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Chapter 64 by Redboom Redboom

Wie geht es weiter?

Abschied von Jessica.

Am nächsten Morgen wurde die lüsterne Stimmung des vergangenen Abends von einem Hauch Melancholie abgelöst. Jessicas ältere Schwester war angekommen, um sie abzuholen. Mit strengem Blick und aufrechter Haltung musterte sie Jessica – oder vielmehr das, was aus ihrem kleinen Bruder geworden war. „David…“, sagte sie mit einem Hauch von Überraschung in der Stimme, „du hast dich wirklich verändert.“

Jessica senkte beschämt den Blick, während sich ihre Hände nervös ineinander verschränkten. Die Worte ihrer Schwester trafen sie unangenehm, und doch blieb sie still. Ihre Schwester wandte sich an Barbara und Vanessa und nickte anerkennend. „Das war jeden Euro wert“, sagte sie trocken, bevor sie sich wieder Jessica zuwandte. „Komm, wir haben noch eine lange Fahrt vor uns.“

Ellie konnte sich nicht mehr **** und fiel Jessica um den Hals. „Ich werde dich so vermissen!“, rief sie, während ihr Tränen in die Augen stiegen. Auch Leon spürte, wie sich seine Kehle zuschnürte. Er wollte stark bleiben, doch die Hormone ließen es nicht zu. Eine Träne lief über seine Wange, während er Jessica ansah.

Jessica wischte sich über die Augen und nahm ihre beiden Freunde in eine letzte Umarmung. „Ich werde euch schreiben. Versprochen.“

Langsam löste sie sich, griff nach ihrem Koffer und trat zum Auto ihrer Schwester. Bevor sie einstieg, drehte sie sich noch einmal um, ihre Augen voller Abschiedsschmerz. Sie hob die Hand und winkte Leon und Ellie traurig zu. Leon hob ebenfalls die Hand und winkte ihr hinterher, während das Auto langsam davonfuhr. Ein letzter Blick, ein letzter Moment – dann war sie fort.

Leon stand noch eine Weile da und blickte dem Auto hinterher, bis es endgültig aus seinem Sichtfeld verschwunden war. Eine merkwürdige Leere breitete sich in ihm aus. Die vergangenen Monate waren intensiv gewesen, voller Veränderungen, neuer Erfahrungen und unerwarteter Gefühle. Jessica war ein Teil dieser Reise gewesen, und jetzt, wo sie fort war, fühlte es sich an, als würde ein Stück dieser neuen Welt mit ihr verschwinden.

Ellie schluchzte leise neben ihm und wischte sich mit der Hand über die Augen. „Es wird sich so seltsam anfühlen ohne sie hier…“

Leon nickte langsam. „Ja…“ Mehr brachte er im Moment nicht über die Lippen. Die Abschiedsszene spielte sich immer wieder in seinem Kopf ab, und besonders das letzte Bild von Jessica, wie sie ihnen mit traurigen Augen zuwinkte, brannte sich tief in sein Gedächtnis.

Vanessa trat zu ihnen und legte Leon eine Hand auf die Schulter. „Veränderung gehört zum Leben, Mädels. Ihr werdet euren Weg weitergehen, genauso wie sie.“

Leon sah zu seiner Mutter auf und versuchte, die Worte auf sich wirken zu lassen. Vielleicht hatte sie recht. Aber im Moment fühlte es sich einfach nur an wie ein schmerzhafter Verlust.

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