Komme ich jetzt hier raus?

Es gibt eine Überraschung

Chapter 93 by Hentaitales Hentaitales

Ich atmete erleichtert durch, als ich die summenden Kapseln endlich los war und mein Kopf allmählich wieder klar wurde. Ein dumpfes Pochen aus meinen Händen verriet mir, dass es wahrscheinlich keine besonders gute Idee gewesen war, mir die Daumen auszurenken, aber ich konnte noch alle Finger bewegen, und offensichtlich hielt der dämpfende Effekt, den ich während meines Höhepunktes über die Nerven in meinen Händen gelegt hatte, immer noch an. Gut. Das hätte sonst ein Problem werden können.

Ein anderes Problem hatte ich aber immer noch: die Fesseln an meinen Füßen. Zwar konnte ich sie mir nun endlich näher ansehen und mit meinen nun freien Händen auch an ihnen ziehen und zerren, aber nachgeben taten sie immer noch nicht. Und es war offenbar der gleiche Typ Schellen, mit denen man mir auch die Hände gefesselt hatte. Da kam ich auch mit bester Körperkontrolle nicht raus - meinen Fuß auszurenken, hätte nichts gebracht.

Immerhin kam ich jetzt mit den Händen an den Nachttisch, der neben dem Bett stand, und ich nutzte die Gelegenheit gleich und sah mich nach allem um, was mir hätte nützlich sein können. Und es dauerte auch nur eine Minute, bis ich etwas sehr Nützliches in den Fingern hatte: zwei kleine Schlüssel, die verdächtig danach aussahen, als würden sie zu den Handschellen gehören. Ich probierte sie aus, und gleich der erste Schlüssel passte. Endlich war ich wieder frei!

Das erste, was ich tat, war das Laken vom Bett abzuziehen und mich sorgfältig abzutrocknen. Zwischen den Beinen klappte das auch ganz gut, aber nicht am Oberkörper: meine Nippel hatten bisher noch nicht die Produktion eingestellt, und immer noch tropfte meine Milch aus ihnen heraus. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Ich überlegte einen Moment, mir mein von Ashley zerschnittenes T-Shirt um die Brust zu binden, um zumindest einmal nicht ganz unbedeckt zu sein, entschied mich dann aber dagegen - es hätte nicht viel geholfen. Dementsprechend schlüpfte ich nur wieder in meine Hosen, auch wenn das Gefühl ohne Slip etwas seltsam war. Aber immerhin war ich jetzt nicht mehr vollkommen nackt.

Ich durchwühlte noch einmal das ganze Zimmer, konnte aber beim besten Willen nichts finden, das sich als Waffe geeignet hätte. Meine ursprüngliche Idee - Ashley zu schnappen und zu überwältigen, wenn sie zurückkam - war also wahrscheinlich nicht machbar. Also musste ein anderer Plan her. Aber welcher? Ein Telefon suchen und die Polizei zu Hilfe rufen - diesmal die richtige? Hm. Ich erinnerte mich, dass wir in einer Art Lagerhalle oder zumindest einem Industriegebäude waren. Gab es hier überhaupt ein Festnetztelefon?

Es half alles nichts, ich musste mich hier ein wenig umsehen. Vorsichtig ging ich zur Tür, öffnete sie einen winzig kleinen Spalt und lauschte zuerst einmal. Stille. Ich zog die Tür noch ein wenig weiter auf und lugte hinaus: Der Gang war leer, und der Durchgang in die große Halle, in der wir angekommen waren, war verschlossen. Mit einem tiefen Durchatmen trat ich aus dem Zimmer heraus, schloss leise die Tür hinter mir und begann dann meine "Erkundung".

Zunächst einmal nahm ich mir die anderen fünf Türen vor, die es an den Seiten des Ganges noch gab, lauschte jeweils daran, und wenn ich nichts hörte, versuchte ich sie zu öffnen. Das brachte mich allerdings nicht viel weiter: Drei der Türen waren verschlossen, und hinter den anderen beiden waren nur vollkommen leere, unmöblierte und offenbar unbenutzte Räume gewesen. Ein Telefon gab es hier schon mal nicht, und immer noch nichts, das mir dabei hätte helfen können, mich im Notfall zu verteidigen oder Ashley zu überwältigen.

