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Heimfahrt zwei

Chapter 52 by Jan1974 Jan1974

Ich konnte zwar erkennen, dass der Enkel grob in die richtige Richtung steuerte, aber vom direkten Weg war das hier doch sehr weit entfernt. Als wir in ein Waldstück einbogen, wurde mir endgültig klar, dass es sich um einen mächtigen Umweg handelte. Der Weg wurde schmaler, der Asphalt wich einem unbefestigten Waldweg, und die Bäume rückten dichter zusammen. Zwischen den Stämmen fiel das späte Nachmittagslicht in warmen, goldenen Streifen auf den Boden.
Natürlich war mir bewusst, was die drei im Schilde führten. Ich hatte genug von dem Telefonat zwischen Opa eins und seinem Enkel mitbekommen. Die wortlose Fahrt würde irgendwo im Wald enden, und sie würden versuchen, das einzulösen, was der Großvater ihnen versprochen hatte.
Genau so kam es dann auch.
Plötzlich bog der alte Kleinwagen in einen noch schmaleren Seitenweg ab und kam mit einem leisen Knirschen auf dem Waldboden zum Stehen. Der Enkel drehte sich halb zu mir um und sagte mit gespielter Lässigkeit:
„Sorry, die Kiste ist doch schon sehr alt und heiß gelaufen. Der Motor muss mal eine halbe Stunde abkühlen.“
Es war eine offensichtliche Lüge – und wir beide wussten das. Trotzdem spielte ich mit.
„Und jetzt bleiben wir hier eine halbe Stunde im Auto sitzen?“, fragte ich und hob eine Augenbraue.
Der junge Mann neben mir auf der Rückbank räusperte sich und schlug vor:
„Wir können uns auch auf die alten Picknickbänke setzen.“
Ich schaute aus dem Fenster. Tatsächlich standen zwischen den Bäumen mehrere wettergegerbte Holzgruppen – Tische mit fest verbundenen Bänken, die schon deutlich bessere Zeiten gesehen hatten. Moos wuchs in den Ritzen, und die Oberflächen waren grau und rissig vom vielen Regen und Sonnenschein.
„Dann lasst uns das machen“, sagte ich. „Ist besser, als hier im Auto zu hocken.“
Die beiden vorne stiegen aus, klappten die Sitze nach vorne und schufen so Platz, dass auch wir von hinten herauskamen. Ich kletterte etwas umständlich aus dem niedrigen Wagen – das gelbe Shirt rutschte dabei erneut hoch und entblößte kurz meinen nackten Po –, dann stand ich auf dem festen Waldboden. Der ausbleibende Regen der letzten Tage hatte den Boden hart und trittfest gemacht, sodass die High Heels erstaunlich gut darauf zurechtkamen.
Gemeinsam gingen wir die paar Meter zu einer der Bank-Tisch-Gruppen. Die Luft roch nach warmem Holz, Erde und Tannennadeln. Vögel zwitscherten irgendwo in den Baumkronen, und in der Ferne war das leise Rauschen einer Straße zu hören – nah genug, um die Gefahr von Spaziergängern real erscheinen zu lassen, aber weit genug, um das Gefühl von Abgeschiedenheit zu bewahren.
Ich blieb an einer der Bänke stehen. Die drei jungen Männer positionierten sich ein bis zwei Meter entfernt von mir und sahen mich an. Es war fast schon süß, wie unsicher und hilflos sie plötzlich wirkten.
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Mir war vollkommen klar, was sie wollten – und ich wollte es inzwischen auch. Das Kribbeln zwischen meinen Beinen war zurückgekehrt. Die Vorstellung, hier mitten im Wald, am helllichten Nachmittag, von ihnen gefickt zu werden, während jederzeit jemand vorbeikommen könnte, machte mich augenblicklich wieder richtig geil.
Doch keiner von ihnen sagte etwas. Keiner machte den ersten Schritt. Die Spannung lag schwer zwischen uns, und die Sekunden zogen sich.
Ich dachte gerade darüber nach, selbst etwas zu sagen oder die Situation aufzulösen, als plötzlich hinter einem der dickeren Bäume Bewegung entstand.
Ein Mann Mitte dreißig trat langsam zwischen den Stämmen hervor. Seine Hose war geöffnet, und er rieb sich ganz offen und langsam den bereits harten Schwanz, während er direkt auf unsere kleine Gruppe zukam.
Die drei jungen Männer erstarrten genauso wie ich.
Für einen Moment herrschte absolute Stille im Wald.

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