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Chapter 5 by Meister U Meister U

What's next?

Astrid erstarrte mitten in der Bewegung

Ihre Schultern zuckten hoch, als wäre sie ertappt worden. Langsam drehte sie den Kopf zurück. Ihr Gesicht war kreidebleich, die Verwirrung darin fast schmerzhaft anzusehen. „Mein… mein Zimmer? Warum…?“

„Weil du das kleinste Zimmer hast“, fuhr Liv fort, drehte sich zum Wasserkocher und goss Wasser nach, als wäre dies die logischste Sache der Welt. „Wenn Bernd das Gästezimmer nimmt, muss vielleicht umgeräumt werden. Er sollte die Optionen sehen.“

Gleichzeitig, mit einer fließenden, fast unsichtbaren Bewegung, die ihren Körper vor Astrids Blick abschirmte, griff Liv in die Tasche ihres Bademantels. Ihre Finger schlossen sich um ein kleines, quadratisches Päckchen. Sie drehte sich einen halben Schritt zu Bernd, der noch in der Türöffnung lehnte, und drückte es ihm unauffällig in die Hand, die er locker an seiner Seite hielt.

Ihre Lippen bewegten sich kaum, ein Hauch eines Flüsterns, das nur für ihn bestimmt war, scharf und deutlich unter dem Plätschern des Wassers:

„Sie braucht einen Mann, der ihr zeigt, wo es langgeht. Sei nett.“

Die Worte trafen ihn nicht wie ein Befehl, sondern wie eine Diagnose und eine Freigabe in einem. Seine Finger schlossen sich reflexartig um das Kondom. Seine blassgrauen Augen huschten von Livs ausdruckslosem Profil zu Astrids zitternder Silhouette im Flur. In diesem Moment verstand er den vollen Umfang von Livs Vorschlag. Das war keine Laune. Das war eine Neuordnung ihres kleinen „Ökosystems“. Und Liv übergab ihm den Schlüssel dazu.

Ein winziges, kaltes Lächeln erschien in seinen Augen. Es war die Art von Herausforderung, die er verstand.

Astrid, ahnungslos über den stummen Austausch, rang sichtbar mit sich. Ihre Schüchternheit kämpfte gegen den impliziten Gehorsam, den Livs ruhige Autorität forderte. „Es… es ist wirklich sehr klein und unordentlich“, presste sie hervor, eine schwache, letzte Verteidigungslinie.

„Umso besser für eine realistische Einschätzung“, erwiderte Liv und stellte die Teekanne ab. Ihr Blick traf Astrids, unnachgiebig. „Bitte, Astrid.“

Das „Bitte“ war der letzte Sargnagel. Es klang höflich, war aber eine unumstößliche Anweisung.

Astrids Schultern sackten ein winziges Stück ab, in stiller Kapitulation. Sie nickte, kaum sichtbar. „Gut. Also… hier entlang.“

Sie wagte es, Bernd einen ängstlichen Blick zuzuwerfen, dann drehte sie sich um und schlurfte den Flur hinunter zu ihrer Tür.

Bernd schob sich langsam vom Türrahmen ab. Bevor er Astrid folgte, warf er Liv einen letzten Blick zu. Sie hatte sich wieder dem Tee zugewandt, schien die Blätter in der Kanne zu studieren. Doch er sah die angespannte Linie ihres Nackens unter dem honigblonden Haar. Sie wartete. Sie beobachtete.

Er steckte das Kondom in die Hosentasche.

„Danke, Astrid“, sagte er mit seiner ruhigen, tiefen Stimme, als er hinter ihr in den Flur trat. Seine bloßen Füße machten kaum ein Geräusch auf dem Holz.

Astrid zuckte bei seinem Dank zusammen, als wäre er ein Schlag. Sie fummelte an de Klinke, bis die Tür endlich aufging, und trat hastig beiseite, um ihn eintreten zu lassen.

Liv blieb in der Küche zurück, die Hände auf der kühlen Arbeitsplatte abgestützt. Sie lauschte auf das leise Schließen der Tür gegenüber. Kein lautes Klicken. Ein sanftes Einfallen des Schlosses.

