Chapter 9
by
Truthahn
weiter?
Die Weiterreise in den Hinterhalt
Eine Übernachtung noch, dann würden sie endlich in der Stadt Arrakurs ankommen!
Amathea und Tinara ritten nun den zweiten Tag, ungeduldig und etwas müde vom Reisen sehnten sie sich der Ankunft entgegen.
Die großen Pferde trotteten gleichmütig einen baumbestandenen Hohlweg entlang, als plötzlich drei ältere, bewaffnete Bauern in ihren Weg spragen. "HALT! Hier geht es für Schergen Arrakurs nicht weiter!" rief der Grauhaarige in der Mitte.
Amathea richtete sich halb erschrocken, halb verwundert auf. "Ich denke, wir reiten trotzdem weiter, werter Mann!" entgegnete sie und betrachtete die drei groben Piken, die ihr entgegengehalten wurden.
"Das denke ich nicht!" entgegnete der Grauhaarige selbstbewusst, woraufhin sich an jeder Seite des Hohlwegs Bogenschützen erhoben. Gute drei Dutzend. Alle mit gespannten Bögen die auf die beiden Reiterinnen gerichtet waren.
Tinara machte automatisch eine zurückweichende Bewegung.
Amathea sah sich um und hob die Augenbrauen. "Ich denke schon, weil wir keine Schergen Arrakurs sind." Sie deutete auf die Wappenbestickte Satteltasche und sprach weiter, um den fragenden Ausdruck aus den Gesichtern der Oppunenten zu nehmen: "diese Pferde habe wir erbeutet. Unser Dorf wurde überfallen und zerstört. Und nun werden wir **** nehmen und Arrakur stürzen."
Der Grauhaarige lachte auf. "Arrakur stürzen. Zu zweit?" Er schüttelte den Kopf "Unser Dorf wurde von vorbeiziehenden Soldaten geplündert. Seitdem haben wir uns bewaffnet und wehren uns. Aber Arrakur stürzen? Wie stellt ihr euch das vor? Einfach durchs Stadttor rein, nach Arrakur fragen und ihn erdolchen? Schon die Stadtwachen werden euch töten bevor ihr durch eines der Tore tretet."
Amathea und Tinara sahen sich an. So weit hatten sie tatsächlich noch nicht gepant.
"Ich kann sie hineinbringen!" ertönte eine helle Stimme.
Ein Knabe, ein Jugedlicher, nein, es war kein Junge. Ein kurzhaariges Mädchen, fast schon eine junge Frau, trat vor.

"Nicht doch, Dariaca!" rief die ebenso grauhaarige Frau, die ebenfalls mit einer Pieke vor den Reitern stand. "Du bist gerade erst hier in Sicherheit angekommen!"
"Papperlapapp! In der Stadt bin ich ebenfalls in Sicherheit. Man kennt mich dort als den Jungen Dariac. Und niemand kennt sich besser aus als ich." Das Mädchen grinste selbstbewusst. "Und ich denke niemand außer mir kann die beiden zu meinen Eltern in den Untergrund führen!"
"Untergrund?" fragte Tinara. Der Grauhaarige nickte. "Ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Mehrere Familien von uns sind in der Stadt und leben dort unauffällig unter den Leuten. Sie treffen sich in den Katakomben und planen schon länger den Umsturz Arrakurs. Aber das ist schwerer als gedacht. Scheint fast unmöglich."
"Das klingt nach besten Voraussetzungen! Als bestens ausgebildete Kriegerinnen können wir diese Pläne bestens unterstützen oder gar umsetzen! Wenn ihr erlaubt nehmen wir ihr Angebot gerne an!" sagte Amathea und deutete auf das Mädchen. "Wir versprechen auch gut auf sie aufzupassen."
Dariaca lachte amysiert auf. "Ich denke, ich werde eher auf euch aufpassen müssen...."
"Na gut." sagte die Frau. "Dariaca kennt sich wirklich gut aus. Es ist eine Chance. Sie soll euch begleiten."
weiter?
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In barbarischen Zeiten
Die Geschichte dreier Schwestern lange vor unserer Zeit
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