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Chapter 9 by MACC MACC

Wie geht es weiter ?

Das Gerichtsverfahren gegen den Taxifahrer

Melanie und ich lassen es uns selbstverständlich nicht nehmen, dem bereits am übernächsten Tag stattfindenden Gerichtsprozess und der Verurteilung des Taxifahrers Joseph zu seiner gerechten Strafe beizuwohnen. Der schwarze Hotelmanager Abdul hat sich freundlicherweise frei genommen und ins Gericht begleitet, um während des gesamten Verfahrens als Dolmetscher zu dienen. Wenig überraschend sind Melanie und ich die beiden einzigen weißen Personen im Gerichtssaal.

Als erster Zeuge vor dem Richter erscheint ein schwarzer Polizist, der hauptsächlich beschreibt, wieviel Sperma er in dem weit aufklaffenden Schoß meiner nackten Frau gesehen habe, was von dem schwarzen Zimmermädchen als nächste Zeugin bestätigt wird. Dann wird jedoch zu meiner Überraschung Joseph in den Zeugenstand gerufen, der behauptet, dass ich ihm mit dem Geld in Wahrheit dafür bezahlt habe, damit ich zuschauen könne, wie ein schwarzer Mann meine Frau befriedige.

In diesem Moment beginnt die Stimmung bei den Zuschauern im Gerichtssaal zu unseren Ungunsten kippen. Als Abdul uns die Aussage des schwarzen Taxifahrers übersetzt, beginne ich gegen die vorgebrachten Lügen lautstark zu protestieren. Ich bin so aufgebracht, dass ich mich gar nicht mehr beruhigen kann. Erst als zwei schwarze Polizisten mich links und rechts fest an den Armen packen, kann ich mich mit Mühe wieder etwas beherrschen.

Als nächstes halten der Ankläger und der Verteidiger schon ihre Plädoyers, von denen Abdul uns nur einen Bruchteil übersetzt. Dann spricht der Richter sein Urteil. „Für wie lange muss der Kerl ins Gefängnis?“ frage ich unseren Dolmetscher gespannt. Abdul sieht mich mit großen Augen kopfschüttelnd an. „Der Richter hat ihn freigesprochen“, sagt er schließlich. „Waaas? Springe ich auf. Sofort sind die beiden Polizisten über mir, werfen mich auf den Boden und legen mir die Handschellen an.

„Das war sehr unklug von Ihnen“, sagt Abdul bedauernd. „Der Richter hat nun angeordnet, dass sie wegen Missachtung des hohen Gerichtes für drei Tage ins Gefängnis müssen“, fügt er hinzu. „Ich komme ins Gefängnis, während dieser Verbrecher freigelassen wird?“ schnappe ich empört nach Luft. „Verärgern Sie den Richter nicht noch weiter“, flüstert Abdul. „Keine Sorge! Ich werde mich um ihre hübsche Frau kümmern, bis Sie wieder aus dem Gefängnis entlassen werden!“ versichert er mir hoch und heilig …

Wie geht es weiter ?

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