Dann Stille.

Sie atmete langsam aus. Das Summen in ihr war nicht das der Lust oder der Angst. Es war das surrende Geräusch eines hochpräzisen Motors, der perfekt lief. Sie hatte die Variable Bernd in die Gleichung eingesetzt. Sie hatte die Variable Astrid neu definiert. Jetzt ließ sie die Reaktion ablaufen.

Sie richtete sich auf, strich sich eine Haarsträhne aus der Stirn. Ihr Blick fiel auf die zwei Teetassen. Sie schüttete den Inhalt der einen aus, spülte sie gründlich. Sie würde nur eine benötigen.

Draußen, hinter Astrids geschlossener Tür, begann ein neues, leises Kapitel. Liv musste nicht zuhören, um zu wissen, wie es begann: mit einem erstickten Atemzug, einem zu Boden gesenkten Blick, und der überwältigenden, einschüchternden Präsenz eines Mannes, der jetzt wusste, dass er willkommen war – hier in dieser Wohnung, in dieser seltsamen ****, und in jedem Raum, den Liv für ihn öffnete.

Astrids Zimmer roch nach Vanillekerze und leicht muffiger Wäsche. Es war winzig, das Bett nahm den größten Teil ein, bedeckt mit einem hellrosafarbenen Überwurf und einem aufgereihten Ensemble von Stofftieren. Bücherregale aus weißem Pressspan bebten unter der Last von Skandinavischer Literatur und pädagogischen Lehrbüchern. Alles war sauber, aber ängstlich überladen, ein Nest aus Unsicherheit.

„Also, das… das ist es“, hauchte Astrid, ihre Arme fest vor der Brust verschränkt. Sie zeigte mit einer zittrigen Hand. „Das Bett. Der Schreibtisch. Der Kleiderschrank. Das Fenster geht auf den Innenhof, es ist sehr ruhig.“ Sie sprach wie eine Maklerin am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Sie wagte nicht, ihn anzusehen.

Bernd stand mitten im Raum, sein bloßer Oberkörper und seine Größe ließen die Wände noch enger wirken. Seine grauen Augen glitten über die Details, nicht interessiert an den Büchern oder den Stofftieren, sondern an der Frau, die vor ihm zitterte. Er sagte nichts. Er ließ sie reden, sich verheddern, immer leiser werden.

„… und hier ist der Steckdosenanschluss. Und… ja. Das ist alles.“ Sie verstummte, biss sich auf die Unterlippe. Die Stille, die nun von ihm ausging, war bedrückender als jedes Wort.

Er drehte sich langsam zu ihr um. Sein Blick war nicht gierig, nicht einmal besonders leidenschaftlich. Es war ein prüfender Blick, als bewerte er ein Stück Land.

„Jetzt“, sagte er, und seine ruhige, tiefe Stimme füllte den kleinen Raum bis in die letzte Ecke, „zeig mir dich.“

Astrids Atem stockte. Ihr ganzer Körper erstarrte. Das hatte sie nicht erwartet. Nicht so direkt. Nicht so unverblümt. Eine Wohnungsbesichtigung war ein Ritual, dem sie folgen konnte. Dies hier… dies war die Entblößung des Nests selbst. Sie starrte ihn an, ihr Mund ein kleines, schockiertes O.

Doch dann, tief in ihrem verwirrten, schüchternen Kern, passierte etwas. Ein Zündfunke. Die klare, unmögliche Anordnung. Gehorchen.

Es war nicht Lust, die sie antrieb. Es war ein instinktiver, tieferer Drang: der Wunsch, die quälende Ungewissheit zu beenden, die Spannung aufzulösen, indem sie tat, was verlangt wurde. Und in diesem Drang, in dieser Kapitulation, lag ein seltsamer, schamvoller Kick. Ihre Haut prickelte heiß.

Ihre Hände lösten sich langsam von ihrem Oberkörper. Sie ließen sie seitlich herabsinken. Sie stand da, ausgeliefert, ihr Herz hämmerte so laut, dass sie sicher war, er könne es hören.

