Wandertour in den Bergen

Wandertour in den Bergen

Der Horror in der Berghütte

Chapter 1 by Dark RangerNG Dark RangerNG

Isabella bereute gerade nicht zum ersten Mal ihre Entscheidung mit ihrem Bruder Antonius, dessen Frau Maria und deren Nichte Viktoria einen Wanderausflug in den Bergen zu machen.

Isabella war zwar sehr sportlich und erfreute sich an der Natur, aber das Problem war ihre Begleitung.

Weniger ihr Bruder, der mit 38 Jahren drei Jahre älter war als sie, sondern dessen Frau Maria.

Diese war von Anfang an gegen die Bergtour gewesen und ließ dies alle Beteiligten von Anfang an deutlich spüren.

Zunächst drückten ihre grauen 1.290,00 € Wanderschuhe von Loui Vuitton mit goldener Spitze, welche für vieles geeignet waren außer fürs wandern.

Dann schnitt ihr Rucksack von Hermés, der sicher den Preis eines Kleinwagen hatte, an ihren Schultern ein.

Dazu kam das übliche wie „zu heiß“, „zu steil“ und „zu schnell“!

Isabella hatte Maria nie gemocht und nicht nur deswegen, weil diese mit ihrem geliebten Bruder verheiratet war.

Sie war ein extrem vollbusiges hübsches Modepüppchen. Vier Jahre älter als ihr Bruder und an wenig anderes interessiert als an Klamotten und gesellschaftlichen Events.

Erstere zeigten sich für die Natur völlig ungeeignet und letztere waren hier erst gar nicht vorhanden.

Um so mehr Maria bei der Wanderung litt umso mehr schien Isabella diese etwas mehr zu genießen wie sie ohne schlechtes Gewissen feststellte.

Die langen lockigen schwarzen Haare ihrer Schwägerin waren verschwitzt und ihr beiges Leinenoutfit, bestehend aus Bluse und ¾ Hose klebten geradezu an ihren üppigen Rundungen.

Trotzdem wäre Isabella jetzt gerne woanders. Zum Beispiel mit ihrem Bruder am Meer, wo sie fast 20 Jahre zusammen mit ihren Eltern Urlaub gemacht hatten.

Ihr Bruder war sehr sportlich gewesen, hatte sich die letzten Jahre etwas gehen lassen und auch die glamouröse Hochzeit mit Maria vor drei Monaten hatte ihm da nicht wirklich gutgetan.

Mit 1.88 Meter war er sehr groß, wurde aber von Isabella mit ihren 1,89 Metern noch um exakt einen Zentimeter überragt. Wenn Isabella, wie üblich, High Heels, trug waren es noch gut 9 Zentimeter mehr.

Ihre langen blonden Haare hatte sie zu einem Zopf zusammengebunden und nicht nur auf Grund Ihres Outfits, bestehend aus hohen braunen Schnürstiefeln, einer kurzen beigen Hose und einem kurzärmligen gleichfarbigen Oberhemdes, sah sie aus wie Lara Croft.

Es fehlten nur die zwei Pistolen, welche sie jetzt hätte gut gebrauchen können, da Maria wieder etwas zu meckern hatte.

„Wann sind wie endlich bei dieser dämlichen Hütte!“, verlangte sie zu wissen.

Maria war äußerst streitsüchtig und so konnte sie es ihrem Bruder nicht verdenken, dass dieser mit Engelszunge mit ihr sprach und ihr versicherte, dass sie die Hütte in spätestens zwanzig Minuten erreichen würden.

„Ich habe keinen Bock mehr. Und das Handy geht auch nicht!“, stieg Viktoria in das Gejammer ihrer Tante ein.

Victoria hatte bis jetzt ohne viel Murren mitgemacht, aber dass sie schon jetzt, nach nur 5 Stunden ihr Handy vermisste, bedeute Ärger. Denn auch in der Hütte, so wusste Isabella, gab es keinen Handy Empfang, nur ein Satelliten Telefon, was zum einem pro Minute 4,50 € kostete und zum anderen weder WhatsApp noch Facebook noch irgendwelche anderen Internetdienste beherrschte.

Es war rein für Notfälle gedacht, also zum Beispiel, wenn jemand, vorzugsweise ihre Schwägerin von einem Bären gefressen wurde.

Missmutig stolperte sie hinter der Gruppe her.

Viktoria war im Gegensatz zu Ihrer Tante eher schmal geraten. Mit 1,72 Meter einige Zentimeter größer als diese, dazu lange lockige rote Haare.

Sie trug eine kurze engansitzende weiße Shorts, ein rotes Trägertop und Turnschuhe von Nike.

Dazu einen kleinen braunen Rucksack voll mit hier unnötigem Elektronikzeug.

Denn Strom gab es in der Hütte auch nur über ein Notstromaggregat wie der Name schon sagte für Notfälle.

Isabella fragte sich wie ihr Bruder auf die blödsinnige Idee gekommen war diese Tour zu planen und noch mehr darüber wie sie es geschafft hatte Maria, Viktoria und letztlich auch sie selbst davon überzeugt hatte mitzukommen.

Von Viktoria wusste sie, dass diese ihre Sommerferien wohl in der Hoffnung von einem Modegeschäft zum nächsten zu ziehen, bei ihrer Tante verbrachte.

Ihr Bruder erhoffte sich wohl, dass sich Maria doch noch dafür entscheiden würde mit ihm Kinder zu haben, wenn sie mit einem, wenn auch gerade erwachsenen Kind, auf Tour gingen.

Bisher schien das Ganze aber wohl eher das Gegenteil zu bewirken.

10 Minuten später als versprochen kam endlich die Hütte in Sicht.

Maria und Viktoria hatten sichtlich etwas ganz anderes erwartet, aber Isabella gefiel die etwa 70qm große massive Holzhütte.

Ihr Bruder Antonius, von allen „Andy“ genannt kramte die Schüssel aus seiner Tasche nur um festzustellen, dass das dazugehörige Schloss aufgebrochen auf dem Boden lag.

„Waren wohl irgendwelche Jugendlichen. Hoffentlich haben die drinnen nichts verwüstet!“, sagte er und stieß die Tür auf.

Was erwartet sie in der Hütte?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)