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Chapter 3 by Boss Boss

Was sollte ich tun?

Die USB-Sticks

Meine Hände zitterten. Bärbel war nie wirklich technikaffin und somit waren das ganz sicher keine Sticks, die sie sich selber bespielt hat. Aber wieso hatte sie die? Wieso waren die versteckt und was ist da drauf?

Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis, so dachte ich. Handys liegen einfach so rum, die PINs sind bekannt und es geht niemand ohne zu fragen an die Nachrichten des anderen. Ich weiß, dass Bärbel einen eigenen e-mail-Account eingerichtet hat - aber bis dahin habe ich da nie weiter drüber nachgedacht, war einfach davon ausgegangen, dass es für Werbung, Bestellungen, Newsletter oder Geschenke für mich oder die Kids ist. Nichts wirklich Geheimes oder Wildes - aber genau in diesem Moment kamen mir Zweifel.

Die Sticks wogen schwer in der Hand. Ich war wirklich unschlüssig, ob ich da nachschauen sollte und zögerte. Es konnten ja noch mehr Überraschungen für mich sein. Irgendwelche ebooks zum Beispiel ... aber gleich zwei Sticks und gleich so große? Das passte nicht. Ich musste einfach herausfinden was auf den Sticks war!

Ich packte also die Box weg, nahm die Sticks und ging an meinen Schreibtisch. Die Sticks waren nur mit H und J beschriftet – keine Ahnung was das sollte ... also steckte ich H als erstes in den Slot. Noch einmal tief durchatmen und dann über den Explorer öffnen. Auf dem Stick waren 5 Ordner angelegt. Jeweils nur mit einem Datum versehen. Der erste Ordner war auf einen Tag vor ca. einem Jahr datiert.

Kurz nachgedacht ... ja, das war der Tag unseres Sommerfestes in der Straße. Ein lustiger Abend soweit ich mich erinnere, ca. 30 Personen, eine Party mit super Stimmung, Tanz und einer Menge ****. Ich grinste in mich hinein, als mir einfiel, dass ich schon gegen 23:00h gehen musste, weil ich kaum noch stehen konnte. Anna, die süße 18-jährige Tochter eines unserer Nachbarn hat mich dann nach Hause gebracht, weil Bärbel nicht zu finden war. Ich konnte noch einen Blick in das üppige Dekolleté von Anna erhaschen (und hatte am nächsten Tag ein schlechtes Gewissen). Danach Filmriss!

Am nächsten Morgen war ich in Unterhosen gegen 11:00h in unserem Bett aufgewacht. Bärbel lag zerzaust, noch voll geschminkt und nackt neben mir. Ich hatte noch gelacht, weil sie sonst nie so ins Bett geht. 'War ich wohl nicht der Einzige mit zu viel ****' so dachte ich zumindest.

Hätte ich nur genauer hingeschaut und die Hinweise wahrgenommen!

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