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Chapter 143 by Hentaitales Hentaitales

In was für eine Scheiße bin ich da reingeraten?

Es gibt keine guten Antworten

Hatte ich mit den Polizisten im Auto mich noch geärgert, als sie mich ausgehorcht hatten, war es mir bei meiner jetzigen Gesellschaft eindeutig zu still: Niemand verlor auch nur ein Wort, nachdem wir den Autobahnparkplatz verlassen hatten und nun nach sonstwo fuhren. Der Mann neben mir sah irgendwie gelangweilt vor sich hin und blickte nur von Zeit zu Zeit aus den Augenwinkeln zu mir. Er wirkte eigentlich gar nicht aggressiv - ein dunkelhaariger, leicht graumelierter Typ, glattrasiert und vielleicht Mitte, Ende Dreißig, sein Anzug zwar anständig, aber eher etwas für ein Büro als etwas wirklich Schickes. Bestimmt von der Stange. Hatte auch er geschossen, oder war das nur sein Kollege gewesen? Ich konnte es nicht sagen, und wenn er eine Waffe trug, dann hatte er sie wieder eingesteckt.

Schließlich nahm ich mir nach ein paar Minuten doch ein Herz. "Wo bringen sie mich hin?" fragte ich ihn. "Das- Das hier hat doch nichts mehr mit dieser falschen Anzeige gegen mich zu tun, oder?"

"Machen sie sich wegen der Anzeige keine Gedanken, Herr Dreier", gab der Mann mit einer eigenartig leiernden, eintönigen Stimme zurück. "Die wird fallengelassen. Wie sich herausstellen wird, hat eine radikale Terrorzelle Fotos von ihnen missbraucht, um eine bekannte Polizistin in eine tödliche Falle zu locken. Dabei sind sie in die Hände dieser Terrorzelle geraten, ohne eigenes Verschulden."

"Ähm..." Das klang jetzt nicht nach dem, was hier gerade geschah. "Diese Terrorzelle, das sind aber nicht sie, oder?"

Der Mann schüttelte ohne jede Regung den Kopf. "Es gibt keine Terrorzelle, Herr Dreier. Wir repräsentieren eine andere Institution. Und haben sie keine Sorge, wir werden ihnen nichts antun. Wenn sie kooperieren, kommen sie am Ende wieder wohlbehalten in ihr früheres Leben zurück. Sie werden auch ihre Abiturprüfungen nachholen können. Das kann ich ihnen sogar garantieren."

Ich sah ihn zweifelnd an. "Ich nehme an, sie werden mir nicht sagen, welche 'Institution' sie repräsentieren?"

"Wir sind ihre Freunde", sagte der Mann, weiterhin vollkommen emotionslos. "Wir wollen verhindern, dass man sie für unrechtmäßige Zwecke missbraucht."

"Sie haben gerade eben zwei Polizisten erschossen", gab ich zurück. "Ist das für sie 'rechtmäßig'?"

Weiterhin keine Gefühlsregung. "Wir greifen nicht gerne zu solchen Mitteln", meinte er, "in ihrem Fall war es aber schwierig, anders auf sie zuzugreifen. Sie stehen unter Beobachtung des Panacea-Konzerns. Eine normale Kontaktaufnahme hätte möglicherweise dazu geführt, dass man sie aus unserer Reichweite entfernt. Das musste verhindert werden."

Also hatte es doch etwas mit der ganzen Sache an der Schule zu tun! "Sie arbeiten also gegen Panacea", griff ich den Faden auf. "Was sind sie - Wettbewerber? Jemand anderes, der an Panaceas Forschungsergebnisse heranwill?"

"Wir sind ihre Freunde", wiederholte der Mann. "Unsere Aufgabe ist es, sie zu beschützen, sie und ihre Mitschüler. Panacea hat nicht ihr Bestes im Sinn, egal, was man ihnen erzählt hat. Darum greifen wir jetzt ein."

"Meine Mitschüler-" Ich erstarrte. "Haben sie also nicht nur mich ****! Wen noch? Los, raus damit!"

Mein Mitfahrer wandte nun zum ersten Mal den Kopf vollständig zu mir um und sah zu mir, und seine Augen waren noch emotionsloser als seine Stimme. "Sie sind gerade sehr aufgeregt, Herr Dreier", sagte er. "Vielleicht beenden wir die Unterhaltung zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie sich ruhiger fühlen. Ich versichere ihnen nochmals, weder ihnen noch ihren Mitschülern wird etwas geschehen. Kooperieren sie, und alles wird für sie gut ausgehen."

Ich schluckte. "Okay", sagte ich leise, "ich kooperiere. Was soll ich für sie tun?"

"Das erfahren sie, wenn wir an unserem Ziel angekommen sind", war die Antwort.

Wann kommen wir dann endlich an?

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