„Mehr“, sagte er, kein Befehl, eine einfache Aufforderung.

Zitternd, mit steifen Fingern, griff sie nach dem Saum ihres weiten, bedruckten Sweatshirts. Sie zog es über den Kopf, ließ es zu Boden fallen. Darunter trug sie einen einfachen, hellgrauen Baumwoll-BH. Ihre Brüste waren klein, zierlich. Sie schämte sich bis ins Mark, und doch strömte eine warme Welle der Erregung durch ihren Unterleib. Ihre Nippel spitzten sich unter dem Stoff ab.

Er sah sie an. Sagte nichts. Sein Schweigen war der strengste Richter.

Ihre Hände wanderten zum Bund ihrer Jogginghose, lösten den Knoten, schoben sie über ihre Hüften. Sie stieg heraus, ließ sie liegen. Jetzt stand sie nur noch in ihrem BH und einem schlichten, hellen Slip da. Ihre Beine waren schlank, blass. Sie zitterte.

„Weiter.“

Das Wort traf sie wie ein Peitschenhieb. Sie atmete keuchend ein. Ihre Finger fummelten hinter ihrem Rücken, lösten den Haken des BHs. Der Stoff fiel nach vorn, und sie ließ ihn von den Schultern gleiten. Ihre kleinen, festen Brüste wurden frei, die Brustwarzen jetzt hart und dunkelrosa vor Kälte und Scham. Ein leises Schluchzen entfuhr ihr, aber sie unterdrückte es.

Sie drehte sich, gezwungenermaßen, langsam um. Präsentierte ihm ihren Rücken, die schmale Taille, den kleinen, runden Po, der in dem einfachen Slip steckte. Sie beugte sich dann, ganz leicht, unfassbar demütigend, und schob den Slip über ihre Hüften, ließ ihn zu ihren Knöcheln fallen. Sie trat heraus.

Nun stand sie vollkommen nackt vor ihm, den Rücken ihm zugewandt, die Hände schützend vor ihr Schambein gelegt. Ihr ganzer Körper war eine einzige, rosige Schamröte.

„Ganz“, sagte seine Stimme hinter ihr, unerbittlich.

Sie schloss die Augen. Tränen der Demütigung brannten hinter ihren Lidern, aber sie vermischten sich mit einer heftigen, feuchten Wärme zwischen ihren Beinen. Dieser Widerspruch machte sie schwindlig. Langsam, als würde sie durch Zähflüssiges waten, ließ sie ihre schützenden Hände sinken. Sie drehte sich wieder zu ihm um.

Sie präsentierte sich. Vollständig. Ihre kleinen Brüste. Ihre schmale Taille. Ihren runden Po. Und schließlich, ihren sorgfältig rasierten, blassen Schambereich, der nun feucht glänzte und die unwiderlegbare, physiologische Wahrheit ihrer Erregung verriet, egal wie sehr ihr Geist sich sträubte.

Sie sagte kein Wort. Ihr Angebot war ihr nackter, zitternder Körper. Ihre Haltung war keine der Verführung, sondern der äußersten, hilflosen Hingabe. Ein stilles Flehen: Hier. Nimm. Beende es. Mach, was du willst. Nur lass mich nicht länger in dieser Qual stehen.

Bernd betrachtete sie.. Er sah die Gänsehaut auf ihrer Haut, das Zittern in ihren Oberschenkeln, den feuchten Glanz, der ihre Kapitulation besiegelte. Er sah die perfekte, zerbrechliche Leere, die nur darauf wartete, gefüllt zu werden. Livs Worte hallten nach: Sie ist zerbrechlich.

Er trat einen Schritt vor. Er hob seine Hand nicht an, um sie zu berühren. Nicht sofort. Er ließ sie einfach in ihrer nackten, erbärmlichen Präsentation ausharren, ließ die Scham und die Erregung in ihr weiter gären.

„Gut“, sagte er schließlich, ein einziges, anerkennendes Wort.

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