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Chapter 13
What's next?
Eva und Meller verhandeln
Der Hausbesitzer klammert sich an den Stuhllehnen fest, um nicht sofort aufzuspringen und über die halbnackte Schöne herzufallen. Die lächelt kokett und wendet den Kopf in gespielter Scheu zur Seite, ein Finger wickelt eine Haarsträhne auf, die sich keck aus der strengen Frisur gelöst hat. Er hat den Eindruck, dass sie genau weiß, was sie tut, welche Wirkung sie damit bei ihm auslöst. Wahrscheinlich ist er nicht der erste, den sie auf diese Weise bezirzt.
"Herr Meller", flötet sie, "ich hätte schon unheimlich gerne diese Wohnung. Nur einer Sache in dem Mietvertrag kann ich nicht zustimmen."
"Ach, ja? Welche ist das?"
"Hier steht, das Zimmer dürfe nie verschlossen sein. Wenn ich aber einziehe, dann muss ich meine Dienstkleidung und Ausrüstung hier aufbewahren. Die kann ich nicht offen herumliegen lassen. Das sehen Sie doch ein, oder? Wenn da etwas in die falschen Hände gerät, könnte es einen schlimmen Unfall geben."
Sie tippt demonstrativ an ihr Holster, in dem unübersehbar die scharfe Pistole steckt. Meller schluckt kurz und nickt zustimmend.
"Ja, sicher. Das verstehe ich. Wir streichen diese Klausel aus dem Vertrag", er zieht das Papier zu sich herüber, nimmt einen teuren Füllfederhalter aus der Ablage und streicht die entsprechenden Sätze durch, "ich nehme an, es wäre das Beste, wenn wir dann auch einen kleinen Tresor in der Wohnung installieren lassen?"
Sie nickt und er verspricht, sich darum zu kümmern. Dann stellt er seine Gegenforderung.
"Damit ich und mein Geschäftspartner jederzeit die Miete kassieren können, ist dann eine ergänzende Vereinbarung nötig, die uns das auch ermöglicht. Wenn wir klopfen und uns zu erkennen geben, müssen Sie uns unverzüglich hereinlassen. Können wir uns darauf einigen?"
Sie überlegt kurz und stimmt dann zu.
"Und sobald Sie im Haus sind, verzichten Sie auf Oberbekleidung. Nur noch Unterwäsche, Dessous, maximal ein transparentes Babydoll oder Negligé. Okay? Oder gleich FKK."
Ihr Verhandlungspartner fügt die Zusätze handschriftlich in den Text ein, dann schiebt er ihr das Blatt wieder zu. Sie liest alles durch und unterschreibt. Dann lehnt sie sich glücklich und entspannt in ihrem Stuhl zurück. Meller zeichnet gegen und verstaut das Papier sicher in seinem Schreibtisch. Er legt die Fingerspitzen beider Hände zusammen, schaut darüber hinweg die Blondine durchdringend an und grinst schlüpfrig.
"Ich gratuliere zu Ihrer neuen Wohnung! Ich schätze, wir werden eine sehr befriedigende Beziehung zu beiderseitigem Nutzen haben. Jetzt wäre doch eine kleine Feier angebracht, denke ich?"
Er hält fragend sein inzwischen geleertes Glas hoch.
"Tut mir leid. Eigentlich gerne. Aber wie gesagt, ich bin im Dienst."
"Lassen Sie mich mal machen. Ich denke, das bekomme ich geregelt."
What's next?
Das Studentinnen-Haus
oder: Wie man als Vermieter viel Spaß hat
Beim Immobilien-Unternehmer Meller kann man mietfrei wohnen - wenn man eine junge, hübsche Studentin ist und sich dem Hausbesitzer gegenüber aufgeschlossen zeigt...
Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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