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Chapter 20
by
Meister U
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Der nächste Morgen
Das erste Morgenlicht fiel in schmalen Streifen durch die schweren Vorhänge, staubige Goldfäden in der schummerigen Luft. Ich erwachte langsam, spürte die Wärme. Große, feste Wärme an meinem Rücken. Emirs Arm lag schwer um meine Taille, seine Hand ruhte flach auf meinem Bauch, besitzergreifend auch im Schlaf. Sein Atem strömte warm und regelmäßig gegen meinen Nacken, sein Brustkorb hob und senkte sich sanft gegen meinen Rücken. Löffelchen-Stellung. Vertraut. Beruhigend. Und doch…
Ich blieb ganz still. Die Erinnerungen der Nacht jagten durch meinen Kopf wie Sturmvögel: Die Demütigung im Flur, Sophies Ekstase über mir, Sarahs schmerzverzerrte Schreie, Lenas zitternde Macht auf Emir, Mias gebrochener Widerstand… und schließlich dieses Bild: Emir und Mia, verschmolzen in einer Sanftheit, die mich ebenso verwirrte wie sie mich schmerzen ließ. Ich hatte geschlafen, während er sie hielt. Während er sie tröstete.
Sein Arm zog sich leicht um mich zusammen, als spürte er meine Wachheit. Ein tiefer Atemzug gegen meinen Nacken. "Jessica?" Seine Stimme war vom Schlaf rau, ein vertrautes Raunen.
"Mmh." Ich drehte mich nicht um. Nicht gleich. Ich presste mich nur noch fester in seine Umarmung zurück, spürte die ganze Länge seines Körpers, seine Morgenerktion, die sich hart gegen mein Gesäß drückte. Ein Anker in dem Nachwirbel der Nacht. Mein Anker. Trotz allem.
"Du hast geschlafen wie…" Er suchte nach einem Wort. "... wie nach einem Krieg." Seine Hand strich langsam über meinen Bauch, hinauf zur Brust, blieb dort liegen, die Handfläche warm über meinem Herzschlag.
"War es ja auch," flüsterte ich zurück. Meine eigene Stimme klang fremd. Verbraucht. "Ein schöner Krieg. Ein schmutziger Krieg. Unser Krieg."
Er schwieg einen Moment. Seine Finger begannen, kleine Kreise um meine Brustwarze zu zeichnen, die sofort unter der Berührung erwachte. "Und?" Die Frage war offen. Geladen.
Ich atmete tief ein. Die Zeit war jetzt. "Und… ich habe etwas gelernt. Über mich. Über dich. Über… was möglich ist."
"Ja?" Seine Stimme war ruhig, aufmerksam. Die Hand an meiner Brust blieb.
"Ich liebe dich, Emir. Über alles. Das hat sich nicht geändert." Ich spürte, wie er sich hinter mir minimal entspannte. "Ich liebe deine Direktheit. Deine Unerbittlichkeit. Dein… grenzenloses Verlangen." Ich drehte mich endlich in seinen Armen, lag nun auf dem Rücken, schaute ihm in die dunklen Augen, die im Dämmerlicht unergründlich waren. "Ich sah dich mit Sophie. Mit Sarah. Mit Lena. Mit Mia." Ich hielt seinen Blick. "Es hat mich zerrissen. Es hat mich geil gemacht. Es hat mich… eifersüchtig gemacht. Und doch…"
"Und doch?" Er beugte sich leicht über mich, seine Lippen waren ganz nah.
"Und doch will ich, dass es weitergeht." Die Worte waren klar. Kein Zittern. "Ich will, dass du nimmst, was du willst. Frauen. Ihre Lust. Ihre Unterwerfung. Ihre Schreie." Ich sah das Aufblitzen in seinen Augen – Überraschung? Triumph? "Aber…" Ich legte eine Hand auf seine Wange, forderte seinen ganzen Fokus. "Unter einer Bedingung."
Sein Blick wurde schärfer, wacher.
"Ich will immer dabei sein, Emir." Meine Finger gruben sich leicht in seine Haut. "Immer. Ob ich zusehe. Ob ich helfe. Ob ich teilnehme." Ich ließ die Bilder der Nacht durch mich fließen – mich über Mia gebeugt, ihre Lust in meinen Fingern. "Ich will Zeugin sein. Komplizin. Teil davon. Nicht die Braut, die draußen wartet. Sondern die Herrin, die mit dir regiert." Ich hielt einen Moment inne, ließ es sacken. "Und…" Mein Blick wurde fordernd. "Das Gleiche gilt für mich. Wenn ich eine Frau will…" Ich dachte an Mias nassen Rücken unter der Dusche, an die Macht, sie zu berühren. "... oder einen Mann. Dann nehme ich sie. Ihn. Und du bist dabei. Immer. Das ist mein Preis für deine Freiheit. Unsere Freiheit. Unsere… sexuelle Spielwiese."
Die Stille, die folgte, war dick. Er bewegte sich nicht. Sein Blick bohrte sich in meinen, suchte nach Lügen, nach Unsicherheit. Er fand keine. Nur Entschlossenheit. Eine neue Härte, die die Schüchternheit der Braut von gestern verschlungen hatte. Die Nacht hatte mich geformt. Gebrannt. Geöffnet.
Ein langsames, tiefes Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Kein kaltes Lächeln des Triumphes. Ein echtes, warmes, anerkennendes Lächeln. Er beugte sich herab, seine Lippen berührten meine, sanft, aber mit einer untergründigen Intensität. "Jessica Aslan," flüsterte er gegen meinen Mund. "Meine Braut. Meine Frau. Meine Herrin." Ein Kuss, der Besitz und Kapitulation zugleich war. "Deine Bedingungen…" Ein weiterer Kuss, fordernder. "... sind akzeptiert."
Er löste sich nur einen Hauch. Seine Augen funkelten im schwachen Licht. "Unsere Zukunft…" Seine Hand glitt von meiner Brust hinunter, über meinen Bauch, zwischen meine Beine, fand die feuchte Hitze, die dort bereits auf ihn wartete. "... sieht schmutzig aus. Und wunderschön." Seine Finger drangen ein, vertraut, fordernd. Ein Stöhnen entrang sich mir. "Und sie beginnt…" Er positionierte sich über mir, seine Härte drängend gegen meinen Eingang. "... jetzt."
Mit einem tiefen, besitzergreifenden Stoß drang er in mich ein. Nicht sanft. Nicht wie bei Mia. Hart. Vertraut. Der Morgen begann nicht mit Worten. Er begann mit dem rhythmischen Klatschen unserer Körper, mit meinem aufsteigenden Stöhnen, mit dem Blick in seine dunklen Augen, die versprachen, dass diese Hochzeitsnacht nur der erste, atemlose Akt eines langen, schmutzigen und grenzenlosen gemeinsamen Abenteuers war. Unsere Hochzeitsreise wartete auf uns - und unsere Gäste beim Frühstück.
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Jessicas Brautjungfern
Nach der Party ist ihre Aufgabe nicht beendet
Brautjungfern sind in der Regel die Freundinnen oder Familienmitglieder der Braut, die sie bei der Hochzeit unterstützen und an der Zeremonie teilnehmen. Sie begleiten die Braut zum Altar, helfen ihr bei der Vorbereitung und spielen oft auch eine Rolle bei der Gestaltung der Hochzeitsfeier. Doch für Emir ist ihre Aufgabe damit noch lange nicht beendet...
Updated on Jul 19, 2025
by Meister U
Created on Jun 2, 2025
by Meister U
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