Hat sie sich jetzt verraten?

Die Wahrheit wird enthüllt

Chapter 188 by Hentaitales Hentaitales

"Ich-" Steffi starrte ihn einen Moment lang an, dann blickte sie im Raum herum. "Ihr- Ihr glaubt das doch nicht, oder? Ihr glaubt doch nicht, dass ich was damit zu tun haben könnte!"

"Doch, es sieht ganz so aus", meldete sich Steffen zu Wort. "Und wenn du jetzt noch länger hier diese Scharade abziehst, machst du es bestimmt nicht besser für dich."

Zur allseitigen Überraschung erhob plötzlich Viktor seine Stimme. "Seid nicht so streng zu ihr", bat er, "sie ist nicht von alleine auf den Gedanken gekommen."

Steffi starrte entsetzt zu ihm. "Schatz - nein! Du kannst nicht-"

"Ich hab sie überhaupt erst drauf gebracht", fuhr er fort. "Auch wenn ich nicht wusste, was sie dann genau anstellen würde."

"Wenn sie es nicht sagen will", meinte Lorena, "kannst du vielleicht aufklären, was genau los war?"

Erneut versuchte Steffi, sich einzumischen. "Bitte, Schatz, das ist eine Scheißidee-"

Viktor schüttelte nur kurz in ihre Richtung den Kopf. "Sie hat unser Kind wirklich dabei verloren, als sie sich zum ersten Mal in einen Mann verwandelt hat", sagte er. "Wir hatten keine Ahnung, dass das passieren würde, und wir waren beide sehr mies drauf deswegen. Connor dachte anscheinend, zwischen uns wäre irgendwas vorgefallen, und er hat quasi sofort wieder angefangen, sie anzubaggern, meinte anscheinend, er könnte sich besser um sie kümmern als mich. Steffi hat es mir erzählt; sie war echt sauer auf ihn, und ich meinte, jetzt, wo sie ihre Gestalt ändern kann, findet sie bestimmt einen Weg, ihm mal einen Dämpfer zu verpassen." Er presste die Lippen zusammen. "Dass es jetzt zu so was kommt, hätte ich natürlich nicht gedacht."

"Wenn du wusstest, dass sie der zweite Gestaltwandler unter uns ist", fragte Steffen mit einem sehr unfreundlichen Unterton, "warum hast du's dann nicht gleich gesagt, als Tom es eben angesprochen hat?"

"Weil ich Steffi nicht reinreiten wollte", gab Viktor zurück. "Weil's ja auch meine Schuld war. Und weil ich finde, dass sie nicht wirklich eine Bestrafung verdient hat. Ich meine, klar, das mit dem Schwimmbad war gefährlich, aber letzten Endes ist doch nicht wirklich was Schlimmes passiert."

Steffen sah ihn an und atmete einmal tief durch. "Leider ist doch was Schlimmes passiert", sagte er. "BM ist tot."


Nachdem Steffen erklärt hatte, was genau vorher mit Connor und Dao geschehen war, herrschte entsetztes Schweigen im Raum. Nur eine Stimme brach die Stille: Jessies.

"Kein Scheiß?" fragte sie.

"Kein Scheiß."

Jessies Gesicht verzerrte sich zu einer Grimasse des Schmerzes, und sie begann zu zittern. Dann drehte sie sich ruckartig um und ging in Richtung Tür, mit langsamen, unsicheren Schritten. Alex trat schnell zu ihr. "Soll ich dich begleiten?"

Sie schüttelte den Kopf, und Alex konnte Tränen auf ihren Wangen sehen. "Nein", sagte sie mit erstickter Stimme, "ich will jetzt alleine sein."

"Okay." Alex gab ihr ein bisschen Platz, und sie öffnete die Tür und ging leicht schwankend aus dem Zimmer.

"Ähm..." Sandy, die direkt neben Dao stand, war ein Stück von ihr weggerückt. "Also, es wäre irgendwie gut gewesen, wenn wir alle über Daos Kräfte Bescheid gewusst hätten. Dann wär das nicht passiert."

Alex schüttelte den Kopf. "Es wär auch nicht passiert, wenn Connor Daos Wunsch nach keinem Sex respektiert hätte. Ich war dabei, als es passiert, ist; ich hab mitbekommen, wie er drauf war. Sie ist nicht schuld daran, dass er sie unbedingt schwanger kriegen wollte. Und wenn du in ihrer Situation wärst, würdest du es vielleicht auch nicht so raushängen lassen."

Dao starrte mit finsterem Blick vor sich hin; es ging ihr sichtlich nah, dass jetzt alle von ihr wussten. "Vielleicht sollte ich gar nicht hier sein", sagte sie leise, "ehe noch mehr passiert."

