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Freitag Vormittag: Schiebereien

Chapter 45 by Reyhani Reyhani

Ich hatte tatsächlich Glück, das Menü signalisierte mir, dass die Kamera im Garten von Hans kurz nach elf Uhr aufgezeichnet hatte. Ich öffnete die entsprechende Datei und sah, wie Hans und Murat sich auf die Terrasse setzten. Doch erst einmal passiert nicht viel. Sie begannen mit Smalltalk, sie rauchten und Murat, der Heuchler, nippte immer wieder an dem Bier, dass Hans ihm gebracht hatte. Irgendwann rückte Murat mit der Sprache heraus, warum er gekommen war.

„Hey, Boss, muss ich mir Sorgen machen? Ist unser Deal geplatzt? Nach so vielen Jahren.“

Wusste ich es doch, die beiden machten krumme Geschäfte. Aber worum ging es genau? Ich tippte auf Betrug beim Import-Export von Gebrauchtwagen.

Hans war überrascht oder tat zumindest so. „Was ist denn los? Es gibt doch keine Probleme mit Bärbel?! Mir gegenüber schwärmt sie immer von deinen Jungs und was für potente Stecher das sind. Und dich lässt sie ja auch regelmäßig ran. Oder muss ich sie auf Linie bringen?“

Es war klar, dass mein fetter Nachbar Hans mal wieder seine Wurstfinger im Spiel hatte. Nur wegen ihm fickte also Bärbel so bereitwillig mit Murat und offenbar auch mit seinen Söhnen, den Zwillingen Yusuf und Emir. Im Gegensatz zu ihrem Vater schienen die aber echt in Ordnung zu sein. Cassy und Tim kannten sie näher, denn sie waren alle etwa im gleichen Alter.

„Nee, mit der Schlampe ist alles bestens“, wehrte Murat ab. „Bin ja dankbar dass die Jungs mit ’ner deutschen Fotze üben können. Es geht um dich, Hans. Fatma hat sich beschwert, du hättest die letzten paar Treffen ausfallen lassen. Ich musste ihr versprechen, dass ich mal mit dir von Mann zu Mann rede.

Magst du etwas Fatma nicht mehr? Ist sie im Alter zickig geworden? Sie war immer eine so gehorsame Frau. Schon vor der Hochzeit hat sie ohne Widerrede meinen Vater rangelassen, ihren zukünftigen Schwiegervater. Und als wir verheiratet waren, habe ich manchmal meinem Bruder erlaubt, sie zu benutzen. Natürlich immer nur den Arsch. Zuerst musste sie Jungfrau bleiben und später gehörte ihre Fotzte dann ja mir. Das ist bei uns absolutes Gesetz. Wer sich nicht dran hält, dem werden die Eier abgeschnitten.“

Murat machte eine theatralische Geste mit der flachen Hand.

Hans überhörte die Drohung einfach und versuchte zu beschwichtigen. „Klar, Murat, ich weiß doch, die Fotze gehört nur dir. Das habe ich immer respektiert. Fatmas Arschloch ist ja mindestens genauso gut. Butterweich und offen. Hab ich bei einer deutschen Frau noch nie erlebt. Die zieren sich immer so. Aber Fatma hat ihrs immer willig als Ausgleich angeboten ... all die Jahre, seit Bärbel zum Achtzehnten zum ersten Mal deine Jungs beglückt hat.

Und auch sonst ist es immer sehr nett mit ihr. Wir verstehen uns super. Und dann ihr leckerer Auflauf. Der mit Spinat ...“

Murat unterbrach Hans. „Börek nennt man das. Weißt du, darauf kannst du dir echt was einbilden. Das macht Fatma nicht für jeden. Da scheinst du was richtig gemacht zu haben mit ihr.“

Hans schmunzelte. „Das ist ganz einfach, Murat, das nennt man Verführungskunst. Empfehle ich dir zur Nachahmung. Mit kleinen Geschenken kann man jede Frau für sich einnehmen. Und bei größeren Geschenken wird sie sogar automatisch feucht, jedesmal wenn du vorbeikommst.

So habe ich aus deiner züchtigen Frau eine läufige Straps-Maus gemacht. Du hast ja sicher schon selbst gesehen, wie gut ihr die Korsagen und Strümpfe, die ich ihr im Laufe der Zeit geschenkt habe, stehen. Sie trägt sie sogar unter ihren Gewändern auf der Straße und beim Einkaufen, hat sie mir mal erzählt.“

Jetzt war ich einigermaßen sprachlos. Die fromme Fatma gehörte auch zu dieser Welt.

Das sittsame Auftreten meiner Nachbarin hatte immer schon meine Fantasie beflügelt. Wie sah sie wohl unter ihrer weiten Kleidung aus, hatte ich mich oft gefragt. Ihre Titten schienen riesig zu sein. Man hatte den Eindruck, dass sie zwischen den ganzen Stofffalten zwei reife, schwere Melonen mit sich herumtrug.

Und ihr Hintern war nicht minder imposant. Er zeichnete sich saftig und rund unter ihrem Gewand ab, wenn sie unsere Straße hinunterging ... auch wenn ich mir einreden wollte, dass ich durch ihr hübsches Gesicht auf sie aufmerksam geworden war.

Allerdings war die Chance, mehr von ihrem Körper zu Gesicht zu bekommen, gleich Null: Keine Kleider mit Dekolleté oder enge Tops und von einem Bikini brauchen wir gar nicht erst anzufangen ... hatte ich gedacht.