Ich hätte jetzt noch tiefer ins Gebäude eindringen können und die Tür am Ende des Ganges ausprobieren können, aber zunächst einmal musste ich herausfinden, ob vorne in der Halle inzwischen die Luft rein war und ich vielleicht einfach und unproblematisch verschwinden konnte - wenn ich erst hier fort war, wäre es nicht mehr schwer gewesen, Hilfe zu holen. Ich ging also dorthin, von wo aus man mich hergeführt hatte, und wie zuvor horchte ich zunächst an der Tür, ehe ich sie einen Spalt öffnete und noch einmal innehielt. Alles schien dahinter ruhig zu sein. So leise ich nur konnte, öffnete ich sie vollständig und trat hinaus in die Halle-

"Na, haben wir uns verlaufen?" hörte ich hinter mir eine amüsierte Stimme.

Ich fuhr herum. Hinter mir stand einer der falschen Polizisten, der neben der Tür gestanden haben musste, und ehe ich reagieren konnte, stieß er sie auch schon zu und stellte sich davor. "Ich dachte, die Chefin hätte dich im schwarzen Zimmer angekettet", sagte er. "Was machst du hier draußen?"

"Ich, ähm, muss mal", sagte ich und merkte im selben Moment, wie unglaubwürdig ich klang. "Und Ashley meinte zwar, ich sollte im Zimmer bleiben, aber angekettet war ich nicht. Und die Tür war nicht abgeschlossen!" Immerhin der letzte Satz war nicht gelogen.

"So, so." Der falsche Polizist sah mich mit einem breiten Grinsen an, und mir wurde erst jetzt richtig bewusst, dass ich mit nackten Brüsten vor ihm stand. Eilig verschränkte ich meine Arme davor, und das sorgte zumindest dafür, dass die Augen des Mannes wieder hoch zu meinem Gesicht wanderten. "Du bist doch das Mädchen, das Henriksen so übel zugerichtet hat, oder?"

Ich starrte böse zurück. "Wenn das der Kerl mit dem dämlichen Bärtchen war: Der wollte mich ficken, und ich hab ihm gezeigt, was für eine blöde Idee das war."

Der falsche Polizist nickte. "Ja, Henriksen war noch nie besonders clever gewesen. Aber er ist ein guter Kumpel, und deinetwegen jetzt im Krankenhaus." Sein Gesichtsausdruck und sein Ton veränderten sich deutlich in Richtung Verärgerung.

"Hör mal, ich-" Sein Stimmungsumschwung machte mir jetzt doch Sorgen. "Ich will keinen Ärger haben. Ich will nur hier raus. Wenn du mir hilfst-"

"-reißt mir die Chefin die Eier ab", beendete der Mann meinen Satz. "Du gehst jetzt schön brav zurück in dein Zimmer, und dort fessle ich dich ans Bett. Und wenn du was Blödes versuchst, werd ich wütend. Die Chefin hat zwar gesagt, wir sollen dich und das andere Mädchen nicht so hart anfassen, aber wenn sie hört, dass du abhauen wolltest, wird sie Verständnis haben, dass ich bei dir mal etwas fester hinlange."

Ich schluckte. "Können wir nicht-"

Ein knappes Kopfschütteln war die Antwort. "Nein, können wir nicht. Und jetzt los! Zurück mit dir in mein Zimmer, oder ich ziehe andere Saiten auf!"

"Ooh, das klingt ja geil", ertönte eine weiche, weibliche Stimme vom anderen Ende der Halle. "Darf ich mitmachen, wenn du andere Saiten aufziehst?"

"Was zum-" Der Mann fuhr herum, und er und ich sahen beide überrascht zu der dunkelblonden Frau hinüber, die gerade eben die Halle hereinstolziert kam, als würde ihr das alles hier gehören. Sie hatte ein breites Lächeln auf den Lippen und winkte uns zu.

Der falsche Polizist war nur etwas verwundert, wer da auf uns zukam. Aber mir fiel vor Überraschung schier die Kinnlade herunter.

Es war Sarah. Meine Mutter.

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WAS. ZUM. TEUFEL.

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