"Dich trifft keine Schuld", sagte Lorena sofort, "was mit Connor passiert ist, das war ein Unfall. Wenn du jetzt wegläufst, ist niemandem geholfen. Bleib hier bei uns, dann bist du in Sicherheit, bis du mit deinen Kräften vollkommen umgehen kannst."

"Und das ist auch nicht das Thema hier", fügte Steffen hinzu. "Die Frage ist, was machen wir mit Steffi, jetzt, da wir wissen, was passiert ist?"

Steffi verschränkte die Arme. "Vielleicht darf sie ja mal selbst was dazu sagen, ehe ihr immer nur über sie redet?"

Steffen blickte zu ihr. "Okay, dann lass mal hören. Ich bin gespannt, wie das hier alles für dich aussieht."

"Also erst mal..." Steffi atmete tief durch. "Dass Connor dabei was passiert, wollte ich nicht. Ich wollte, dass er wie der dämliche Idiot mit dem Schwängerfetisch dasteht, der er nun mal ist- ähm, war." Sie errötete leicht. "Ich dachte auch nicht, dass er diesen komischen Plan wirklich durchzieht. Ich dachte, er bespricht ihn mit Paps oder Tom oder so, und die erklären ihn für blöd, und dann sagt er, dass Mama es aber gut findet, und sie fragen sie, und Mama weiß von nichts, und Connor beginnt an seinem eigenen Verstand zu zweifeln." Sie seufzte. "Dass er sofort losrennt, konnte ich echt nicht ahnen."

"Davon erzählt hast du aber auch niemandem", warf Tom ein. "Und als ich von dir wissen wollte, ob du ne Ahnung wegen dem verschwundenen Nissan hast, warst du auch angeblich ahnungslos."

Steffi nickte. "Weil ich nicht gedacht hätte, dass das Connor war. Wie gesagt, ich hatte keinen Plan, dass er sofort loslegen wollte."

Mit nicht sehr freundlichem Gesichtsausdruck meldete sich erneut Steffen zu Wort. "Und dann hast du mich kopiert, um Connor wieder aus seinem Zimmer zu lassen, und vorher hast du noch allen gesteckt, was er im Schwimmbad gemacht hat. Was meinst du, wie das für mich aussieht?"

"Na ja", erklärte Steffi, "als dann Tom Hals über Kopf aus dem Haus gerast ist, hab ich natürlich kapiert, dass das wegen Connor war. Aber dass Tom ihn wegsperrt, das passte mir nicht in den Kram - er sollte ja merken, dass seine 'ich-schwängere-alles'-Tour nicht ankommt. Also hab ich mit Mamas Handy alle darüber informiert, was er getan hat und ihn dann wieder rausgelassen, damit er von euch erst mal eine Abfuhr bekommt und sich mal Gedanken drüber machen kann, wie er mit seiner Art eigentlich ankommt." Sie sah zu Dao. "Ich dachte eigentlich, auch du würdest die Nachricht lesen..."

"Ich hab kein Handy", gab Dao leise zurück.

Steffi schwieg einen Moment betreten. "Also, ähm, naja, jetzt wisst ihr alles, was passiert ist. Klar, ich wollte Connor eine auswischen. Aber das sollte einfach nur ein Prank sein. Ich wollte nicht, dass, naja, sowas passiert."

Lorena nickte. "Wir glauben dir, Liebes. Das alles war eine entsetzliche Verkettung unglücklicher Umstände-"

"-wegen denen jetzt aber einer von uns tot ist", beendete Steffen hart den Satz. "Und bei allem Verständnis, es geht nicht, dass wir anfangen, unsere Kräfte gegeneinander einzusetzen! Das bei Viktor, das war in Anbetracht der Situation noch zu verzeihen, vor allem, weil er sich da noch nicht im Griff hatte, wie auch Dao. Das mit Syren war hart an der Grenze, weil sie einfach nur alle sicher da rausbringen wollte und darum auch Roadie mit beeinflusst hat. Aber du, Steffi, du hast mit voller Absicht und mit dem Willen, BM eine auszuwischen, erst Hathor und dann mich kopiert! Das Resultat davon hast du bestimmt nicht gewollt, das glaube ich dir. Und trotzdem hast du BM auf dem Gewissen - BM, der uns nicht nur dieses Safehouse, sondern quasi alle unsere finanziellen Mittel verschafft hat! Früher oder später wird auffallen, dass er von der Welt verschwunden ist! Hast du eine Ahnung, wie wir dann weitermachen sollen, hm?"

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Ja - wie wollen sie Connors Verschwinden erklären?

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