Jetzt musste ich lernen, dass ich mich wieder einmal komplett getäuscht hatte. Und wieder einmal war es Hans gewesen, der diese Nuss geknackt hatte, während ich nur geträumt hatte.

Nur Murat schien nicht im Geringsten von Hans’ Verführungskünsten beeindruckt. Er schnaubte verächtlich und nahm einen tiefen Schluck aus seiner Bierflasche.

„Also für mich hat Fatma diese Wäsche noch nie getragen. Und ich wäre auch nicht so blöd, ihr so was zu schenken. Schweineteuer und rausgeschmissenes Geld. Eine Ehefrau muss auch ohne Geschenke gehorchen. Wo kommen wir denn da hin?! Wichtig ist, dass sie schön still hält, wenn ich ihr morgens vor der Arbeit noch schnell die Fotze besame. Nur so zur Erinnerung, wem die gehört.“

So ein Angeber, dachte ich. Da konnte doch was nicht stimmen. Seine Frau konnte ihn ja höchstens alle Jubeljahre mal ranlassen ... wenn überhaupt. Sonst wäre es doch wohl nicht nur bei den Zwillingen geblieben. Da ging es ihm ja wahrscheinlich nicht anders als mir, kam mir die blitzartige Erkenntnis.

Aber ich schob den Gedanken lieber beiseite. So viel Gemeinsamkeit mit einem wie Murat war mir unheimlich. Und außerdem war er ja viel besser dran als ich, denn er konnte sich offenbar regelmäßig bei Bärbel austoben. Und genau das gönnte ich ihm natürlich erst recht nicht.

„Aber was ist denn nun los?“, hakte Murat noch einmal bei Hans nach. „Warum kommst du denn nicht mehr? Du musst doch nicht etwa kürzer treten, Boss?“

Hans reagierte empört. „Ich und kürzer treten? Ich bin fit und habe Appetit wie eh und je. Habe sogar grade ein neues Projekt gestartet. Kennst du Julia, die kleine Rothaarige aus dem Mietshaus vorne an der Hauptstraße? Aber der Fuchs will auch ordentlich eingeritten sein. Das kostet Zeit. Da musste ich Fatma ein bisschen vernachlässigen. Sie hat natürlich Recht, sich zu beschweren. Ich habe mir überlegt, Vielleicht könnte ich in der Zwischenzeit jemand anderem meine Rechte an ihrem Arsch übertragen.“

Murat reagierte empört. „Wie stellst du dir das vor, Boss? Ich kann doch meine Fatma nicht irgendeinem Fremden überlassen. Das gehört sich nicht.“

„Reg dich ab! Ich hatte an meinen Enkel Bernd gedacht. Der ist in einem Alter, wo er möglichst viel Erfahrung sammeln sollte. Und Fatma hätte jemanden, den sie ein bisschen aufpäppeln kann. Bernd ist ein lieber Junge.“

Schlagartig hellte sich Murats Mine auf. „Das ist natürlich was ganz anderes. Warum sagst du nicht gleich, dass es um Familie geht. Da kann auch Fatma nichts dagegen haben. Die sollen sich mal kurzschließen.“

„Wusste ich’s doch, dass man sich auf dich verlassen kann, Murat. Bernd ist übrigens in zwei Wochen einige Tage zu Besuch bei mir. Vielleicht gibst du Fatma dann frei? Eine sehr gute Gelegenheit, dass sich die beiden mal näher kennenlernen. Was meinst du?“

Kaum ausgesprochen, stimmte Murat zu. „Dann hat die Nörgelei endlich wieder ein Ende ... so machen wir das!“

Murat und Hans stießen mit klingenden Flaschen an. So einfach ging das hier. Da wurde meine Nachbarin verschoben wie ein Gebrauchtwagen an der türkisch-bulgarischen Grenze. Von ihrem eigenen Mann. Und Bernd, der Jungspund durfte sich in Famas drallem Arsch austoben und sich hinterher mit Börek füttern lassen.

Ich war mehr erstaunt als geschockt und vor allem war ich neidisch. So einen Opa, der sich um meine sexuelle Erziehung kümmert, hätte ich auch gerne gehabt.

Und ein bisschen erregt war ich auch, wenn ich mir vorstellte, was wirklich hinter der frommen Fassade meiner türkischen Nachbarin steckte. Vielleicht ergab sich ja doch einmal eine Chance für mich, dahinter zu gucken. Ich musste unbedingt nach meiner Rückkehr auch bei Hans ein paar Kameras platzieren. Das war gesetzt! Da musste ich in den nächsten Tagen gleich die nächste Großbestellung aufgeben ... der Gedanke gefiel mir sehr und meine Hose wurde wieder schlagartig eng.

Aber fürs erste war mein Informationsbedürfnis gestillt und die Mittagspause war eh gleich vorbei. Bärbel wusste ich am Nachmittag in guten Händen. Sie würde zusammen mit ihren Schwiegereltern ihren Geburtstag vorfeiern. Der war ja eigentlich erst morgen am Samstag. Nichts Wildes, nur Kaffee trinken und vielleicht eine Runde spazieren gehen. Das würde meinem Vater auch ganz gut tun. Der bewegte sich zu wenig ... und wenn jemand ihn dazu bringt sich ordentlich zu bewegen, dann sicher meine Bärbel.

Ab jetzt würde ich mich wieder voll aufs Seminar und auf die reizende Gesellschaft von Ines und Pam konzentrieren. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht noch eine zweite Chance bekäme.

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