lächelt so warm, dass mir sofort alles etwas leichter vorkommt.

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„Na, das ist ja eine Überraschung, Max“, sagt sie. „Ich dachte, du wärst längst in deiner eigenen Welt da draußen.“

„Bin ich auch meistens“, antworte ich. „Ich wollte nur ein paar alte Bücher holen. Und vielleicht ein bisschen frische Luft von hier.“

Sie lacht leise. „Frische Luft von hier, hm? Die riecht nach Lavendel und Vergangenheit, glaub ich.“

„Genau das hab ich auch gedacht“, sage ich. Für einen Moment ist es still, aber das fühlt sich angenehm an.

Sie verschränkt die Arme und mustert mich. „Du bist groß geworden. Und ruhiger, glaub ich.“

„Oder nur müder. Das kommt wohl mit dem Erwachsenwerden.“

„Oh ja“, sagt sie und grinst, aber in ihren Augen sehe ich etwas wie ein kleines Sehnen. „Willkommen im Club.“

Sie kommt herüber, lässt sich in den Sessel gegenüber fallen, zieht die Beine an und sieht mich offen an. „Wie läuft’s so, Max? Studium? Arbeit? Das ganze Leben da draußen?“

„Mal gut, mal nicht“, antworte ich. „Manchmal weiß ich gar nicht, wohin mit mir.“

„Dann ist das hier vielleicht genau der richtige Ort, um kurz durchzuatmen“, sagt sie. Ihre Stimme klingt ruhig, aber man merkt, dass sie gerne jemanden hätte, mit dem sie einfach reden kann. Ich nicke. Der Ventilator surrt leise, draußen rauschen die Bäume. „Ich hab vergessen, wie still es hier sein kann“, sage ich.

„Still ist gut“, meint sie. „Still heißt, du kannst dich endlich mal wieder hören.“

Ich muss lächeln. Irgendetwas an ihr hat immer diesen Effekt – sie sagt einfache Dinge, und plötzlich fühlt sich alles leichter an. Ich merke, dass sie sich nach Nähe sehnt, nach jemandem, der einfach da ist, ohne große Erwartungen.

„Ich mach uns was zu ****, ja?“, fragt sie. „Eistee mit Zitrone, wie früher?“

„Klar“, sage ich. „Und vielleicht ein bisschen zu viel Zucker?“

„Als ob ich’s anders machen würde.“ Sie steht auf und verschwindet in der Küche. Ich bleibe sitzen, sehe auf den Sonnenfleck auf dem Teppich und denke, dass manche Nachmittage sich anfühlen, als hätten sie irgendwo zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein Zuhause gefunden.

Hmmm.

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